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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Albert.

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Lvuise und Beatrice verfertigen lassen. Zu er-wähnen ist noch: Llortou, I'iis krmes Oonsortslarmo. Die sterblichen Reste des Prinzenruhen seit 1862 in dem Mausoleum zu FrogmoreGarden bei Windsor. 3) A. Eduard, Kron-prinz v. Großbritannien u. Irland, Prinz v. Wales,Herzog v. Sachsen, Prinz v. Koburg u. Gotha,auf welchen Titel er jedoch im Oct. 1863 für sichu. seine Nachkommen verzichtete; ist ältester Sohnder Königin Victoria u. des Vor. Geb. 9. Nov.1841, bezog er ein Semester lang die UniversitätEdinburgh, setzte seine Studien in Bonn fort u.vollendete sie theils im Christ Church College zuOxford und theils in Cambridge. Im Sommer1860 machte er eine Reise durch die VereinigtenStaaten u. Canada, 1862 besuchte er den Orientund Jerusalem. Seit 1858 Oberst in der briti-schen Armee u. seit 1863 General, ward er imFebr. desselben Jahres mit dem Titel eines Her-zogs von Cornwall zum Peer von England er-nennt. Politisch ist er, der englischen Staatsverfas-sung gemäß, mit einer bestimmten Ansicht nochnicht in den Vordergrund getreten, so daß alleAngaben über seine Pläne sich nicht über dasGebiet der Muthmaßung erheben. Ende d. I.1871 brachte ihn ein Nervenfieber dem Tode nahe;im Verlaufe der Krankheit bewies die aufrichtigeTheilnahme aller Klassen der Bevölkerung, wiefest die monarchische Idee in dem Herzender Engländer begründet ist. A. ist vermählt seit10. März 1863 mit Alexandra, ältesten Tochter desKönigs ChristianIX. von Dänemark. 4. A., Königvon Sachsen, geb. 23. April 1828, ältester Sohndes Königs Johann von Sachsen u. der KöniginAmalie; trat 1843 als Lieutenant in die sächsischeArmee und studirte 1845—1848 in Bonn. AlsHauptmann der reitenden Artillerie führte ereins Batterie des sächsischen Bnndescontingents imFeldzuge gegen Dänemark (1849) u. hatte rühm-lichen Antheil an der Vertreibung der Dänen ansden Dllppcler Schanzen am 13. April 1849. Erwurde in Folge dessen zum Major befördert, imMai 1850 zum Oberstlieuteuant und im Augustdesselben Jahres zum Obersten. Am 10. Oct. 1851General-Major, am 21. Oct. 1852 Generalliente-nant, erhielt er die 1. Infanteriedivision n. einigeJahre später den Rang eines Generals n. Com-mandenrs der sächsischen Infanterie. Im Jahre1866 übertrug König Johann ihm die Führungseiner Armee. Er operirts zunächst im Vereinmit dem österreichischen Corps Clam-Gallas,kämpfte bei Münchengrätz u. Mtschin u. leitetebei Königgrätz, den linken Flügel der österreichischenStellung bildend, die Vertheidigung von Problusgegen die preuß. Elbarmee. Als ruhiger, besonnenerFeldherr bewährte er sich auch ans dem Rückzüge.Mit dem Maria-Theresia-Orden decorirt, verweilteer bis zur Rückkehr seines Vaters mit diesem inSchönbrunn, u. nach dem Eintritte Sachsens inden Norddeutschen Bund erhielt er von demBundesfeldherrn das Commando über das sächsische(XII. norddeutsche) Armeecorps; an dessen Spitzezog er nach Frankreich u. hatte entscheidenden An-theil an der Schlacht von Gravelotte (18. Aug.1870), indem er im Verein mit der preußischenGarde die Position der Franzosen bei St. Privatu.

Ste-Marie-aux-Chönes erstürmte. Beim AntrittdesMarsches von Metz nach Chalons erhielt er denOberbefehl über die aus dem Gardecorps, demsächsischen und dem 4. Armeecorps gebildete 4.Armee, mit der er den Flankenmarsch nach Sedanausführte u. daselbst vereint mit der dritten Armeeden entscheidenden Sieg erfocht. Mit seiner Armeebei der Einschließung von Paris betheiligt, er-ösfnete er durch die Beschießung des Mont Avrondes Bombardement von Paris. Nach geschlossenemFrieden wurde er im Juli zum Reichsfeldmar-schall und kurz darauf auch zum russischen Feld-marschall ernannt n. mit dem Großkrenz des Eiser-nen Kreuzes decorirt. Am 29. Oct. 1873 folgte erseinem Vater auf den Thron. Seit dem 18. Juni1853 ist er mit Carola, geb. Prinzessin v. Wasa,vermählt in bis jetzt kinderloser Ehe.

Albert (Alberti), 1) Heinrich, Liederdichterund Componist, geb. 28. Juni 1604 zu Löbsteinim Voigtlande, seit 1631 Organist zu Königsbergi. Pr.; st. 6. Oct. 1651. Von ihm: MusikalischeKürbishütte, welche uns erinnert Menschlicher Hin-fälligkeit, geschrieben und in 3 Stimmen gesetzt vonHeinrich Alberten, 1641, 5.; Poetisch musikali-sches Lust Wäldlein, das ist Arien oder Melo-deyen etlicher theils geistlicher, theils weltlicher Lie-der, Königsberg 1646—48, 8 Hefte, u. a. Ausga-ben. Von seinem geistlichen Liedern sind manchejetzt noch in Gebrauch, so: Gott des Himmels u.der Erden rc. 2) Alexander Martin, geb.1815 zu Bury im Dep. Oise; war Mechaniker u.arbeitete in Paris u. Lyon; in den Aprilproceß1839 verwickelt, erhielt er Gefängnißstrase. Nachder Revolution 1848 wurde er einer der 4 Secre-täre bei der provisorischen Regierung, welche mitden Mitgliedern gleiches Stimmrecht erhielten;zugleich wurde er am 4. März mit L. BlancPräsident der durch Decret vom 29. Febr. einge-setzten Commission für Errichtung von Rational-werkstätten, sowie in die Nationalversammlung u.in die vollziehende Commission vom 10. Mai ge-wählt. Wegen seiner Theilnahme an dem Atten-tat vom 15. Mai wurde er am 2. April 1849mit Barbes zur Deportation verurtheilt. Er saßerst zu Donllens n. seit 1850 in der Citadelle ausBelle-Jsle, wurde aber aus Rücksicht auf seineGesundheit nach Bannes u. im Mai 1854 nachTours ins Gefängniß gebracht. Die Amnestie,welche Napoleon III. 1859 nach dem ItalienischenKriege erließ, gab auch ihm die Freiheit wieder.Indem Commune-Anfstande 1871 tauchte er wiederans, ohne jedoch eine bedeutende Rolle zu spielen.3) Josef, königl. bayerischer u. kaiserl. russischerHofphotograph in München, geb. zu München5. März 1825, Sohn eines k. Bauinspectors; ur-sprünglich für das Baufach bestimmt, ward aberDagnerrotypist u. dann Photograph, verlegte seinAtelier von Augsburg 1858 nach München, repro-dncirte die Kanlbachschen Zeichnungen zu Goethein Originalgröße, Illustrationen zu Schillers Ge-dichten von Romberg, Piloty n. A., photographirtcHeßlings und Kollmanns Atlas der allgemeinenthierischen Gewebelehre und Len großen anatomi-schen Atlas von Nüdinger, bei dem zuerst mikro-skopische Bilder bis zur 5fachen Vergrößerungans die photographische Platte übergetragen wur-