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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Alexander

mit, war 1829 im Hauptquartier des russischenGenerals Diebitsch gegen die Türken und nahm1831 in Portugal an dem Kampfe für DomPedro theil. Darauf am Cap postirt, machte ereine Reise in das Innere Afrikas bis zu denDamara, bekämpfte 1849 die Unruhen in Ca-nada mit, führte 1854 als Oberstlieutenant das15. Infanterieregiment in den Krünkricg u. wohnte1858 als Oberst dem Kriege gegen die Neusee-länder bei. Er schrieb: ilravois Irvm Inäia toRnxlanä, Land. 1827; Lravsis tlironAÜ Russinanä tlle (irimsa, ebda. 1830; Rxpsäition okOiseovsrx in Io klls intsrior ^kriva, ebda. 1838,2Bde.; Rassax;os in küs Riks ok a 8oiäisr, ebda.1857, 2 Bde.; Inoiäsnks ob tlls last Llaorl rvar,ebda. 1863.

Alexander, 1) County im nordamerikanischenUnionsstaare Illinois, unter 37° nördl. Br. und89° westl. L., mit 10,574 Ew.; Conntysitz Theben.2) County im nordamerikanischen Unionsstaate N-Carolina, unter 36° nördl. Br. n. 81" westl. L.,mit 6,868 Ew.; Conntysitz Taylorville.

Sllexandcrapfel oder Kaiser Alexander, zurKlasse der Rambonr- oder Pfnndäpfel gehörender,sehr großer u. schöner Herbstapfel, besonders fürden Haushalt; der Baum wächst gut, ist fruchtbar,verlangt aber Schutz vor Stürmen, La die großenFrüchte leicht abfallen.

Alexanderbad, Badeort im Bezirksamt undbei Wunsiedel des bayerischen Regbcz. Oberfran-ken, im Fichtelgebirge, am Fuße des Kössein, 570m ü. M. gelegen; hat eine 1734 entdeckte erdig-salinische Stahlquelle von 7H ° R. mit viel Kohlen-säure, welche zu Bädern und zum Trinken gegenpassive Schleim- u. Blntflüsse, chronische Nerven-krankheiten, Unregelmäßigkeit der Menstruation,Rheumatismus u. Gicht angewcndet wird, Fichten-nadelbäder, Moorbäder, Kaltwasserheilanstalt. DerOrt erhielt seinen Namen von Markgraf Alex-ander, welcher 1782 die Quelle fassen u. die Gebäudeerrichten ließ. Dabei die Luiscnbnrg (Lnchsburg),ein Felsenlabyrinth mit dem Bnrgstein. Bergt.Fritze, Das A., Berl. 1857; F. Hildebrandt, Phy-sikalische Untersuchung des Mineralwassers imAlexanderbade zu Sichersrcnth in Franken, Er-lang. 1803.

Alexanderkanal (nach Herzog Alexander vonWürttemberg genannt), vermittelt den Weg zwi-schen dem Weißen Meere u. dem Kaspischen u.der Ostsee, indem er die durch den See von Kn-benskoje mit der Snchona in Verbindung stehendePosowitza mit der Schuksna, Nebenfluß der Wolga,verbindet.

Alexander-Newskij-Kloster, prächtiges Klo-ster in St. Petersburg, gebaut von Peter I. 1712,da, wo Alexander Newskij (dessen Grab n. Grab-mal seit 1723 in der großen Kirche ist) 1240 dieSchweden besiegte; Sitz des Metropolitan vonPetersburg, der zugleich Archimandrit des Klostersist; dabei Seminar für 1000 Geistliche, Bibliothek.Hierher am 30. Aug. (11. Sept.), dem Namens-tage Alexander NcwSkijs, große Wallfahrt.

Alexander-Aewskij-Ordcn, der dritthöchsterussische Orden, der sowol für Militär, als Civil-verdienste vcrtheilt wird, sofern die betreffendePersönlichkeit den Generalmajorsrang bereits inne

Alexandcrsage.

