Aldobrandim
faßte er die ^popbtilsssmata äs xerkeeto prin-oixe (Par. u. Franks. 1600 n. 1603). 7) Giov.Francesco, Enkel von A. 1), geb. 1546; warCastellan der Engclsburg, Gouverneur von Borgou. päpstlicher General, wurde von seinem OheimClemens VIII. in den Fürstenstand erhoben, führte1594 n. 1601 dem Kaiser ein Hilfsheer nach Un-garn gegen die Türken zu und st. 1601 zu Wa-rasdin. Sein Sohn Salvestro wurde bereits inseinem 14. Jahre Cardinal, u. seine Tochter Mar-gherita Gemahlin des Herzogs von Parma. MitOttavia, Tochter des Giovanni Georgio A., Für-sten von Nossano, erlosch das A-sche Haus, undkamen dessen Güter an die Borghese und Pam-fili 1681.
Slldobrandini (Villa A.), prächtiges Land-haus bei Frascati in der italienischen Prov. Rom,angelegt von dem Cardinal Pietro A. nach denEntwürfen des Giacomo della Porta; gehört jetztden Fürsten Borghese.
Aldobrnndinische Hochzeit, ein antikesWandgemälde von hervorragendem Werthe. Das-selbe ward um 1606 in den Gemäuern des Es-qnilinischen Berges, wo vordem die Gärten desMäccnas gewesen, in einem verschütteten Gemachegefunden, ans der Wand gesägt und in die VillaPamfili Aldobrandim, 1818 aber ins VaticanischeMuseum gebracht, wo es sich noch befindet. Dasganze Bild hat eine Länge von 2,,g rn und eineHöhe von nahezu I,z m. Die Figuren sind ca.50 om hoch, das Feld NM das Gemälde war mitLinien und Epheuranken umgeben. Die Technikdes Bildes ist ganz dieselbe, wie bei den in Pom-peji u. Herculanum aufgefundenen alten Wand-gemälden. Die Entstehungszeit des Werkes läßtsich nicht mehr mit Sicherheit erkennen. Einigewollen es, mit Unrecht, bis in die Zeit des Au-gnstns hinauf versetzen; Andere meinen, es stammeaus der des Titus. Unverkennbar ist in fastallen Theilen desselben griechische Kunst, so daß manzum Mindesten an die glückliche Nachahmung einesbedeutenden griechischen Werkes glauben darf.Den Gegenstand bildet eine Hochzeitfeier. DieAnordnung ist die alte, an die der Reliefs erin-nernde, welche die einzelnen Figuren neben, nichthinter einander stellt. Die gcsammte Compositionzerfällt in 3 unter einander verbundene Gruppen.Rechts vom Beschauer Sängerinnen auf dem Vor-platze des Brantgemaches n. der Bräutigam, un-geduldig harrend', an dessen Schwelle. Drinnendie Braut mit der redegewandten Zusprechcrin(skronuda) u. daneben die Brautjungfer als Sal-benspenderin. Links endlich Frauen, das Brant-bad bereitend. Von Perspective ist nur so weit dieRede, als das Flachrelief dieselbe kennt. Die Ar-chäologen haben es sich nicht nehmen lassen, demBilde eine symbolische Deutung zu geben. Seitman aber eine namhafte Anzahl antiker Genre-Gemälde'kennen gelernt, hat man keinen Grundmehr, dem Bilde einen symbolischen Gedankenunterzulegen, u. nimmt keinen Anstand, es einfachals Sittenbild zu betrachten, das die griechischenHochzeitsgebräuche zur Anschauung bringt. Vgl.Völliger, Die Aldobr. Hochzeit, Dresden 1810.
