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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Alegre

Alemannen.

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loxlios Kamm), Hahnenlamm, so v. w. Uliinon-tiins

Alegre, s. Porto Alegre.

Alegre, Jves Baron v. A., ans einem altenAdelsgeschlechte der Auvergne; begleitete 1495 denKönig Karl VI II. zu dessen Huldigung als Königvon Neapel nach Italien u. wurde zum Gouver-neur der Basilicata ernannt, mußte jedoch bei derVertreibung der Franzosen bald weichen. HieraufGouverneur von Mailand, wurde er nach der Wie-dererobernng des Königreichs Neapel Gouverneurin demselben, übergab aber nach den Niederlagenam Garigliano 1505 vorschnell Gabt«; nachdem1506 in Genua eine Empörung gegen die fran-zösische Herrschaft ausgebrochen war u. A. 1507die Stadt hatte bezwingen helfen, ward er Gou-verneur von Savona. Ein Wassengefährte vonBastard und Gaston de Foix, entschied er denSieg von Ravenna gegen das liguistischc Heer,suchte aber, da in dieser Schlacht seine beidenSöhne gefallen, den Tod n. fand ihn auch nocham 11. April 1518. Im 16. Jahrbundert wurdediese Familie durch auf einander folgende Mord-thaten berüchtigt. Ein Uves, Marq. v. Alegrezeichnete sich als Feldherr in französischen Dienstenaus während der in dem letzten Jahrzehnt des17. Jahrh. gegen Deutschland geführten Kriege,wurde 1724 Marschall von Frankreich; st. 1733,80 Jahre alt.

Alekto, eine der drei Furien (s. d.).

Alektryomachie, ^lelctrz-önlin agSnss (gr.),Hahnenkämpfe, im alten Griechenland sehr beliebt.

Alcktryonomantie (gr.), eine Art Weissagungim späteren Alterthum. Man schrieb in einen in 84gleiche Segmente getheilten Kreis die Buchstabendes Alphabets, legte je ein Weizen- oder Gersten-korn bei n. deutete die Weissagung, indem inanaus der Reihenfolge, in der ein abgerichteter ge-weihter Hahn die zu den Buchstaben gehörendenKörner fraß, Wörter zusammensetzte. Wollte maneine längere Antwort haben, so legte man wiederfrische Körner hin.

Alcrnan, Mateo, spanischer Romanschrift-steller, geb. zu Sevilla, um 1568 Secretär bei derHosstaatslässe des Königs Philipp II.; mußte, ineine Defraudationsklage verwickelt, diese Stelleaufgebcn, widmete sich der Schriftstellerei, wan-delte nach Mexico aus u. st. daselbst um 1610.Er sch leb u. a. den Schelmenroman: idtalaxa äsla viäa irnmana, nachher betitelt dcmwann cisUlaraeiis, Madr. u. Val. 1599 u. 1605, 2 Bde.,in vielen Auflagen gedruckt (am besten in Uri-Irans Lilrlioteoa äs antorss espaLolss, Madr.1846, B. 3), und fast in alle Sprachen übersetzt,deutsch von Ägidins Alberlinus, Münch. 1615;dazu ein 3. Bd. von Frcudcnhold, 1632; eineneue deutsche Übersetzung, Lpz. 1782, französischeBearbeitung von Le Sage, Par. 1772 und 17852 Bde., daraus die neueste deutsche von Gleich,Magdcb. 1828, 4 Bde.

