Print 
Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
Place and Date of Creation
Page
387
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
 

Alexander. 387

Genesins Marcianus und der christeufreuudlichenJulia Mammäa, geb. 208 u. Chr. zu Akra inPhönicien; erhielt von seiner Mutter die sorgfäl-tigste Erziehung, wurde vom Kaiser Heliogabaladoptirt und folgte demselben 222 als römischerKaiser, ein glänzender Stern in der Reihe derrömischen Imperatoren, ein Freund der Gelehrten(Paulus u. Utpianns) u., obwol Heide, auch derChristen, gerecht gegen die Bürger, streng bei derAmtsbewerbung u. gegen das Prätorianerthum,woher er auch den Namen Severus, der Strenge,erhielt. Er führte 231 einen siegreichen Krieggegen Persien u. wurde auf einem Feldzuge gegendie Germanen von den über seine Strenge erbit-terten Prätorianern 235 ermordet; s. Rom. 8b)Könige: a) Der Juden: 2) A. II,, Sohn desAristobulos II. ; wurde mit seinem Vater 63 v. Chr.gefangen u. nach Nom geführt, entkam jedoch u.stiftete eine Empörung gegen die Römer an, wardaber zuerst im I. 57 u. bei einem neuen Ver-suche im I. 55 v. Chr. von Gabinius geschlagen;er wurde auf des Pompejns Befehl im I. 49v. Chr. hingerichtet, weil er sich für Cäsar erklärthatte; s. Hebräer, b) Von Makedonien: 3)A. I., Sohn von Amyntas I., reg. 480454v. Chr.; s. Makedonien. 4) A. II., Sohn vonAmyntas II., reg. 369368, in welchem Jahreer von Ptolemäos Alorites ermordet ward; s. ebd.5) A. III., der Große (^.. LlnAnns), Sohn desKönigs Philipp u. der Epirotin Olpmpias, geb. zuPella den 21. Juli 356 v. Chr., in der Nacht, inder der Tempel der Diana zu Ephesos abbrannte.Schon als Kind u. Jüngling zeigte er große geistigeGaben, Muth und Thatcudurst; seine Erziehungleitete Leonidas, ein Verwandter seiner Mutter,seine Geistesbildung verdankte er vor Allem deinAristoteles. Erst 15 Jahre alt, führte er in seinesVaters Abwesenheit die Regierung und kämpftenachher entscheidend siegreich 338 mit bei CHL-ronea. Mit seinem Vater wegen Verstoßungseiner Mutter Olpmpias zerfallen, ging er nachEpiros, kehrte jedoch bald nach Makedonien zurück.Nach der Ermordung seines Vaters (Anfang Aug.des I. 336), an welcher A. aber keine Mitschuldträgt, wurde er König von Makedonien; ging als-bald nach Griechenland u. ließ sich zu Korinth dieHegemonie n. den Oberbefehl über die Griechengegen Persien (wie dieses bisher seinem Vaterzngestanden) übertragen und begann, nachdem ervorher noch (im I. 335) einen großen Feldzuggegen die Triballer u. Illyrier ansgcfnhrt, sowie dieinzwischen abgcfallenen Thebancr vernichtet hatte,im Frühling des I. 334 v. Chr. den Krieg gegendie Perser, die er in den drei Schlachten amGranikos, bei Jssos u. Arbela besiegte. Er er-oberte Klein-Asien, Syrien, Ägypten, Babylonien,Assyrien, ganz Iran u. Turan n. den nordwestl.Theil von Indien (334325). Vgl. die das ReichA-Z d. Gr. darstellende Karte. Er heirathete diePerserinnen Roxane u. Statira, ergab sich aberauch mit Ungestüm der kolossalen Schwelgerei desOrients u. st. 11. Juni 323 an den Folgen seinerAusschweifungen zu Babylon. Sein Reich um-faßte bei seinem Tode außer Makedonien nebstThrake u. Griechenland noch das ganze PersischeReich und einen Theil Indiens. (Vgl. Van der