Alorich, Thomas Bailey, namhafter nord-imerikanischer Dichter, geb. 11. Nov. 1835 zu
— Aldnngcr. 379
Portsmouth in New-Hampshire in den Verein.Staaten; wurde in seiner Jugend in Louisianaerzogen. Später ging er nach New-Aork, um alsBuchhalter in ein Handlungshaus zu treten, welcheStellung er jedoch bald mit der eines Correctorsin einem großen Verlagsgeschäfte vertauschte, unddies führte ihn bald dazu, sich auch als Schrift-steller zu versuchen. Er trat zuerst im XsrvVorlcbiveninA LIinor ans u. ward dann Redacteur desHains äonrnai und der Latnräs/ Uress. Diemeisten feiner Gedichte u. Prosaskizzen erschienenin Pntnams Vlrs Lnislcsrkoslcer, Har-
pers LlontiUz- u. im Atlantis. Seine Schriftenkamen in London sämmtlich zur Wiederveröffent-lichnng. Er schrieb: Vüs LsUs. 1854; DaisxNssiclaos, 1856; VIis üaliaä ob Lad/ Lei! anäotstsr kosms; Vlls (ücmrss ok 1'rus Havs rc.,1858; iUnmpmsa anä otüsr i?osm.8, 1861; Onbok bis Usaä, ein Roman, 1862; kosins, 1863 u.1865; HisLtorz- ob a LaciiZo^, 1869, n. Llar-z'oris Vaav anä otiisr keopis, 1873.
Mdridgc, Jra (spr. Eirä Ahldridsch), nam-hafter Schauspieler, Neger, geb. um 1810 inder Nähe Baltimores; zeigte schon in seinenJngendjahren einen regen Trieb für die Schau-spielkunst, der sich in der Gründung eines Lieb-habertheaters für Negerknaben manifcstirte. ZumGeistlichen bestimmt, bezog er, durch Vermittelungder Bischöfe Brenton n. Milner, seiner Gönner,die Glasgower Universität, trat aber 1826 in KeansDienst und begleitete seinen Herrn nach England.Nach Amerika znrückgekehrt, betrat er in Balti-more ohne Beifall die Bretter, ging wieder nachEngland, wo er sich an Provinzialbühnen weiterausbildete n. endlich neben Kean als Othello durch-schlagende Erfolge errang. Ebenso fand sein Mac-beth, Shylock, Richard III. u. a. vielen Beifall.A. spielte seitdem auf allen bedeutenden TheaternGroßbritanniens, kam 1852 mit einer englischenSchanspielergesellschaft nach dem Continent, wo erin Brüssel, Köln, Bonn, Aachen, Berlin, Leipzig,Pest u. mehreren Hofbühnen mit Beifall auftrat.Obgleich 1857 am Coveutgardentheatcr angcstellt,verließ er doch England und gab seit 1858 Vor-stellungen in Petersburg, Moskau, Ungarn, Polenu. wieder in Deutschland, seit 1866 in Frankreich.Er st., im Begriffs, wieder nach Rußland zu gehen,den 7. Aug. 1867 zu Lodz in Polen.
Aldringer, Johann Freiherr v. Koschitz,Graf Lipna, geb. um 1590 zu Diedenhofen;war erst Lakai in Paris u. später Secretär beimBischof von Trient. Er wurde kaiserlicher Soldatin Innsbruck, stieg schnell zum Offizier, ward 1622Obrist, 1625 Geueral-Commissär bei WallensteinsHeer. 1626 vertheidigte er den Brückenkopf beiDessau gegen Mansfeld, wofür er 1627 zum Frei-herrn von Noschin n. Groß-Lipna erhoben wurde.1628 belagerte er Glückstadt ohne Erfolg, 1629betrieb er als kaiserlicher Bevollmächtigter die Re-stitution der geistlichen Güter in Niedcrsachsen n.nahm theil an den Friedensunterhandlnngen mitDänemark in Lübeck. 1630 Generalmajor, nahm^ er theil am Kriegszuge gegen Mantua, nach dessenEinnahme (18. Juli 1630) er s>s herzoglichenSchatzes bemächtigte und der. .rnd zu seinemspäteren großen Vermögen legte. 1631 als Gras