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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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396
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396 Alexauderschlacht Alexander?

Iahrh. wurde die Sage durch Gautiers vonLille (von Chatillou) lateinische Alexandrcis, diedein Curtius genau folgte und zugleich vielefrühere Sagen einschaltcte, nmgcbildct. DiesesWerk benutzte, neben anderen Quellen, in derersten Hälfte des 13. Iahrh. der spanische Welt-geistliche Juan Lorcnzo de L>egura in seinemkosma, äs ^loxanäro. Rudolf von Ems hielt sichin seinem Alexander (12401250), von dem nur diefünf ersten Bücher und ein Theil des sechsten aufuns gekommen sind, vor Allem an Curtius, außer-dem an Josephus, Methodius rc. In der zweitenHälfte des 13. Iahrh. schöpfte Ulrichs von Eschcn-bach Alexander hauptsächlich aus Gauners Alexan-dreis, und übersetzte dieses französische Gedicht derBischof Brandur Jonsson. Aus dem Valeriusu. dessen Epitomator u. aus dein Vinccntins vonBeauvais floß, wenn auch in abgeleiteter Ström-ung, der nach 6naltnsrus äs OastsIIions bear-beitete, ebenfalls der zweiten Hälfte des 13.Iahrh. angehörende flandrische Alexander desJakob von Macrlandt. Die arabischen u. persi-schen Dichter, welche sich mit Alexander d. Gr.beschäftigten, Abul Faradsch, Abu Tahos vonTartessus, Firdnsi, Masudi, Nizami rc. schöpftenaus den ägyptischen oder verwandten Quellen;von den Persern ging die A. zu den Türken n.mohammedanischen Hindu über. Noch jetzt leitendie kleinen Häuptlinge des Jndnsthals sowol, wiedes indischen A.rchipel in sagenhafter Weise ihreAbstammung von Alexander her, und ist bei denMalaien dessen Geschichte ein allgemein beliebtesVolksbuch. Vgl. H. Weismann, Alexander,Gedicht des 12. Iahrh., vom Pfaffen Lamprecht,Franks, a. M. 1850, 2 Bde.; Spiegel, Die A.bei den Orientalen, Leipz. 1851; W. Foerster,Hexanäsr NaAnns, eollsotio sc.riptornm ka-dnlosam sjnsäsm kästoriam psrtinsntinm, Lpz.1874, u. die Artikel über die einzelnen oben an-geführten Schriftsteller und Werke.

Alexanderschlacht, ein 1831 als Fußbodenim sogenannten Hause des Faun zu Pompejiaufgefnndcnes und jetzt im National-Museum zuNeapel befindliches großes Mosaikgemälde. DieKomposition, voll bewegten u. dramatischen Lebens,zeigt einen Kampf zwischen Griechen oder Römernund Asiaten im letzten entscheidenden Augenblick,nach der gewöhnlichen Auffassung den Kampf zwi-schen Alexander u. Darms. Aber Kugler schließtaus dem Costüm, daß die hier auftretenden Heldeneiner dem Untergänge Roms schon nahe stehendenZeit angehören, u. derselben Ansicht ist H. Weiß iin2. Bande seiner Geschichte des Costüms. Der größteTheil der europäischen Gestalten ist leider zerstört.

Alexanders des Großen astatischer Feld-zug. Der Grund zu diesem weltgeschichtlich, kultur-historisch und wissenschaftlich wichtigen Kriege, zuwelchem schon Alexanders Vater, Philipp, um-fassende Vorbereitungen getroffen hatte, war dieam makedonischen Hofe seit Jahren genährte IdeePhilipps u. Alexanders, als kriegerische Vertreterder griechischen Hegemonie die Rache an Persienzu vollziehen für die einst durch Terxes an Grie-chenland verübten Frevel. Aber während KönigPhilipps Pläne höchstens auf die Eroberung vonLleinasieu u. allenfalls noch von Syrien gegangen

dcs Großen asiatischer Feldzug.

