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->- . Dieser von Condorcet als ein Theorem
d'Memberts in der Lnezwlopockis möbiiockigus an-geführte Satz ist nichts Anderes als der ältereTaylorsche Lehrsatz.
/llembio 8s»oron, s. Mkoholometrie.
Alcinbröth (Chald.), Schlüssel der Kunst, Satzder Weisheit; Alembrothsalz (8al Xksmbrobki,Salz der Wissenschaft), alchemistischer Name einesDoppelsalzes von Quecksilberchlorid und Salmiak.Man stellt es dar, indem man 2 Theile Qneck-silbersnblimat u. 1 Theil Salmiak in Wasser löstund die Lösung zur Trockniß verdampft; es wirdzum Vergolden gebraucht.
Alemdar (türk.), der Offizier, welcher demPadischah bei Festanfzügen die grüne Fahne desPropheten vorträgt.
Alemqner, Stadt (Villa) im Distr. von Leiriader portug. Prov. Estremadura; viele Gartcnfrüchte,Wein u. Getreide, große Papierfabrik; 4370 Ew.
Alemtejo (L. i. jenseit des Tejo), ehemaligeProvinz in Portugal, zwischen Estremadura, Beira,Spanien, Algardien u. dem Meere; 24,380ffZllm(442, zg üsjDl); 332,841 Ew.; meist eben, mitvielen unangebanten, zum Theil dürren, wellen-förmigen Haiden, auf denen jedoch Viehzucht ge-trieben wird, nur im S. gebirgig: Serra deMameüe u. Portalegre, de Ossa, de Evora u. a.,im S. die zu 1300 rn ansteigende Serra deMonchique; Flüsse: Tejo, Guadiana, Sadao u.mehrere kleinere; Klima sehr warm und trocken,aber gesund, mit Ausnahme der sumpfigen Küsten-gegenden, wo sich auch die Lagunen von Pera u.OLemira befinden. Producre: Weizen, Gerste,Reis, Mais, Obst, Südfrüchte, besonders vorzüg-liches Olivenöl, Marmor und feine Thonerde,Mineralquellen. Die Provinz wird von den Eisen-bahnen Lissabon-Madrid (Abrantes-Badajoz) undLissabon-Beja durchschnitten. Jetzt ist A. getheiltin die Districle Evora, Beja, Portaleqre; Hauptst.war ehedem Evora.
Alerrpon» Hauptst. des französischen Dep. Orneu. des gleichnamigen Arr., an der Vereinigung derSarthe u. Briante u. an der Linie Le Mans-Mezidonder Westbahnen; Präfectur, Asfisenhof, Tribunal,Handelsgericht, Gewerbekammer, gelehrteGesellschaft,Lyceum, Normalschule, Museum, Bibliothek (15,000Bde.), Gartenbaugesellschaft; schöne Kathedrale ansdem 15. Jahrh., Überreste des alten Schlosses derHerzoge von A., große Getreidehalle. Die In-dustrie, welche sich früher besonders in den be-rühmten Spitzen und Blonden von A. auszeich-nete, deren Fabrikation jetzt fast ganz aufgehörthat, erstreckt sich auf Pique- und Barchentweberei,Baumwollspinnerei, Fabrikation von Musselin,Kattun, Stickereien, Strohhüten, Handschuhen,künstlichen Blumen, chemischen Producten; außerdemgibt es Bleichen, Gerbereien, in der UmgegendEisen, Zinnober u. schöne Quarzkrystalle, welche alsA-er Brillanten zu Schmucksachen verarbeitet wer-den: 16,115 Ew. A. ist der Geburtsort desGesü.ichlschreibers Mezeray. Es war ursprüng-lich ein Schloß, dem-Hause Bellesme gehörig, u.kam mit Bellesme früh an die Grafen von
Perche; indeß schon 1028 würben zwei Liniengestiftet, deren eine die Herren von Bellesme
u. Grafen von A. bildeten; der erste war Robert1033. Unter Robert II. wurde A. vom Königvon England an das Haus Anjou gegeben, docherhielt es 1119 Roberts Sohn Wilhelm III. zu-rück. Im I. 1217 st. die Linie der Grafen vonA. aus, und das Land wurde unter dem NamenAlenyonnois vom König Philipp II. mit der KroneFrankreich verbunden. König Ludwig IX. gab A.mit Perche 1268 als Herzogthum seinem 5. SohnePeter, nach dessen Tode es jedoch wieder an dieKrone zurückfiel. 1293 gab König Philipp derSchöne beide Grafschaften an seinen Bruder Karl I.
v. Valois; diesem folgte 1322 sein Sohn Karl II.,für welchen 1328 die Grafschaft A. zn einer Pairieerhoben wurde, u. diesem 1346 sein Sohn Karl III.Als letzterer 1361 ins Kloster ging, theilten seinebeiden Söhne: Robert erhielt Perche, A. kam anPeter II., nach dessen Tode sein Sohn JohannIII. der Weise, geb. 1385, A. und Perche wiedervereinigte. Dieser siel 1415 in der Schlacht .beiAzinconrt. Sein Sohn Johann II. (IV.) derSchöne, geb. 1409, verlor sein Herzogthnm 1417an die Engländer, erhielt es aber wieder nachderen Vertreibung; er nahm vielfach an Len innerenStreitigkeiten Frankreichs theil u. wurde zweimal,wegen Verschwörungen gegen Karl VII. u. LudwigXI. verdächtig, zum Tode verurtheilt, aber wie-der freigelassen; er st. 1476. Rene, des Vor.Sohn, erhielt des Vaters eingezogene Güter zu-rück, wurde, dem König Ludwig XI. verdächtig,3 Monate in einen eisernen Käfig gesperrt, aberunter Karl VIII. wieder freigelassen n. st. 1492.Sein Sohn Karl IV., geb. 1489, verursachte 1525Lurch schlechte Führung des linken Flügels beiPavia den Verlust der Schlacht n. die Gefangen-schaft des Königs. Mit ihm erlosch die alte LinieA., u. das Herzogthnm fiel nach dem Tode seinerGemahlin Margarethe 1549 wieder an die Krone.Karl IX. verlieh es erst 1566 seiner Mutter Ka-tharina von Medici u. 1570 seinem Bruder Franz,nach dessen Tode 1584 es wieder mit der Kronevereinigt wurde. Heinrich IV. verpfändete es 1605au den Herzog Friedrich I. von Württemberg,dessen Sohn Johann Friedrich es wieder an dieKrone Frankreich vertauschte. Seitdem wurde derTitel Herzog von A. an französische Prinzen ver-liehen, so 1774 an den Grasen von Provence,nachmaligen König Ludwig XVIII. Jetzt führtdenselben Ferdinand, der zweite Sohn des Her-zogs von Nemours, geb. 12. Juli 1844, vermähltseit 1868 mit Prinzessin Sophie von Bayern.
Aleph, 1 . Buchstabe des hebräischen Alphabets,s. u. A.
Aleppo (Haleb), 1) Ejalet im türkischen Asien,am Mittelmeer,'Theil von «Syrien; nach der neuenEintheilung 105,560 Hjlcm (1917 UM) und535,714 Ew. Im O. u. SO. Wüste; im St. u.W. Gebirge: Alma- u. Kystldagh, beide TheiledeS Amanus (der Alten), der mit dichten Wäldernbedeckt ist, an der WSeite des Plateaus von Halebliegt, im N. mit dem Taurus in Verbindung stehtu. im SW. mit dem Pierins oder Tolos (Dschebel-Koserik) endet; im O. des Plateaus streicht derLibanon. Flüsse: Euphrat, Orontes oder Asy n.