!hat. Der A.-N-O. wurde von Peter dem Gr. zirEhren des Großfürsten, des hl. Alexander Newskij(s. d.), 1722 gestiftet, aber erst von Katharina I.8. April 1725 zum ersten Male verliehen; dererste Ritter war Fürst Mcnschikoff. Das Ordens-zeichen ist: ein 8spitziges, goldenes, roth email-lirtes Kreuz, zwischen dessen Winkeln goldene, zwei-köpfige, mit kaiserlichen Kronen versehene Adler;im Mittelschilde St. Alexander Newskij zu Pferde,dem eine Hand aus den Wolken den Lorberkranzanfsctzt; die Rückseite zeigt die mehrmals verschlun-genen Buchstaben 8. L.. (8anetus Lloxanäsr).Er wird an einem breiten, ponceaurothen Bandeüber der linken Schulter nach der rechten Seitenebst einem 8spitzigen, silbernen Sterne ans derlinken Brust getragen, in dessen Mittelschilüe dieNamenschifser: 8. L.., von einem rothen Herzogs-Hute mit silbernem Aufschläge gedeckt, mit derDevise: Für Verdienste nms Vaterland. Ordens-tracht: weiße Leib- und Beinkleider, rother Man-tel von Sammet, schwarzer Fcderhut, rotheStrümpfe n. schwarze Schuhe. Der Orden wirdvon den Andreas-Ordeus-Rittern (erster russischerOrden) um den Hals getragen. Er hat nnr eineKlasse. Ordcnsfest 30. August (11. September).

Alexandersage. Die Wunderthaten Alexan-ders d. Gr. riefen schon bei seinen Lebzeiten nebenhistorischen Aufzeichnungen auch fabelhafte Dar-stellungen hervor, die uns aber nur in späterenliterarischen Denkmälern anfbewahrt sind; in demgriechischen, um 200 n. Chr. entstandenen Psendo-kallisthenes u. einer ägyptischen Localsage, die sichin fortwährender Veränderung über den O. undW. verbreitete (bei den römischen Geschichtschrei-bern Justinus und Cnrtins Rufus (s. d.). Dieder ursprünglich ägyptischen Fassung am näch-sten stehende Form übersetzte zu Anfang des4. Jahrh. Julius Valerius ins Lateinische. EinAuszug ans diesem Werke machte seit dem 9. Jahrh.die Reise durch den Occident. Bereits im 5. Jahrh.begegnet uns Psendokallisthenes in einer armenischenund einer syrischen Übersetzung. In der erstenHälfte des 10. Jahrh. verfertigte der ErzpriesterLeo zu Neapel nach einem von der ursprünglichenFassung abweichenden Alexanderbuche, das er ansConstantinopel mitgebracht hatte, eine üistormLäsxanäri LI. äs proellis, aus der alle späterensagenhaften Behandlungen dieses Gegenstandes imAbendlands schöpften, und die auch ins Hebräischeübersetzt wurde. Der erste uns bekannte euro-päische Dichter des Mittelalters, der die A. be-handelte, ist Alberich von Besanxon, der im 11.Jahrh. neben seiner Hauptquclle, dem ErzpriesterLeo, andere Überlieferungen mit Selbstständigkeitbenutzte. Von seinem Alexandergedichte haben sichim Original nur wenige Überreste, in derNachbildung unseres Pfaffen Lamprecht, aus derersten Hälfte des 12. Jahrh., der größte Theildes Ganzen erhalten. Der vollständig erhaltene,im 12. Jahrh. durch Lambert li Cors begonneneu. durch Alexandre de Bernay fortgesetzte Alex-anderroman folgt hauptsächlich einer späteren Be-arbeitung des Erzpriesters Leo Das dem 12.Jahrh. angehörende altenglische Epos LxuZ ^.iis-anäsr schließt sich dem Epitomator Julius Ba--lerius an. Nicht lange vor dem Ende des 12.