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Alpen) im Kant. Wallis (Schweiz), zuerst von demenglischen Gelehrten Tucket mit Führer Bennenam 18. Juni 1859 erklommen.
Aletum (a. Gcogr.), St. im LugdunensischenGallien; jetzt Guich-Alet, auf einer Landspitze beiSt. Servan, mit vielen Ruinen.
Aleuädii, uraltes thessalisches Adelsgcschlecht,welches seine Abkunft von Herakles ableitete u. inThessalien, namentlich zu Larissa, aber auch zuPharsalos und zu Krannon durch Seitenzweigelange die höchste Gewalt ausübte. Ihre Tendenz,in Larissa eine erbliche Dynastie zu bilden, fürdas gesammte Land aber die fürstlichen Bun-deshänpter oder Herzoge zu stellen, fand bei derMasse der thessalischen Ritterschaft immer mehrWiderstand. Und darüber wurden die Aleua-den wiederholt zu höchst antinationalen Schrit-ten fortgerissen; so ergriffen sie in dem großenPerserkricge die Partei des Lcrxcs. So sind sicspäter — als nach blutigen Kämpfen sich in Pheräseit 375 ein ihnen höchst feindliches, mächtigesTyrannenhaus siegreich erhob — völlig auf SeiteMakedoniens getreten und haben dem großenEroberer Philipp die Bahn zur völligen Erober-ung Thessaliens geebnet.
/Ueuriies Iscoikora lsiML, ein in Südasienheimischer Baum ans der Farn, der Enphorbiaceen;liefert eine harzartige Masse, aus welcher derceylonische Lackfirniß bereitet wird.
Aleurometer (griech.), ein von BolanL erfun-denes Instrument, um die relative Tauglichkeit desWeizenmehls zum Brodbacken zu bestimmen.
Aleuron (Klebermchl), sehr verbreitete körnigeAblagerung irr den Zellen ölhaltiger reifer Samen(wie Leinsamen, Mandeln, Cacao u. v. a.). DasA. läßt sich als feines, weißes, stärkeähnliches, aberstickstoffhaltiges Pulver darstellen, wenn man diegepulverten Samen mit Öl vermischt,„die sich ab-lagcrnden Zellhänte entfernt u. das Öl dann mitÄther auswäscht, in welchem das A. unlöslich ist;auch in Alkohol, Benzol n. Chloroform ist es un-löslich, zuweilen dagegen löslich in Wasser, wässe-rigen Säuren und Alkalien. Die A-körner sindvon Hartig entdeckt; über ihre Struktur n. chemischeBeschaffenheit hat in neuester Zeit Pfeffer ent-scheidende Untersuchungen angcstellt. Die Zellenfettreicher Samen enthalten eine aus Fett n. Ei-weißstoffen bestehende Grnndsubstanz, in welche dieA-körner als rundliche oder eckige, den Stärke-körnern zuweilen ähnliche, kein Fett enthaltendeKörner eingebettet sind. An den letzteren sind zuunterscheiden: eine eiweißartige Grnndsubstanz u.die in dieser vorkommendcn Einschlüsse. Elftereist entweder amorph u. dann in Wasser, besonderskalihaltigem, löslich, oder als Krystallord (s. d.ausgebildet u. dann unlöslich. Die Einschlüsse sindtheils Krystalle von oxalsaurem Kalk, theils Glo-boide, rundliche, in keinem A-korn fehlendeKörnchen, aus Magnesia und Kalk mit einer ge-paarten Phosphorsäure bestehend. Die A-körnerverschiedener Pflanzenarten unterscheiden sich voneinander theils durch ihre Größe und Löslichkeit,theils durch die Art, Zahl und Größe ihrer Ein-schlüsse.
Alentische Insel» (Ale-u-ten) oder Katha-rinenarchipcl, über 140 meist kleine Inseln, im
Alexander.