Lhys, tabula Zso^r. Imperii LloxanäriLeyden 1828.) Sein Leichnam wurde (321), nach2jährigen Vorbereitungen zu dem Transport, ineinem goldenen Sarge auf einem prächtig ans-geschmückten und von 64 Manlrhicrcn gezogenenWagen nach der Küste geführt. Er sollte nachMakedonien gebracht werden; aber der kluge La-gide Ptolemäos I. bemächtigte sich der Leiche n.brachte sie nach Ägypten; dort wurde sie anfangsin Memphis, später in Alexandrien in einemeigens dazu erbauten Tempel beigcsctzt. Zur An-fertigung seines Bildnisses hatte A. die 3 größtengriechischen Meister gewählt, darunter Apclles u.Lysippos. Seine Geschichte erzählt Plntarch, derihn mit I. Cäsar vergleicht; vgl. auch I. G.Droyscn, Geschichte A-s d. Gr., Bcrl. 1833. Derpersische Zug A-s war nicht allein Gegenstand derBeschreibung vieler griechischen Historiker (s. A-Zd. Gr. Asiatischer Feldzug), sondern auch vielerorientalischen Dichter, welche ihn Jskender oderDsul Karnein (der Gehörnte, wegen seiner Dar-stellung als Jupiter Ammon mit Widderhörnern)nennen. Vgl. Spiegel, Die Alexandersage bei denOrientalen, Leipz. 1851; endlich auch des christ-lichen Mittelalters, s. Alexanderlied. 6) A. IV.,Sohn des Vor. und der Roxane, nach desVaters Tode im I. 323 v. Chr. geboren; erhieltmit seinem Onkel Philipp Arrhidäos die Herr-schaft, jedoch nur dem Namen nach, da sic in derThat in den Händen der Feldherren n. Statthal-ter seines Vaters war; Kassandcr ließ ihn mitseiner Mutter 311 v. Chr. ermorden; s. Make-donien. 7) A. V., 3. Sohn Kassanders u. derThessalonike; mußte vor seinem blutgierigen Bru-der Antipater im I. 295 v. Chr. nach Griechen-land zu Demetrios Poliorketcs flüchten; nachraschem Schicksalswechsel wurde A. später im I.294 durch denselben Demetrios bei einem Gast-mahl zu Larissa ermordet; s. Makedonien, v) Ty-rann von Pherä: 8) A., Neffe des TyrannenPolyphron; verschaffte sich durch Ermordung des-selben 369 v. Chr. die Herrschaft. Die Aleuadenund mehrere von diesem ebenso grausamen, alsregsamen, hochstrebcnden Tyrannen bedrückte Städtevon Thessalien riefen erst die Makedonier, danndie Thebaner gegen ihn zu Hilfe; Pelopidas undEpaminondas besiegten ihn wiederholt u. beschränk-ten seine Herrschaft seit 364 ans Pherä. Er wurde358 von seiner Gemahlin Thebe ermordet, ä) Kö-nige von Syrien: 9) A. I. Balas, angeblichSohn des Königs Antiochos IV. Epiphanes; be-gab sich mit Erlaubnis; der Römer nach Syrien,gewann 152 v. Chr. Ptolemais und besiegte imBunde mit mehreren benachbarten Königen desAntiochos IV. Neffen, den König Demetrios I., 150;er reg. bis 147 v. Chr., wurde von Demetrios II.,dem Sohne seines Vorgängers, geschlagen u. ent-thront n. starb an den in der Schlacht erhaltenenWunden; s. Syrien. 10) A. II. Zabina, Sohneines Händlers in Alexandrien; bemächtigte sich126 v. Chr. mit Hilfe des Ptolemäos Physkondes syrischen Thrones u. behauptete ihn 125 bis121 v. Chr.; er wurde vom Volke vertrieben, alser den Tempel des Zeus in Antiochien plündernwollte, n. wurde auf der Flucht durch einen dy-nastischen Gegner getödtet; s. Syrien. 8) In

25 *