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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Hc^ons-ria,

Lorentz, Alcuins Leben, Halle 1829, u. Monnier,Llonin sb 6bs.r1enni.AQS, 2. Aufl., Par. 1864.

ülevcnisris (Ootsetinis MwrbA.), Ordnung derKorallenthiere (s. d.), Polypen und Polypenstöckemit 8 gefiederten Fangarinen.

llle^onslla La»r., Gattung der Mooskorallen(Lrxcwos); bildet schwammähnliche, unregelmä-ßige Massen, d. h. Thierstöcke aus hornigen, röh-renförmigen, dicht zusammengedrängten Zellen mitunregelmäßig fünfeckiger Mündung. Art: L.. knu-Zoss In Seen u. Teichen häufig.

kle^omum, s. v. w. Korkschwamm.

Aldan, 1) schiffbarer Nebenfluß der Lena inSibirien; entspringt im Jablonoi-Chrebet (s. d.),fließt zwischen diesem und dem Aldangebirge, istgegen 2200 bm lang u. mundet unterhalb Jakutskin die Lena; sein Wasser ist rein u. sehr fischreich,sein rechtes Ufer wild n. öde, auf dem linken frucht-bare Landschaften. 2) Gebirg in Sibirien, läuftals Kette nördl. von der Vereinigung der FlusseSchilka und Argun nach NO. längs des A. hin,ist 670 1cm lang u. trägt 1225 m hohe Berge.

Aldborough(Aldebnrgh, spr.Aldbörro), 1)See-stadt in der englischen Grafschaft Snffolk; Hafen,Fischerei; 4200 Ew.; ist vom Meere bedroht, in-dem dasselbe hier immer tiefer ins Land greift.2) Stadt an der Ouse in der englischen GrafschaftJork; 2100 Ew.

Aldea, 1) (A. Galldga) Stadt in der portugiesi-schen Provinz Estremadura, an der Bai von Lissa-bon, der Hauptstadt gegenüber; bietet eine pracht-volle Aussicht über Lissabon u. Umgegend dar; hatbedeutenden Transithandel nach Spanien und ca.2800 Ew., welche größtentheils Fischer u. Seeleutefind. 2) (A. del Rio) Villa in der spanischenProvinz Cordova (Andalusien); Tuchfabriken;3940 Ew.

Aldebaran (Ochsenauge), der mit « bezeichnetStern 1. Größe im rechten Auge des Stiers; s. d.

Aldebert (Adelbert), Geistlicher in den Gegen-den des Mittelrhcins, welcher mit dem SchottenClemens die römisch-hierarchischen Veranstaltungendes Bonifacins heftig bekämpfte. Dieser stellte A.als hochmüthigen Schwärmer n. zugleich Heuchleru. Betrüger dar u. ließ ihn von 2 Synoden, inSoissons 744 u. Rom 745, verdammen. Zuletztsoll A. im Kloster Fulda eingesperrt und, darausentflohen, von Hirten erschlagen worden sein.Seine Anhänger (Aldebertiner) verehrten ihn alsHeiligen.

Aldegonde, v. Mont Ste. A., s. Marnix.

Aldcgrever (Aldegraf, Albrccht vonWest-falen), Heinrich, geb. 1502 zu Paderborn, Ma-ler u. Kupferstecher, Schüler Albr, Dürers; starbzwischen 1556 und 1560. Werke zu Berlin (dasJüngste Gericht), München (der barmherzige Sa-mariter), in der alten Pinakothek, Wiener Galerie(das Paradies), Nürnberg auf der Burg (die 3Männer im Fenerofen) u. a. m. Der Schwer-punkt seines Wirkens lag zeitgemäß in der ver-vielfältigenden Kunst: im Holzschnitt und Stich.Sehr schätzbar sind seine Muster für das Kunst-gewerbe, namentlich die Goldschmiedekunst, derener gegen 100 hinterließ. Selber praktischer Gold-schmied, kannte er das Bedürfniß des Gewerbes.

Aldehyd (Acet - A., Essigsäure - A.; Chem.),

Aldehyde.