waren, verfolgte Alexander von vorn herein dieIdee, das gesammte Persische Reich Len Achämc-niden zu entreißen. Nach dem Tode seines Vatersließ A. sich in Korinth (Herbst 336) zum Ober-feldhcrrn des griechischen Heeres (zu dem jedoch dieSpartaner keine Truppen stellten) ausrnsen. Ander Spitze eines ausgezeichneten Heeres von30,000 Mann zu Fuß u. 5000 Reitern unter derFührung von Männern wie Pcrdikkas, Antigonos,Kratcros, Könos, Alexander Lynkestes, Parmenion,Philotas, Attalos, Klitos u. v. A-, begleitet vonseinem Freunde HephLstion und vielen Gelehrten,setzte A. im Frühling des I. 334 v. Ehr. überden Hellespont. Er stieg zuerst von Allen ansasiatische Ufer und opferte ans der Bnrghöhe vonIlion der Athene, dem Priamos u. den hier ge-fallenen griechischen Helden. Die Perser, obwolseit Ende 335 stark gerüstet, hatten sich doch durchAlexanders Einbruch überraschen lassen. Bald aberstellten sich die Satrapen von Kleinasien den Ma-kedoniern mit einem trefflichen Heere, wobei 20,000griechische Söldner u. 20,000 iranische Reiter, amFlusse Granikos in Mysien entgegen, u. hier kames zur ersten Schlacht. A. selbst führte denrechten, Parmenion den linken Flügel; die Persersuchten vergebens den Übergang über den Flußzu verhindern: A. schlug sie gänzlich aufs Haupt,Mai 334. Die Frucht des Sieges war die Er-oberung der Westküste Kleinasiens; nur Milet u.Halikarnassos, wohin sich Reste der persischenArmee zurückgezogen hatten, leisteten Widerstand;besonders letztere Stadt unter dem Befehl veSNhodiers Memnon, der jetzt von Darms zumOberbefehlshaber aller persischen Streitkräfte zuWasser u. zu Lande in Borderasien ernannt wor-den, aber zum Glück für A. schon im Sommer333, im Ägäischen Meere operirend, starb.Von Halikarnassos setzte A. im Spätherbste 334seinen Marsch dem Meeresufer entlang fort bisnach Aspendos, von wo er sich wieder nördlichdurch Pisidien nach Phrygien wendete, in Gordionim März 333 ankam u. sowol die Colonne desParmenion, als auch zahlreiche Nengeworbene u.Urlauber an sich zog. Hier zerhieb A. den Gor-dischen Knoten, an den sich die Sage knüpfte,daß, wer ihn löse, Herr von Asien werden würde.Zunächst ergab sich nun Paphlagonien, wodurchA. Herr von Kleinasicn bis an den Halys wurde.Von hier erreichte er, die gefährlichen KilikischenPässe durchziehend, Tarsos, die Hauptstadt vonKilikien, wo er (Scpt. 333) gefährlich erkrankte inFolge einer starken Erkältung, die er sich durchein Bad in dem Flusse Kydnos zugezogen hatte,jedoch von dem Arzte Philippos geheilt wurde, demer sich, obgleich ihm derselbe verdächtigt worden,rücksichtslos anvertrant hatte. Darauf wandte sichA. nach Syrien, kehrte aber bei der Nachricht,daß der mit großer Heeresmacht anrückende Perser-könig Darms Kodomannus ihn im Rücken bedrohe,eilig nordwärts zurück u. traf mit ihm im Nov.333 bei Jssos zusammen. In höchst ungünstigerStellung am Flusse Pinaros gefaßt, wurde dasan Zahl ungeheuer überlegene persische Heer (an-geblich 5600,000 Mann) unter ungeheuren Ver-lusten gänzlich geschlagen, wobei das ganze per-sische Lager mit der Mutter, der Gemahlin und