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Alborak —
mit demselben Beifall, wie kurze Zeit darauf iuParis bei der Italienischen Oper, sang. Nach einerReihe von Gastspielreisen durch Spanien, Nord-u. Südamerika hcirathcte sic 1854 in London denGrafen Carlo Pepoli u. entsagte nach dessen Tode(1866) der Bühne. Auber hat für sie die Partieder Zerline im Orangenkörbchen geschrieben.
Alborak, Name eines dem Esel u. Mauleselähnlichen Thieres, ans welchem, nach dem arabi-schen Interpreten des Koran, Mohammed in derNacht der Auffahrt bis in den 7. Himmel gerittensein soll.
Albornvz,GilAlvarezCarrillo,ausCuenyaüt Neucastilien (Spanien), Almosenier des KönigsAlfons XI. von Castilien, dann Archidiakon vonCalatrava n. zuletzt Erzbischof von Toledo. Staats-mann u. Krieger zugleich, nahm er an den Kämpfengegen die Mauren theil, rettete in der Schlachtvon Algesiras dem König das Leben u. leitete dieBelagerung von Algesiras 1342—44. Bei Peterdein Grausamen in Ungnade gefallen, flüchtete erzu Papst Clemens VI. nach Avignon, der ihnzum Cardinal ernannte. Papst Jnnocenz Vl.sandte ihn als Legaten nach Rom (1354), wo erfür die Wiederherstellung der päpstlichen Machterfolgreich wirkte, 1357 Cesena eroberte und esdurchsetzte, daß Papst Urban V. 1367 wieder nachRom zurückkchren konnte. Er st. 24. Aug. 1367zu Viterbo; schr. ein interessantes Werk über dendamaligen Krieg in Italien zu Gunsten oer Rö-mischen Kirch'e, das 1473 zu Jesi erschien. Vgl.Scpulveda, Listoria cks doUo in Itaita, eonkoetoad X-gg'. Xtdornotio, Bologna 1623.
Albrecht, deutscher Name, s.
I. Weltliche Fürsten. X) Deutsche KnstVr:1) A. I., ältester Sohn des deutschen Königs Ru-dolf von Habsbnrg, geb. 1248; wurde 1273 Land-graf in Ober-El>aß und erhielt 1283 Österreichund Steiermark als Lehen; nach seines VatersTode wählten die Fürsten ans Veranlassung desErzbischofs von Mainz, Gerhard von Eppcnstein,nicht ihn, von dem sie wegen seiner bedeutendenHausmacht Gefahr für ihre Unabhängigkeitsgclüstebefürchteten, sondern Adolf von Nassau; als aberdieser seine Versprechungen nicht hielt, wurde A.1298 als Gegcnkönig ausgestellt, wodurch die Ent-scheidung dem Schwerte anheimsiel. Es kam beiGöllheim zum Kampfe, wo Adolf fiel, wie inansagt, von der Hand A-s, der im August desselbenJahres in Aachen gekrönt wurde. Dem PapsteBonisacius VIII., der ihn nicht anerkennen wollte»und dem mehrere Kurfürsten beistinimtcn, trat erkräftig entgegen, verband sich sogar mit dem Feindedes Papstes, König Philipp dem Schönen vonFrankreich, bändigte die feindlichen Fürsten, ließsich aber später ans Unterhandlungen mit deinPapste ein, wobei er sogar dessen höheren Rangzngab. Endlich aber gericth er durch sein Strebennach Erweiterung seines Fainilicnbesitzes in mehr-fache Händel mit Böhmen, Thüringen u. den Friesen;sein Conflict mit den schweizerischen Waldstättcnberuht dagegen auf sagenhafter Überlieferung. BeiLucka in Thüringen erlitten seine Truppen 1307eine Niederlage durch den Landgrafen Friedrich mitder gebissenen Wange, wodurch die kaiserlichen An-sprüche auf Thüringen u. Osterland beseitigt wur-
- Albrecht.
