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Aldekerk — Aldobrmidüii.
die A., jedoch verschieden ein u. bildet charakte-ristische Verbindungen. Einige der wichtigsten A.sind der gewöhnliche A., der Valer-A., der Acryl-A. (Acrolein), der Croton-A., der Benzoyl-A. rc.
Aldekerk, Flecken im Kreise Geldern des Regbez.Düsseldorf (Preußische Rheinprovinz), an der Eisen-bahn Köln-Kleve; Seideuband-, Tuch- u. Lein-wandweberci; 1530 Ew.
Aldenhoven, Flecken im KrciseJülich des preuß.Regbez. Aachen; Dampfmahlmühle, Maschinenfabrik,Verfertigung von Holzwaaren; 2900 Ew. HierimFranzösischen Nevolntionskriege Schlachten zwischenFranzosen und Österreichern 1. März 1793 und2. Oct. 1794, ersterc siegreich für die Österreicherunter Erzherzog Karl, letztere für die Franzosenunter Jonrdan.
Aldcramin, Stern a im Cephens.
Aldcrman (spr. Ahldermänn, angelsächsisch Oal-ckorman, Ältester), 1) in England unter den Angel-sachsen der Vorsitzende der Grafschaftsgerichte nebendein Bischof, sowie in Kriegs- und Fricdenszeitender oberste Führer und Beamte der Grafschaft;er wurde anfänglich vom König gewählt, späterjedoch blieb das Amt meist in der Familie; nachder normannischen Eroberung traten die Jarls(Earls) an ihre Stelle. 2) Jetzt in England (u.NAmcrika) die Vertreter einer Stadtgcmcinde, diein London, Uork u. Dublin den Lord Mayor, inden anderen Städten den Mayor aus ihrer Mittewählen, ihrerseits aber von den Wahlberechtigtenjedes Stadtviertels gewählt werden. Sic habendie polizeiliche Oberaufsicht über ihren Wahldistrict,u. die drei ältesten unter ihnen, sowie die, welchebereits Mayor gewesen, zugleich auch das Friedens-richteramt.
Aldcrneh (fr. Anrigny), Marktflecken auf dergleichnamigen britischen Insel iin Kanal; Hafen,Ackerbau, Viehzucht, Strumpfwirkcrei, Bereitungder kleinen gelben A-käse; 1500 Ew. Dabei Fclsen-Caskets mit 3 Leuchtthürmen.
Alderney-Vieh, eine Rinderrace ans denKanalinseln, von mittlerer Größe, weiß-gelb oderbraun gefleckt, mit einer weißen Einfassung umdas Maul. Die Thiere werden zu den bestenMilchkühen Englands gezählt.
Aldershytt, Kirchspiel im nordöstlichen Theilder englischen Grafschaft Hants. Hier ist seit April1855 auf einer 7063 Acres haltenden Haidefläche(A.-Heath) ein stehendes Feldlager für das eng-lische Militär errichtet. Dasselbe ist durch denBasingstokctanal in ein North- und ein Sonth-Camp geschieden und hat gemauerte Baracken,welche gewöhnlich 4—5000 Mann, bei den großenRevuen (Oielä - iaz-s) jedoch 15—18,000 Mannbeherbergen. Das Lager ist von 6 verschiedenenEisenbahnstationen ans zugänglich. In der Nähehat sich seit 1855 eine neue Stadt gebildet, welche1871 bereits 21,680 Ew. zählte und verschiedeneschöne Kirchen n. öffentliche Gebäude enthält.
