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Mcppokrcmkheit — Alessandri.
der Steppenflnß Koik (Kowail); Seen: Kinnesrin,Dschebnl; Klima angenehm n. gesnnd. Beschäftig-ung der Einw.: Ackerbau wenig (etwas Gerste,Weizen, Hirse), mehr Gemüse- u. Südfrüchtebau,Viehzucht (zumal bei dem nomadifirenden Theilder Ew.); bedeutender Karawanenhandel nach derTürkei und Persien, dessen Ausfuhr hauptsächlichaus Baumwolle, ordinärer Schafwolle, vorzüglichenGalläpfeln, Sesam, Schwämmen, Oliven- undRicinusöl, die Einfuhr in Baumwollengarn (Eng-land u. Schweiz), englischen Merinos, Kaschmir u.roihen Mützen ans Böhmen, Lyoner Goldfäden rc.besteht. Die Einwohner sind Osmanen n. Tnrk-mancn, Araber, Kurden, Armenier, Inden u. a.2) Hauptst. des Ejalcts (morgenländisch Halcb-i-schcchba, d. i. die Schöne), am Koik, ans der Ebeneu. 8 Hügeln, in schöner, überaus fruchtbarer Ge-gend mit weit berühmten Gärten; Sitz des Pascha,eines griechischen Metropoliten und armenischenPatriarchen, eines jakobitischen und maronitischenBischofs, auch der Consnln aller größeren euro-päischen Mächte; hat 12 große Vorstädte, Wasser-leitungen, Castell, 100 Moscheen, viele Kirchen, 2Bibliotheken,mehrere Gerichtshöfe,Bazars,Schulen;ehemals 200,000, jetzt 100,000 Ew. (worunter15,600 Christen, 4700 Inden). Man fertigt sei-dene, baumwollene u. a. Maaren, Goldstoffe, Seiferc.; treibt damit, wie auch mit von Arabien ge-liefertem Kasse n. Gummi, ausgebreiteten Handel.Hanptniederlage von Waaren ans Europa, Per-sien, Indien, Armenien, Syrien u. Arabien. A.wird von Einigen für das alte Chalybon (Chelbon)gehalten, in der makedonischen Zeit hieß es Bcröa.Mit Syrien wurde A. von den Römern erobertund kam nach der Theilnng des Reiches an diebyzantinischen Kaiser, denen es 636 unter Omarvon den Arabern entrissen wurde. Stadt n. Landerfuhren, nun wieder unter dem alten Namen, inder Folge die wechselndsten Schicksale, indem sieder Schauplatz einer Reihe blutiger Kämpfe undder Sitz einer Menge verschiedener Dynastien wur-den. Im 11. Jahrh. wurde A. der Sitz einerseldschukischen Dynastie, die aber 1117 bereits ihrEnde fand. Während der Kreuzzüge (s. d.) fan-den hier viele Kämpfe statt. Im I. 1154 wurdeA. mit Damast n. 1171 mit Ägypten vereinigt.Um 1200 war es wieder unabhängiges Sultanat.1260 wurde cs von den Mongolen heimgcsuchtu., nachdem es 1293 von einem Erdbeben zerstört,aber neu wieder anfgebaut worden, 1401 vonden Horden Timurs. 1517 wurde A. dem Tür-kischen Reiche cinverleibt. 1822 zerstörte ein großesErdbeben abermals die Stadt; 1832 wurde A.von den Ägyptern erobert und an Mehemed Aliabgetreten, der es jedoch nach den Beschlüssen derLondoner Conferenz 1840 den Türken wiederräumen mußte. Am 16. Oct. 1850 brach in A.eine Empörung gegen die dortigen Christen ans,weil dieselben vom Militärdienste frei waren, wo-bei Frauen und Mädchen geschändet, Häuser ge-plündert und 3 Kirchen verbrannt wurden; derAufstand wurde Anfang November durch Militär-gewalt blutig unterdrückt.
