Albarcdo — Albemarle.
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flusse, der bis zum Golfe von Mexico schiffbar ist,von einer Eisenbahn berührt; 2100 Ew. 6) Distr.an der Küste im östlichen Theil des britischen
> Caplandes, am Großen Fisch-Fluß, 4680 s^jlcm(85 HW), mit reicher Bewässerung, gesundem Klima
> und 16,264 Ew., meist angesiedelten Europäern
> (nur etwa 6000 sind Eingeborene), die den frucht-baren Boden auf englische Art bebauen, Vieh-, be-
i sonders Schafzucht, die bedeutendste der Colonie,j treiben u. lebhafte Handelsverbindungen mit demj N. u. S. unterhalten; Hauptst. Grahamstown.i Albarcdo, alter Marktflecken in der italieni-! scheu Provinz Verona (Venetien), an der Etsch;4280 Ew.
! Albasin (Jaffa), früher St. und Festung ami linken Ufer des Amur, gegenüber der Mündungdes Nebenfl. Albasicha oder Einuri, vor 200 Jah-ren wichtig als Mittelpunkt der vordringendenrussischen Ansiedelung im Amnrlande; wurde 1665von russischen Flüchtlingen unter Tschernigowskibesetzt u. befestigt; fiel im Frieden von Nertschinsk1680 mit dein Amurlande den Chinesen zu, imFrieden von Aigun 1858 kam es aber, freilichganz verfallen, wieder zum russischen Gebiete.
Älbategmus (eigentlich Mohammed Ben GeberBen Senan Abu-Abdallah Al-Batani, Al-Har-rany), geb. um 850 zu Batani in Mesopotamien,Statthalter in Syrien, war der berühmteste Astro-nom der Araber, so daß ihn Balanda unter die20 Sterne 1. Größe am astronomischen Gclehrten-j> Himmel versetzte; st. gegen 930. A. machte seineastronomischen Beobachtungen zu Arakta u. Da-mascns, dieselben sind niedergelegt in seiner Sa-bäischen Tafel (2z'Zäo 8ab^); dieselbe wurde vonPlato Tiburtinus ins Lat. übersetzt, von Negio-montan mit Zusätzen unter dem Titel Do nnms-ris st rnotibus stoilarum, Nürnb. 1537, u. späterneu, Bologna 1645, herausgegeben. Er beobachtete4 Finsternisse und 1 Nachtglciche, bestimmte dieSchiefe der Ekliptik genauer, entdeckte die Bewegungdes Apogäums der scheinbaren Sonnenbahn, be-rechnete die Länge des Sonnenjahrcs u. die Be-wegung der Planeten mit bewnudernswcrth an-nähernder Richtigkeit, u. erwarb sich ferner auchVerdienste um die Trigonometrie, indem er zuerst! den Sinus in Anwendung brachte.
MÄi (lat., die Weißen), 1) in der alten christ-
> lichcn Kirche die Katechnmeneu, welche weiße Klci-j der vom Ostertage bis zum ersten Sonntag nach' Ostern (Dominica in albis), an welchem sie gewöhn-lich getauft wurden, trugen. 2) (Auch Diancbi,
I die Weißen) Scctirer, die, vom Priester Albus ge-j führt, 1399 aus den Alpen nach Italien hcrab-zogen. Sie waren weiß gekleidet, aßen n. schlie-fen an der Landstraße, klagten über die Sünden
> der Menschen u. geißelten sich. Sie fanden vielZulauf, in Nom aber ließ Bonisacins IX. denAnführer verbrennen.