den. Bet einem Zuge in die Schweiz wurde eram 1. Mai 1308 ans Len Ruinen von Vindonissa(Windisch) bei Brugg, in der Nähe der Habsbnrg,von seinem Neffen Johann von Schwaben unddessen Mitvcrschworenen ermordet, wofür aber seineWittwe blutige Rache übte. A. war vermählt mitElisabeth, Tochter des Grafen Meinhard II. vonTirol, die ihm 11 Kinder gebar, darunter die HerzögeFriedrich denSchönen ».Leopold (s.Österreich). Vgl.A. Mücke, A... I. v. Habsburg, Gotha 1867; A.Preger, A. v. Österreich u. Adolf v. Nassau, 2.Ausl.,Lpz. 1869; E.Kopp, Geschichte der eidgenöss.Bünde,
з. Bd. (König Albrecht n. seine Zeit). 2) A. II.,Sohn A-s IV. von Österreich, geb. 1399 (1397);folgte seinem Vater (1404) unter VormundschaftH^'zog Wilhelms des Artigen u. seit 1405 unterder, seines Öheims Leopold des Dicken als A. V.in Österreich u. übernahm 1411 die Regierung selbst;s. Österreich. Er vermählte sich 1422 mit Elisabeth,der Tochter des Kaisers Sigismund, u. ward da-durch nach dessen Tode 1437 König von Ungarn
и. 1438 auch von Böhmen, worauf er auch dieWahl zum deutschen König annahm, aber schon27. Oct. 1439 auf einem Zuge gegen die Türkenbei Gran starb. L) König von Schweden: 3) A.,Sohn des Herzogs A. I. von Mecklenburg, wurdevon den mit Magnus II. unzufriedenen Schweden1363 zum König gewählt, machte sich aber eben-falls mißliebig, worauf die Unzufriedenen die Kö-nigin von Dänemark u. Norwegen auch ans denschwedischen Thron erhoben. Im Kriege mit die-ser wurde er 1389 bei Falköping mit seinem SohneErich gefangen, bis 1395 in Lindholm in Haftgehalten und entsagte 1404 dein Throne. NachMecklenburg znrückgekehrt, wo er als A. II. re-gierte, st. er dort 1412 (1416). Er war vermähltmit Richarde, Tochter des Grafen Otto von Schwe-rin (st. 1380), dann mit Agnes von Brannschweig.Vgl. Lisch, A. II., Herzog von Mecklenburg, Schwe-rin 1835. 6) Andere regierende Fürsten: n) Herzogvon Bayern: 4) A. IV., der Weise, Sohn vou A.III., geb. 15. Dec. 1447, erhielt das Hcrzogthum1465 nach dem Rücktritte seines -Bruders Sigis-mund und st. nach einer unruhigen Regierung10. März 1508; er führte die Primogenitur imHanse Bayern ein ,(s. cbd.). Er war vermähltmit Kunigunde von Österreich, Tochter des KaisersFriedrich III. Seine Tochter Sabine war mit demHerzog Ulrich von Württemberg vermählt. Vgl.Silbcrnagel, A. IV., Münch. 1857. b) MarkgrafHon Bayreuth und Kulmbach: 5) A. Alcibiadesoder der Krieger, Sohn des Markgrafen Kasimir,geb. zu Ansbach 28. März 1522, erhielt 1541Bayreuth durch das Loos; ein kriegerischer, aus-schweifender Fürst, der bald gegen Kurfürst Moritzvon Sachsen (wo er 1547 in Rochlitz gefangenwurde), bald mir diesem für die Protestanten focht;1552 trennte er sich wieder von ihm und führte,in die Grnmbachschen Händel verwickelt, den soge-nannten Markgräflichen Krieg gegen den Bischofvon Würzburg; er ward geächtet n. im Kampfebesiegt, worauf er eine Zeit lang landlos umher-irrte u. endlich nach Frankreich floh. 1556 kehrteer nach Deutschland zurück und st. 1557, nachAnderen 1555 in Pforzheim; s. Bayreuth. Erdichtete das Lied: Was mein Gott will, geschch'