Aldhelm (Adelm, St.), englischer Bischof, geb.in Wiltshire um 655, Mönch zu Malmesbury, seit705 erster Bischof vonShcrbnrne,Freund desKönigsInas; st. zu Duliing oder Dunting in Wiltshire25. Mai 709. Schriften: Lateinische Briefe anBonisacius (unter dessen Briefen, s. d.); ein pro-saisches n. ein poetisches Werk über die Keuschheit,
! letzteres auch: Os kancls virxinnm oder: OeIsuäs 88. Oabrnm sb Vir§1uum. (Wharton,Beda, Lond. 1693; Oasirnns, subiguas leetiouss,Jngolst. 1608.) A. war auch Verfasser berühm-ter, aber verlorener angelsächsischer Gedichte (Wright,Lio§r. Orit. libt. I), und gilt als der erste latei-nische Dichter Englands. Über ihn: Beda, Rist,oooi. vok. 18; Vibcr lklckiiekmi v. Wilhelm, InZsstaxontiüeum O. V; Wharton, Vnxftia ssora,p. 59V
Aldtni, Antonio, geb. 1756 zu Bologna, dortAdvocat n. Professor der Rechte; wurde nach demFrieden von Tolentino u. der Abtretung Bolognasan die Cisalpinische Republik von seinen Mitbür-gern als Gesandter nach Paris gesandt 1797, zu-rückgckehrt Präsident des Rathcs der Alten derCisalpinischen Republik u. Mitglied der Regiernngs-commission. Bonaparte, der ihn schätzte, berief ihn1801 in die Consnlta von Lyon u. ernannte ihndann zum Präsidenten des Staatsrathes der Re-publik, von welcher Stelle jedoch A. aus persön-lichen Rücksichten bald zurücktrat, um erst 1805wieder an die Öffentlichkeit zu treten, u. zwar alsGraf u. Minister des Königreichs Italien. Nachder Restauration zog er sich nach Mailand zurück,von Österreich ebenso geehrt, wie von dem verbann-ten Napoleon, der ihm noch einen Abschiedsgrußsandte. A. st. zu Pavia 5. Oct. 1826.
Aldinische Ausgaben (Aldinen), von AldusMauritius und seiner Familie besorgte Ausgabenklassischer Schriftsteller, u. Aldinische Lettern, vondemselben eingeführte schlanke Schrift.
Aldobrandini, berühmte adelige, später durchPapst Clemens VIII., der selbst ein A. war, ge-fürstete Familie zu Rom. Berühmt: 1)Salvestro,geb. 24. Nov. 1499 zu Florenz, einer der größtenRechtsgelehrten seiner Zeit; war Lehrer der Insti-tutionen zu Pisa, wurde 1530 als Gegner derMedici verbannt u. lebte nun nach einander in Nom,Neapel, Fano, wo er 1636 Podesta wurde, 1537in Bologna als Richter, Vicelegat u. Viceregent1538 in Ferrara, von wo ihn Papst Paul III.nach Rom berief u. zum Advocaten der apostoli-schen Kammer ernannte. Er starb hier 6. Juni1558. Seine Schriften waren seiner Zeit hoch-geschätzt, u. a.: Oommsntar. in Ilb.I. iusbib. lusbin.Von seinen 5 Söhnen sind zu nennen: 2) Gio-vanni, war Lmälbor Ootas, Bischof von Jmolaund seit 1570 Cardinal; auch juristischer Schrift-steller. 3) Pietro, des Vaters Nachfolger alsAdvocat der apostolischen Kammer und ebenfallsVerfasser juristischer Schriften. 4) Tommaso,Secretär des Papstes PanlIV.; st. sehr jung,machtesich aber einen Namen durch die mir Anmerkungenversehene lateinische Übersetzung des Diogenes Laer-tins, welche sein Neffe Pietro mit dem griechischenOriginaltext (Nom 1594) hcransgab. 5) Jppo-lito, der jüngste Sohn S. A-s, 1636 zu Fanogeb., wurde als Clemens VIII. Papst 1592 undstarb 1605. 6) Pietro, Sohn von A. 3), geb.1571 zu Rom; wurde 1593 Cardinal, ging alsLegat nach Frankreich und vermittelte 1601 denLyoner Frieden, leitete unter seinem Oheim Cle-mens VIII. die Regierung, wurde unter Panl V.1606 Erzbischof von Ravenna und st. 10. Nov.
I l621 in Rom; ein Freund der Wissenschaften, ver-