Albatros (Capschaf, Capscher Hammel, See-schaf, Diomsciea D.), Gatt, der Farn. Sturmvö-gel (Schwimmvögel), die größten Wasservögel;Schnabel groß, stark, mit Nähten, endet in einenHaken; Nasenlöcher seitlich in eine Röhre; Schwimm-füße ohne Danmenzche; fressen Fischrogen, Seewür-mer, todte Walfische. Der eigentliche A. (D. oxn-lans L.). an l,° m lang, weiß, auf Rücken und
Flügeln schwärzliche lange Streifen, Schwanz dun-kelgrau, Flügel 4 m weit spannend; fliegt einigeMeter hoch über dem Meere, doch 100 Meilen vomLande weg; frißt besonders Fliegfische; legt vielelängliche, wohlschmeckende Eier, nistet auf dem Landein Heuschobern ähnlichen Nestern, brütet am Capin Patagonien, Kamtschatka u. auf den Falklands-Jnseln; Fleisch nnschmackhaft.
Albäy, 1) St. auf der Philippinen-Jnsel Ma-nila; 13,000 Ew. 2) (Mayon) Vulcan daselbst,verschüttete 1814 bei einem Ausbruche 5 Ort-schaften.
Albe, langes, weißes, meist leinenes Untcrge-wand der katholischen Priester. Von ägyptischenu. hebräischen Priestern entlehnt, blieb sie von denersten Zeiten des Christenthums unverändert biszur Zeit der Renaissance, wo sie ornamentalenZuwachs erhielt. Seit dem 10. Jahrh. kommenauch seidene, später reichgestickte A-n vor.
Albe, Df. in der italienischen (ncapol.) Prov.Abruzzo ulteriore II., am Fuße des Velino, unweitdes ehemaligen Fucinersees; 200 Ew.; ist das alteAlba Fncentia, welches an der Grenze derVestiner, Marser u. Äqner lag, von den Römern303 v. Chr. 6000 Colonisten erhielt u. durch dieBefestigung von drei unter einander verbundenenHügelkuppen zur stärksten Festung Italiens gemachtwurde, in der Staatsgefangene, wie Perseus vonMakedonien, Syphax u. A., untcrgebracht wurden.Überreste der alten Bauten sind noch jetzt vorhan-den, so an der Westseite eine dreifache cyklopischeMauer, in der Kirche S. Pietro Reste eines Tem-pels, in der Ebene ein gewaltiger Agger, Resteder Via Valeria, eines Amphitheaters rc.
Albemarle, früher Aumarle, von der StadtAumale in der Normandie, Herzogs- u. Grafen-titcl. X. Herzöge: 1) Edward Plantagc-net, Graf von Nntland, erster Herzog von A.,1397, verlor aber diese Würde, weil er RichardII. ergeben war, schon 1399. Nach seines VatersTode succedirteer diesem als Herzog v. Jork; starb1415 bei Azincourt. 2) George Monk, zu dessenEhren der Herzogstitel 1660 wieder erneuertwurde. D. Grasen: 3) Arnold Joost vanKeppel, aus einer adeligen Familie in Geldern,erhielt 1696 von Wilhem III. den Titel einesGrasen v. A. Nach Wilhelms Tode in hollän-dische Dienste getreten, führte er die Truppen derGeneralstaaten im SpanischenErbfolgekriege, wurdeaber 24. Juni 1712 bei Denain geschlagen undstarb 1718. 4) William Anne Keppel, desVor. Sohn, 2. Graf v. A., geb. 5. Juni 1702,General in der britischen Armee, nachher als Di-plomat verwendet,Botschafter Georgs II. in Paris;starb 22. Dec. 1754. 5) George, des Bor.Sohn, 3. Graf v. A., geb. 5. April 1724; bela-gerte 1762 Havanna, das sich ihm 13. Aug. er-gab; st. 13. Oct. 1772. 6) William Charles,des Vor. Sohn, 4. Graf v. A., geb. 14. Mai1772; ein entschiedener Whig im Oberhause, 1806bis 1807 unter dem Ministerium Grey Ober-jägcrmeistcr, dann 1830—1834 und 1835—1811Oberstallmeister; mit Fox u. Coke, welch letzteremer seine Tochter'zur Frau gab, sehr befreundet;st. 30. Oct. 1849. 7) George, der 5. Graf v. A.,des Vor. Sohn; succedirte 1849; st. 15. Mai 1851.
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