Alemannen (Alamannen), Völkerbund in Ger-manien, zwischen Rhein, Main n. Donau; dieHauptvölker, meist snevischen Stammes, waren dieTeukterer, Usipeter, Kalten u. Vangionen. In derGeschichte finden sie zuerst Erwähnung unter KaiserCaracalla, welcher 211 n. Chr. gegen sie kämpfte

u. davon den Namen Alcmannicus erhielt; sie wohn-ten damals in den Maingcgcnden. Später dehntensie sich weiter über den Rhein ans, ließen sich ander gallischen Grenze, in einem Theil des Ge-bietes der Sequaner und des belgischen Galliennieder u. beunruhigten die Römer. Kaiser Alex-ander Severus erkaufte 234 den Frieden von ihnen;Maximums drängte sie 237 über den Rheinzurück. Unter Gallienus brachen sie, geführt vonChrocns, 259 wieder in Gallien ein, wurden abervon Postumius 260 bei Arles geschlagen n. wieder! zurückgctriebcn n. gegen sie der Römerwall (s. Pfahl-! graben) angelegt, doch wiederholten sie ihre Streif-! zllge in das römische Gebiet. Um 270 kamen sic nachItalien, wurden aber von Aurelian zurückgcwieseu;281 von Probus gänzlich geschlagen, mußten sieim Vereine mit anderen besiegten germanischenVölkern 16,000 Jünglinge nach Rom liefern, diein die römischen Provinzen vertheilt ivurdcn. Nach283 dehnten sie sich zwischen Rhein u. Iller ans.298 erlitten sie auf dem Plateau von Langres eineNiederlage durch Constantius Chlorus, wobei60,000 Männ fielen; der Rest zog sich durch denPaß von Belfort über den Rhein zurück. Siekamen jedoch verstärkt wieder, weshalb die Römerin der Nähe des Rheinknies mehrere Befestigungen(Basilia, Robnr, Stabula rc.) anlegten. Ihren häu-figen Einfällen in Gallien u. Noricum seit Anfangdes 4. Jahrh. machte Kaiser Julian durch dreisiegreiche Schlachten ein Ende. Schon unter Valen-tinian I. begannen die Kriege mit ihnen wieder;dreimal besiegt, bei Durocaialauuum u. Solicinium,und von Gratian bei Argentaria (Horburg), dran-gen sie dennoch weiter vor; seit 403 gaben ihnendie Römer das Elsaß preis. Zur Zeit der Völ-kerwanderung überschwemmten die A. Gallien,dehnten sich iängs des West-Rheins aus u. nahmenin der ersten Hälfte des 5. Jahrh., nachdem dierömischen Kaiser sie znrückzndrängen sich vergebensbemüht hatten, Helvetien ein, so daß sie das Landzwischen Alpen, Vogesen, Main u. Iller im Besitzhatten. Bei einem Zuge gegen Sigbert, einenfränkischen Häuptling zu Köln, wurden sie vonChlodwig 496 bei Tolpiacum geschlagen, wobei ihrKönig blieb. Der nördl. wohnende Theil unter-warf sich den Franken, u. ihr Land wurde Kammer-gut der fränkischen Könige; ein anderer Theilwanderte aus n. erhielt von dem OstgothcnköuigTheoderich Sitze in Rhätien; der Rest behieltseinen Sitz in der südwestlichen Ecke Deutschlands,zwischen Alpen, Vogesen, Rhein, Neckar n. Lech(Vlsmannio proprio,, Algan) u. bildete fortan dasHcrzogthum Alcmanuien mit eigenen Herzögen.Unter dem Einflüsse der Franken n. Gothen wardnun auch das Ehristenthmu unter Len A. gepre-digt, u. durch den ostfränkischen König Theodericherhielten sie die erste Auszeichnung ihres Volks-. rechtes (s. Alemannisches Recht). 536 trat der!gothische König Vitigcs an Theudebert den Franken!auch die A. ab, welche in Rhätien wohnten, als^ deren Herzöge Bucelin u. Leuthar genannt werden,i welche 552 in Italien für die Gothen gegen Be«

! lisar kämpfend fielen. Leudfred, der unter Childe-jbert Herzog war, wurde wegen Theilnahme anseiner Empörung gegen den König durch Anceler> ersetzt. Im I. 630 leistete Rotbert dem König