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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Alexanders des Großen asiatischer Feldzug.

anderen Anverwandten des Darms in des SiegersHände fielen. Alexander nahm, wie immer undüberall, auch hier persönlich am Kampfe theil n.trug eine Wunde an der Hüfte davon. Uuausge-halten durch wiederholte Friedcnsautrüge des per-sischen Königs drang A. nun am Meere südwärtsvor (während Parmenion durch die Eroberung vonDamascns, wo sich der persische Schatz befand,Syrien unterwarf), um durch Eroberung vonPhönicicn u. Ägypten die persische Flotte anfzn-löscn, jede Verbindung zwischen Persien und denunruhigen Griechen abzuschneiden u. sich selbst fürdie Eroberung von Centralasien eine sichere Basiszu schaffen. Jndeß die Stadt Tyrus konnte erstnach einer äußerst beschwerlichen Belagerung von7 Monaten und nachdem die Insel, worauf dieStadt lag, durch einen Damm mit dem Festlandeverbunden war, u. mit Hilfe der vereinigten Flottevon Phönicien u. Cypern erobert werden. DieStadt wurde im Aug. 332 mit Sturm genommen.Und nun hielt noch die Belagerung von Gaza denKönig zwei Monate lang auf. Ägypten dagegen,wohin sich A. nun im Nov. 332 wandte, ergabsich ihm, der persischen Bedrückung überdrüssig,ohne Schwertstreich. Die Liebe der Ägypter ge-wann A. dadurch, daß er ihre von den Persernaufgehobene Verfassung u. Religion wiederherstellteu. der Verwaltung zum Theil Eingeborene vor-setzte. Bei dieser Gelegenheit besuchte er auch (zuAuf. des I. 331) die Oase u. Len Tempel desAmun (Jupiter Ammon), wo er von den Priesternfür den Sohn des Gottes erklärt wurde. InÄgypten gründete A. die Stadt Alexandria. Nach-dem er seinen Rücken gesichert u. sich durch frischeTruppen aus Thrake und Griechenland verstärkthatte, trat er seinen Zug nach dem Innern Per-siens an, überschritt ungehindert den Euphrat, zogin Eilmärschen durch das nördliche Mesopotamienu. setzte über den Tigris. Zwischen Arbela undGaugamcla traf er am 1. Oct. 331 den Darius,der volle Zeit gehabt hatte, eine neue Streitmachtvon 800,000 (400,000) Mann Fußvolk, 100,200Reitern u. 200 Sichelwagen zn sammeln; griechischeSoldner u. die Reiterleibwache bildeten die Mitteder Schlachtordnung. A. hatte nur 40,000 MannFußvolk u. 7000 Reiter. Der Kampf war hart,u. die Entscheidung schwankte eine Zeit lang, dadie Perser unter Mazäos den linken Flügel desmakedonischen Heeres zum Weichen gebracht hattenu. bereits in das griechische Lager eingcdrungenwaren. Die Dazwischcnkunft A-s, der unterdessenLen rechten persischen Flügel und das Centrumgeworfen, entschied jedoch die Schlacht zn Gunstender Makedonier. Nach diesem Siege wagten diePers er keine große F-eldschlacht mehr. Darius flohnach Medien. Babylon und Susa öffneten demSieger die Thore. In letzterer Stadt fand er dieköniglichen Schätze (darunter 40,000 Talente anGold), auch die im Persischen Kriege aus Athenwcggeführten Bildsäulen des Aristogiton u. Har-modios, die er wieder nach Athen schickte. Durchnahezu 16,000 Mann frischer Truppen verstärkt,zog A. von Susa gegen Ende 331 aus; unterfurchtbaren Anstrengungen erstürmte er (MitteJanuar 330) die von 40,000 Mann unterAriobarzanes vertheidigten Persischen Pforten u.

eroberte Persepolis, wo er (angeblich im Fest-taumel) zur Vergeltung dafür, daß die Persereinst die Tempel in Athen verbrannt hatten, denalten Königspalast anzündcn ließ. Inzwischenhatte Darius, durch Skythen u. Kadnsicr verstärkt,noch einen Augenblick daran gedacht, einen neuenVersuch zur Behauptung seines Reiches zu machen.Als nun aber A. im Mai 330 aus Pcrsis aufEkbataua marschirte, flüchtete Darius doch weiternach dem bayrischen Osten u. wurde nun von derMehrzahl seiner vornehmen Umgebung, die denbaktrischen Satrapen Bessos als Großkönig an dieSpitze stellen wollte, in Parthyäa abgcsetzt, ver-haftet n. als A. ihnen aus Ekbataua ungestümuachjagte im Juli 330 bei dem jetzigen Schahrudermordet. Seit diesem Moment sah sich A. (unterZustimmung der meisten Asiaten) als legitimerNachfolger und berufener Bluträchcr des Dariusan. Nachdem A. nun noch im I. 330 die Slld-küste des Kaspischen Meeres u. Hyrkanicn erobertn. unter Strömen Blutes die beginnende nationaleVolkserhebung in Arcia (Herat) erstickt hatte, be-suchte er die Landschaft Drangiaua, im Oct. 330.Hier glaubte er eine vermuthete Verschwörungunter seinem Gefolge, richtiger noch die tiefeMißstimmung vieler makedonischen Großen wegender seit Darius Tode ausgesprochenen, in politi-schen Motiven wurzelnden Hinneigung A-s zuorientalischer Art u. persischer Tracht, u. die allzugroße Macht des Hauses des Parmenion mitfurchtbarer Gewalt brechen zu müssen. Daherwurde damals Philotas in Prophthasia hingerichtet,Parmenion in Ekbataua ermordet. Nun sollteKönig Bessos in Turan bekämpft werden. Erzog daher im Decbr. 330 u. Januar 329 durchArachosien nach dem Thal des Flusses Kabul,überstieg den Hindukoh Ende März 329 undkonnte Baktrien ohne Schwertstreich einnehmen.Als er den Oxus überschritten hatte, wurde ihmBessos, der sich nirgend zu vertheidigen gewagthatte, von seinen Offizieren zu grausamer Hin-richtung ausgeliefert. A. eroberte jetzt auchSogdiana und drang bis zu dem GrenzstromJaxartes vor. Aber während der König nochgenöthigt war, mit den wilden Skythen am rechtenUfer dieses Flusses zu fechten, brach in Sogdianau. Baktrien, durch die Reiter der westlichen Steppeunterstützt, ein flirchtbarer Volkskrieg gegen dieMakedonier aus, den A. nur durch grauenhafteBlutthaten u. unerhörte Anstrengungen im Früh-jahr 327 endlich niederwcrfen konnte. In dieseZeit fallt die Ermordung seines Freundes Klitosdurch den von Zorn u. Wein berauschten A. selbstund jene Verschwörung junger Offiziere gegenden zum orientalischen Despoten gewordenen A.,bei welcher A-s allzu bissiger Tadler, der Philo-soph Kallisthencs, den Untergang fand. Nunaber eröffnete A. den neuen großen Krieg zurEroberung von Indien, wo er, zugleich Entdeckerund Eroberer, bei unvollkommener geographischerKenntmß des Ostens, durch Vordringen bis zumöstlichen Ocean sein Niesenreich sicher abzurundenhoffte. Gewaltige Rüstungen in Europa, Iranu. Turan hatten sein Heer bis auf 120,000 Manngebracht, dabei 40,000 Mann europäischer Sol-daten. Zn Ende des Frühlings 327 verließ A.