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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
Entstehung
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Albüü-Brättdlinsches

neral Dnmoncean aus. Als nach dem LunevillerFrieden der Kurfürst Friedrich Karl von Ecksalstarb, blieb A. auch unter dessen Nachfolger, dembisherigen Coadjutor von Dalberg, der erste Manuam geistlichen Hofe u. hielt bei Dalberg, als dieserdas Großherzogthum Frankfurt erhielt, als dessenMinister der auswärtigen Angelegenheiten aus.Als dieser Staat 1813 zerfiel, stellten ihn die Ver-bündeten an die Spitze der in Frankfurt gegrün-deten provisorischen Verwaltung. 1815 trat erin österreichische Dienste n. wurde 1816 zum erstenBnndcstags-Präsidial-Gesandten ernannt; er starbjedoch auf dem Schlosse bei Driburg, bevor er indiese Stellung eintreten konnte, am 8. Jan. 1816.Mit seinem am 10. März 1794 geborenen SohneFriedrich Karl Joseph, der als bayerischer Haupt-mann den 19. Mai 1823 ohne Nachkommenschaftstarb, erlosch das ruhmreiche Geschlecht der Reichs-freiherren von A.

Albini-Brändlinsches Gewehr, s. Gewehr.

Albinismus (v. lat. albus, weiß; Osncnstbio-xia, Osucopatiria, Osncosis), eigenthümlicher, beiMenschen und Thieren gefundener pathologischerZustand, welcher seinen Grund hat in dem mehroder minder vollständigen Mangel an Farbstoff inHaut, Haar und Auge. In Folge davon ist dieHaut sehr hell, milchweiß, das Haar weiß, wäh-rend die Regenbogenhaut des Auges blaßroth u.die Pupille tiefroth erscheinen, weil bei ihnen dieBlutgefäße durchschimmern. Die Haut ist empfind-lich; auch wird das Auge von größerer Lichtfülleunangenehm berührt, daher Blinzeln der Augenu. Lichtscheu. Die Grunde dieses Farbstoffmangelssind unbekannt. A. ist stets angeboren, theilserblich, theils Plötzlich erscheinend; unheilbar.Daher:

Albmo (Kakerlak), ein Mensch oder ein Thierim Zustande des Albinismus. Hierher gehörendeMenschen sind meist schwächlich; häufiger unter denNegern, seltener bei hell gefärbten Nationen. BonThieren bemerkenswert!): die weißen (heiligen) Ele-fanten, Frettchen, Kaninchen und Mäuse; seltenerbei Affen, Eichhörnchen, Natten, Hamstern, Maul-würfen; von Vögeln bei Raben, Tauben, Cana-rienvögeln, Pfauen rc. Auch Bienen, die wenigerdunkel gefärbt u. weniger kräftig ausgebildet sind,nennt man so (Albeln).

Albinovaims, Pedo, römischer Ritter, einDichter n. Freund Ovids; schr. Epopöen über dieThaten des Theseus n. besang einen Stoff seinerZeit, vielleicht die deutschen Kriege des Germani-cus, 16 n. Ehr., sowie Epigramme (Fragmenteim 4. Bd. von Wernsdorfs Oostae Int. min.).Er galt als Dichter von mittlerer Güte. Früherwurden ihm ohne Grund auch die Lonsointlo nci Oi-vinm äs morts Ornsi (eine Elegie des 15. Jahrh.)u. 2 Gedichte der Lateinischen Anthologie auf denTod des MLcenaS (aus der Kaiserzeit) zuge-schrieben.

Albinus, Bernhard Siegfried, geb. zuFrankfurt a. d. O. 1697, 1721 Professor der Ana-tomie n. Medicin zu Leyden; st. 9. Sept. 1770;einer der berühmtesten Anatomen seiner Zeit, dessenVorlesungen selbst von promovirten Ärzten ausfast allen Ländern Europas besucht wurden. Erschr.: Os ossibns corporis Immani; Ölst, mns-

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oniornm; Oabulns sosloti st mnscuiorum cor-poris linmani.