Alcppokrankhcit (lila! ck'LIspxo, b'sbrm^leppsnsm), in Aleppo und der Umgegend ein-heimisches Übel, wobei nach einem 24 Stunden
anhaltenden Fieber eine große Beule, Hitzblatteroder Bubo (Aleppobeule, Aleppopustel) an irgendeinem Theil des Körpers, besonders im Gesicht,erscheint, die weder schmerzhaft, noch gefährlich ist,wenn sie nicht geritzt oder zurückgetrieben wird;die Geschwulst eitert unter Aussickcrn einer Feuch-tigkeit fast ein ganzes Jahr und hinterläßt einetiefe, nie wieder verschwindende Narbe; befälltEingeborene, auch Fremde in der Regel nur ein-mal, aber selten entgehen letztere diesem Übel.
Alepposcammoninm, Aleppischcs Scammo-nium, Sorte des Scammoninmharzes (s. d.).
Alcppütranbe (fr. Llorillon xannolis), sehrschöne Gartentranbe mit schwarz und grün ge-streiften Beeren und mitunter ganz schwarzen undganz weißen Trauben an derselben Pflanze; reistziemlich früh.
Wer, Paul, geb. 9. Nov. 1656 zu St. Beitim Luxemburgischen; trat 1676 in Trier in denJesuitenorden, wurde 1701 Professor der Theo-logie daselbst, 1703—13 Regens des Gymnasiumsu. st. 2. Mai 1727 zu Düren. Schrieb ein reich-haltiges Olctionarium Aöimaiiiso-latinnin, 2 Bde.,Köln 1727; daun u. a.: 6ra«Ins all l?arnas8nru(ein Sammlung von Synonymen, Epitheten undpoetischen Phrasen, mit Bezeichnung der Quan-tität jedes Wortes), Köln 1702 und öft., neuesteBearbeitung von Koch, Leipz. 1867.
Alerm (früher Alalia), Dorf an der OKnstevon Corsica im Arr. Corte; genuesisches Castell,Gestüt, römische Ruinen; 930 Ew.; A. war im6. Jahrh, v. Chr. von Phokäcrn gegründet, welchevon hier aus Elea in Unteritalien colonisirten.Unter Sulla wurde A. zur römischen Colonie er-hoben Hier stieg am 12. März 1736 der west-fälische Baron Theodor v. Nenhof, nachmaligerKönig von Corsica, zuerst ans Land.
Alerte (fr., eig. all' sicka, auf der Hut, v. lat.erisssre), fertig, flink, wachsam.
Aleschki, St. in Rußland, Gouv. Taurien, ander Mündung des Dniepr; 8500 Ew.
Alesia (a. Geogr.), St. der Mandubier inGallia Lugdunensis, berühmt durch die helden-müthige Vertheidigung des Vercingetorix gegenCäsar; jetzt Alise St. Reine (s. d.). Vgl. Napo-leon III., Leben Cäsars, 2. Band.
Alessaudreskn, rumänischer Schriftsteller, geb.1812 zu Tirgovisti in der Walachei; vertauschtedie anfänglich ergriffene militärische Laufbahn 1834mit der politischen. Er schloß sich der liberalenOpposition gegen den Hospodar Alexander Ghikaan, wurde wegen seiner politischen Fabeln ineinem Kloster bis zu Ghikas Thronentsetzung,1842, gefangen gehalten, war 1859 kurze ZeitFinanzminister. Während der Gefangenschaft ver-faßte er seine bekannte politische Schrift: DaSJahr 1840. Seine Erinnerungen n. Eindrücke,Briefe und Fabeln erschienen Bukarest, 1847, n.vermehrte Aufl. 1863.
Alcsiandri, Vasile, s. Alccsandri.
Alcssandri, Alcssandro (^loxanckor ab Llox-anckro), 1461—1523, Advocat zu Neapel, welchersich nach Nom zurückzog, um das Alterthum zustndiren. Schrieb ein reichhaltiges Sammelwerk,Dies Fsmalov, 1522, welches nach dem Vorbilde
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