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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Alexander. 391

Vi ceprasident des Gerichtshofes und 185!) schonPr äsect des Bezirkes Galacz, nahm aber, mir derliberalen Unionspartei in engste Verbindung ge-treten u. damit in Opposition gegen den KaimakamVogorides seine Entlassung u. dann in der Gesetz-gebenden Versammlung das Mandat für die StadtGalacz an. Im selben Jahre (1858) trat er alsKriegsminister in das Cabinet der provisorischenKaimakarnie für die vereinigten Fürstenthümcr u.wurde am S./17. Jan. 1859 in Jassy zum Für-sten der Moldau, am 24. Jan. (5. Febr. 1859)in Bukarest einstimmig zum Fürsten der Walacheigewählt, worauf er den Eid aus die Constitutionvon 1856 u. die Pariser Convention v. 19. Aug.1858 schwor und zugleich versprechen mußte, dievollständige Union der Donaufürstenthümer durch-zusetzen und dann zu Gunsten eines europäischenPrinzen abzudanken. Im Oct. 1859 ertheilteihm die Pforte die Investitur für die Moldau, diefür die Walachei erst im Oct. des nächsten Jahresund darauf erst am 23. Dcc. 1861 den Bestätig-ungsferman als Fürsten der vereinigten F-ürsten-thümer, deren Union unter dem Namen Rumä-nien noch am selben Tage in Jassy u. Bukarestverkündet wurde. Damit zu seinem Ziele gelangt,gedachte A. weder seines Eides, noch seines Ver-sprechens, setzte Ministerien ein u. ab, wie es ihmbeliebte (20 in 7 Jahren), brachte durch seineVerschwendung das Land in große Finanznoth u.führte endlich durch Staatsstreich am 14. MaiiNK eine neue Verfassung ein nach NapoleonischemMuster, welche seine Rechte bedeutend erweiterteu. auch die Anerkennung der Garantiemächte er-hielt. Die Unzufriedenheit des Landes darüberwurde noch erhöht durch den nun folgenden Ab-solutismus, so daß endlich alle Parteien eine Rett-ung nur im Sturze des Fürsten sahen. In derNacht zum 23. Febr. 1866 drangen einige Offi-ziere in seine Gemächer u. nöthigten ihn zu seinerAbdankung, die er am folgenden Morgen zugleichmit seiner Expatriirung vor der provisorischenRegierung noch bestätigen mußte. Seitdem lebteer als Privatmann in Wien, Wiesbaden undHeidelberg, an welch letzterem Orte er am 15. Mai1873 starb. Seit -.'844 war er mit der Tochterdes Großbojaren Rosetti, Helene, geb. 17. Juli1827, vermählt u. dadurch mit dem ganzen höherenAdel des Landes verschwägert, ci) RussischeGroßfürsten: 16) St. A. I. Newskij (A.Jaroslawitsch Newskij), geb. 1219 zu Wladimir,2. Sohn Jaroslaws II., der gegen die andrin-genden Mongolen anszog u. seine Söhne Fcdor,der bald starb, u. A. als Statthalter zurückließ.Nachdem Rußland 1238 trotz mächtiger Gegen-wehr unter mongolische Hoheit gekommen u. A.ihr Vasall geworden, sicherte er die Grenzen desLandes gegen andere Feinde, schlug die Schwedenan der Newa 1240 (woher der Beiname Newskij)u. 1242 die Schwcrtritter auf dem gefrorenenPeipussee. 1247 folgte er seinem Vater als Groß-sürst in Nowgorod u. 1252 seinem Bruder An-dreas in Wladimir u. st. 14. Nov. 1263. EinVersuch des Papstes Jnnoccnz IV., unter seinerRegierung die Griechische Kirche mit der Römischenzu vereinigen, wurde von ihm energisch zurückge-wiesen. Das russische Volk verehrte ihn als Na-

tionalhelden, die Russische Kirche als Heiligen, u.Peter d. Gr. erbaute ihm zu Ehren zu St. Pe-tersburg das Alexander-Newskij-Kloster u. stifteteauch zu seinem Andenken den Alexander-Newskij-Orden (s. d.); sein Namenstag ist der 11. Sepr.n. St. (30. Aug. a. St.). 17) A., 2. Sohn desKaisers Alexander II., geb. 10. März 1845,(26. Febr. a. St.) nach dem Tode seines älterenBruders (s. oben 12) am 24. April 1865 alsCäsarewitsch u. Thronfolger proclamirt; heiralhetedie Braut seines verstorbenen Bruders, Prinzes-sin Dagmar von Dänemark (nach ihrer Conver-sion Marie genannt), am 9. Nov. 1866. Er istCommandeur des neu errichteten Gardecorps, auchInhaber eines österreichischen Infanterie- undChef eines preußischen Ulanenregiments. Er galtbisher als das Haupt der panslavistischeu unddeutschfeindlichen Partei, hat jedoch, als dieselbeseit 1873 in den Hintergrund trat, selbst einestrenge Reserve beobachtet, e) Fürst von Ser-bien: 18) A. Karageorgewitsch, geb. den11. Oct. 1806, Sohn des Kara-Georg, des er-sten Befreiers Serbiens, u. Gegner der Familie,die von dem zweiten Befreier dieses Landes, Mi-losch Obreuowitsch, abstammt. Mit seinem Vaterseit 1813 die Verbannung thcilend, trat er nachdessen Ermordung 1817 in die russische Armee u.1839 in die Dienste des Michael Obreuowitsch,dem er am 27. Juni 1843 durch Volkswahl inder Regierung folgte, nachdem derselbe seine Stell-ung als unhaltbar erkannt und die Fluchtergriffen hatte. A. wandte sein Hauptaugenmerkauf die innere Entwickelung des Landes, sah sichjedoch überall von inneren u. auswärtigen Jntri-guen behindert, beging aber auch den Fehler all-zu großer Nachgiebigkeit nach außen, die ihnbeim serbischen Volke unpopulär machte. DieseStimmung stieg aufs Äußerste durch seine neutraleHaltung im Krimkriege und die Überlassung derUntersuchung über eine gegen ihn gerichtete Se-natoren-Verschwörnng an türkische Commissäre, sodaß eine Skupschtiua am 22. Dec. 1858 seineAbdankung verlangte, und als er in Folge dessennach Belgrad floh, seine Absetzung am 24.Dec.aussprach. A. lebte seitdem abwechselnd in Öster-reich u. in der Walachei. Als Michael Obreno-witsch am 10. Juni 1868 ans einem Spazier-gange im Hirschpark von Topschidere bei Belgradermordet wurde, vernrtheilte das Belgrader Ge-richt am 27. Juli, indem cs eine Menge Complicenannehmen zu müssen glaubte und 16 derselbenzum Tode vernrtheilte, welches Urtheil auch Tagsdarauf vollzogen wurde, zugleich den Fürsten A.als angeblichen Leiter der Verschwörung zum Ver-luste seiner Güter u. zu zwanzigjähriger Zuchthaus-strafe. A., der in Ungarn ansäßig war u. in Pestweilte, wurde nun, nachdem die ungarische Re-gierung seine Auslieferung an Serbien verweigerthatte, vor die ungarischen Gerichte gezogen, abernach Durchlanfnng mehrerer Instanzen, u. nach-dem er schon zu achtjährigem Kerker verurtheiltworden, vom obersten Gerichtshöfe mit seinenMitangeklagten am 3. Juni 1871 wegen unzu-länglicher Beweise freigesprochen. Die GerichteRumäniens, wo A. auch angesessen ist, wiesen dasVerlangen der serbischen Regierung nach Aus-