62II4O, das erste Oxydationsproduct des Äthyl-alkohols, von welchem er sich durch Wasserstoffent-ziehung ableitet; daher sein Name, von si(oolwl)äoli)'ü(roAsnstnm), d. i. von seinem Wasserstoff(llzwiroAsnium) befreiter Alkohol. Seiner Zusam-mensetzung nach steht er zwischen Alkohol 62856u. Essigsäure 628462. Der A. bildet sich bei derEinwirkung von Oxydationsmitteln, wie Braun-stein n. Schwefelsäure, Chromsäure, Salpetersäure,Platinmohr bei Gegenwart von Lust, auf Alkoholoder auch auf andere organische Körper, wie dieEiweißstoffe. Als Rednctionsprodncl erhält manihn ans der Essigsäure bei der trockenen Destilla-tion eines Gemisches von essigsaurem u. amcisen-saurem Kalk. Im Großen wird er aus dem so-genannten Vorlauf, d. i. den zuerst übergehendenProducten der Spiritnsdestillation, dargestcllt. ZurReindarstellnng wird das durch Oxydation aus Al-kohol erhaltene Product mit Äther vermischt, Am-moniakgas eingeleitet und das sich hierbei bildendeAldehydammoniak niit Schwefelsäure zersetzt. Erstellt eine dünne, wasserhelle Flüssigkeit vom spec.Gew. 0,Mi bei 0" dar, siedet bei 21° u. 760 mmDruck, mischt sich in jedem Verhältniß mit Wasser,Weingeist u. Äther, riecht eigenthümlich erstickend;die eingeathmeten Dämpfe bewirken Brustkrampf;seine Lösungen reagiren neutral. Angezündet ver-brennt er mit schwach leuchtenderFlamme. Schwefel,Phosphor u. Jod werden darin aufgelöst. An derLuft oxydirt sich der A. leicht zu Essigsäure, rascherin Berührung mit Platinmohr, auch durch Chrom-säure, Salpetersäure, Chlorwasser rc. Rückbildungvon A. in Alkohol erfolgt beim Zusammenbringenvon A. mit Natriumamalgam und Wasser. Alsstark reducirende Substanz bewirkt er beim Er-wärmen mit salpetersaurem Silberoxyd u. Ammo-niak Ablagerung eines glänzenden Silberspiegels.Mit Ammoniak verbindet er sich zu Aldehydammo-niak 628,86, welches in großen farblosen, inÄther schwer löslichen Krystallen anschießt, mitsauren schwefeligsaureu Alkalien zu krystallisirendenVerbindungen. Durch Erwärmen mit Kalilösungentsteht eine harzartige Substanz, das A-Harz. BeiEinwirkung von Schwefelwasserstoff entsteht Sulf.-A. 62848, eine krystallinische, in Alkohol u. Ätherlösliche, nach Knoblauch riechende Substanz; warder Ä. mit Ammoniak versetzt, so bildet sich eineschwefelhaltige Base, das Thialdin 658,2882. A.dient zur Darstellung violetter u. grüner Anilin-farben; s. Anilin.

Aldehyde (Aldide), Verbindungen, welche inder Mitte zwischen den primären Alkoholen undihren zugehörigen Säuren stehen, indem ste 2Atome Wasserstoff weniger als die ersten und1 Atom Sauerstoff weniger als die Säuren ent-halten. Sie entstehen allgemein aus Len Alkoho-len durch Einwirkung oxydirender Mittel, wenigekommen in der Natur fertig gebildet vor, z. B.der Cnmin-A. im Römisch-Kümmelöl. Sie gehensämmtlich leicht durch Oxydation in die entspre-chenden Säuren über, die meisten auch in die zu-gehörigen Alkohole durch Einwirkung von Wasser-stoff im Entstehungszustande. Mit sauren schwefelig-sauren Alkalien bilden fast alle krystallinische, inWasser n. Alkohol meist lösliche, in Äther unlös-liche Verbindungen. Auch Ammoniak wirkt auf