Albto (Albion), Heerführer der Sachsen, ver-mählt (angeblich) mit Gisela (Hasela), WittekindsTochter; machte 774 mit seinem SchwiegervaterWitcekind einen Einfall in den fränkischen Hessen-gau; von Karl d. Gr. geschlagen, entwichen Beidenach Nordalbingien, unterwarfen sich aber 785 u.ließen sich zu Artigny taufen. Vgl. Abel, Jahrb.des Fränkischen Reiches unter Karl d. Gr., I.,Berl. 1866.

Albion, 1) (celt., d. i. Bergland) älterer Namefür Britannia. 2) Alter Name für die NWKüstevon NAmerika. 3) Hauptort des County Orleansim Staate New-Iork, amEriekaual u. der Rochester-Lockport-Niagarafall-Eisenbahn; hat 5 Kirchen, 2Banken; 3500 Ew.

Albiouprcsse, Handpresse für Buchdrucker; zu-erst von R. W. Cope in England hergestellt.

Albireo, Stern im Schwan (s. d.).

Albis, lateinischer Name der Elbe.

Albis, 3—4 üm breiter, 20 üm langer Nagel-flnh-Höhenzng im schweizerischen Kant. Zürich, amunteren Züricher-See; höchster Punkt der Bürglen-stutz (918 m); seine umfassendste Nnndsichtstelle dieHochwacht (880 m, Panorama von Keller); seinpopulärster Kulm der Ütli oder Uto (373 m beiZürich), zu welchem eine Vergnügungs-Eisenbahngeführt ist. Oben großer Kurhaus-Betrieb in Ent-wickelung. An der südlichen Abdachung des Ber-ges (Gemeinde Hausen) die renommirte Kaltwasser-Heilanstalt Albisbrunn (635 m) u. das Zwingli-Denkmal, wo kämpfend in der Schlacht bei Kappel1531 der Reformator als Streiter fiel. An deröstlichen Abdachung bei Zürich die Manegg, wodie Burg stand, welche im 13. Jahrh. Rüdigervon Maneß bewohnte, der Minnesänger, welcherdie nach ihm benannte Liedersammluna veran-staltete.

Albo, Gerichtsbezirk.des schwedischen Läns Chri-stianstad; darin Andrarum, das älteste AlaunwerkSGothlands (seit 1637).

Alboin, Sohn des Longobardenkönigs Audoin;folgte seinem Vater 561 als König in Pannonien,führte mit Hilfe der Avaren gegen die Ostgothenn. Gepiden glückliche Kriege, brach 568 mit einemdurch Sachsen verstärkten Heere in Italien ein,wo er das Longobardische Reich mit der Haupt-stadt Pavia gründete; s. Langobarden. Er wurdeauf Mistiftcn seiner zweiten Gemahlin Rosamnnde,der Tochter des von ihm erschlagenen Gepiden-köuigs Knnimund, 572 zu Verona durch ihre Buh-len Helmigis u. Peredeo ermordet.

Alboni, Marietta, geb. 1823 zu Cesena,vortreffliche italienische Alt-Sängerin, die der be-rühmten Fr. Bertolotti ihre Ausbildung u. Rossinidas Einstndiren mehrerer Partien ans seinenOpern dankt. Sie betrat zuerst in Bologna, 16Jahre alt, die Bühne, trat 1843 mit durchschla-gendem Erfolge in Mailand n. anderen StädtenItaliens ans, begleitete den Impresario Morellinach Wien n. ging endlich nach Petersburg. Von1844 bis Februar 1847 sang sie auf Leu größe-ren Bühnen Deutschlands, Ungarns n. Böhmens,wandte sich sodann von Rom ans nach London,^wo sie neben Jenny Lind am Queens-Theater