Nördlichen Eismeere, zwischen Kamtschatka in Asienu. der Halbinsel Alaska in NAmerika, 26,430(480 (I)M) groß u. 170 M. weit sich erstreckend,vielleicht Überreste eines untcrgegangenen Verbin-dungsgliedes zwischen Asien u. Amerika; felsig u.vulcanisch, daher Erdbeben nicht selten. Sie ent-halten 36 Feuerberge, darunter den 2800 in hohenSchischaldin ans Unimak. Das rauhe u. wechselndeKlima ist der Vegetation nicht günstig: nur Kar-toffeln und Rüben gedeihen, Getreidebau gelingtnicht, Bäume fehlen; auch Hausthiere kommen hiernicht fort. Die Einwohner heißen wie ihre Inseln,sie sind nur thcilweise zum Christenthum bekehrtu. gehören zum Stamme der Kamtschadalen (oderden Beringsvölkern), sie wohnen in Erdhöhlen von20—25 IN Länge, sind gutmüthig, aber auch reiz-bar u. höchst rachsüchtig, zieren ihre durchlöchertenOhren, Nasen, Lippen mit durchgesteckten Knochenn. diese wieder mit Glasperlen, fertigen künstlichesGcräth, Boote u. dgl. Früher den Russen un-terthan, gehören die Inseln seit 1868 den Ver.Staaten (s. Alaska) n. entrichten Tribut in Pelzen.An Seetüchtigkeit übertreffen die Einwohner sogardie Eskimo, denn mit ihren einlnkigen Fellbotenoder Baidarken, die ein Eigengewicht von nur30 haben, legen sie in einem Tage oft 200üm zurück. Die Jagd auf solchen Baidarken ge-hört zu dein täglichen Nahrungscrwcrb. Außer-dem sind auch die Jagd der Pelzthiere (farbigeFüchse, Bären, Biber, wilde Nennthiere, See-hunde, Seelöwen, Wölfe), die Fischerei und derVogelfang ergiebig. Von Mineralien kommenSteinkohlen in mächtigen Lagern, Kupfer, Eisen,Graphit, Serpentin -c. vor. Man theilt die In-seln in 4 Gruppen: die Sahinga- oder Nearinselnoder die eigentlichen A., dann die Khao- oderRatteninseln, die Nogho- oder AndreanowschenInseln, endlich die Fnchsinseln. Von einzelnenInseln sind bemerkenswert!): Unimak, die größteder letzteren Gruppe, ferner Unalaschka, Umnak,Atka, Amtchitka, Attu rc. W. H. Dall, derdie A. 1872 und 1873 besuchte, fand Überrestevon menschlichen Wohnungen aus uralter Zeit,namentlich auf Unalaschka, u. brachte vorgeschicht-liche Funde von Schädeln, Geräthschaften, Schnitz-werken rc. mit; auch in naturgeschichtlicher Richt-ung machte er eine reiche Ausbeute von Vögeln u.wirbellosen Seethieren, einer Menge Pflanzen u.Gesteine; auf Kyska nahm er einen schönen Hafenans. Die A. wurden seit 1728, wo Bering zuersteine der Inseln auffand, von den Russen entdecktu. nach n. nach in Besitz genommen u. 1785 dieersten befestigten russischen Niederlassungen dorrgegründet, welche, Privatunternehmen, 1799 dieRussisch-amerikanische Handelscompagnie übernahm,der die Erwachsenen 4—5 Jahre dienen mußten.Seit 1868 sind die A. mit dem übrigen russischenAmerika an die Ver. Staaten durch Kauf übergv-gangen. Über die al'entische Sprache findetman einen ausführlichen Artikel in Ermans Archivfür wissenschaftliche Kunde von Rußland, Bd. 7,S. 134—142.
Alexander (gr. Alexandros, der Männer Ver-theidigende). I. Regierende Fürsten. L.) ImAlterthum, ^.a) Römischer Kaiser: 1) A.Severns (Marcus Aurelius A. S.), Sohn des