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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Albano -

plündert, und bald herrschte in den PaschaliksVrania, Totova, Prischina und Skopia vollständigeAnarchie; aber schon am 15. Mai ward Kirschowavon den türkischen Truppen erobert, am 17. dieStellung der Insurgenten bei Uskup von OmerPascha erstürmt und die Häuptlinge hingerichtet.Dasselbe Schicksal traf die am 22. in PrischinaGefangenen, u. so hatte auch dieser Aufstand seinEnde erreicht. Die nun folgenden Ereignisse habenwenig Bedeutung. Ein auf religiöse Veranlassunghin 1847 ausgebrocheuer Aufstand wurde baldunterdrückt. Die während des Griechenaufstaudes1854 drohenden Unruhen kamen nicht zum Aus-bruch, n. seitdem hat sich das Land ruhig verhalten.Die Albanesen haben ohne Zweifel durch ihre Ge-schichte den Ruf großer Freiheitsliebe u. Tapfer-keit verdient; ob sie aber geeignet sind, je eineetwa erlangte selbstständige Stellung auch zu be-haupten, muß bei ihrem ausfallenden Mangel anadministrativem und organisatorischen: Talent inZweifel gezogen werden.

Literatur. Joh. Müller, A. und Rumelien,Prag 1844;' Cyprian-Robert, I-ss Llavos äs 1aPnrguis, Par. 1844 (n. A. 1852, 2 Bde.),deutsch,Dresden 1844, 2 Bde.; Hahn, Reise durch dasGeb. des Drin und Bardar i. I. 1863, Wien1870.

Albäno, 1) St. in der italienischen Prov. n.südöstl. von Rom unweit der Eisenbahn Rom-Neapel in herrlicher Gegend am Albanersee, aufden Trümmern der Villa des Pompejus u. desvon Domitian errichretcn Albanum erbaut undvon der Via Appia durchschnitten, ist Bischofssitz,hat schöne Kathedrale, Kirche S. Maria dellaRotonda, ans einem antiken Rundtempel erbaut.Reste römischer Bäder, eines Amphitheaters, einesGrabmals in etruskischem Stil, angeblich dasGrabmal der Horatier und Curiatier; Weinbau;5290 Ew. Die Frauen von A. sind wegen ihrerSchönheit u. ihres malerischen Costümes berühmt.A. ist wegen seiner gesunden und reizenden LageLandaufenthalt vieler Römer und Fremden imFrühjahr und Herbste. Es ist in der Gegend desalten Alba-Longa erbaut. In dessen Nähe wirdder Albaner Stein oder Peperin, ein feiner, dauer-hafter, zum Häuserbau benutzter Stein, gebro-chen; dabei auch der Albaner See (Lago di A.,Lago di Castcllo), der in dem Krater eines Vul-cans, von Basaltbergcn umgeben, 300 in hochliegt n. während der Belagerung von Veji, 395v. Ehr., ohne bemerkbare Ursache plötzlich starkanschwoll, so daß man einen noch vorhandenen,2 in tiefen, 1200 rn langen Kanal zur Ableitunggraben mußte. A. gehörte im 13. Jahrh. denSavelli u. kam von denselben 1697 an die päpstl.Regierung; cs wurde 1849 von den Franzosenbesetzt. 2 ) Flecken in Basilicata, s. Monte Albano.

St. Albans (spr. Albens), 1) sonst Verula-mium, St. in der englischen Grafschaft Hertford,gothische Kirche mit vielen Denkmälern, St. Mi-chaelskirche mit dem Grabe Bacons, Fabriken undHandel, Strohflechterei; 8300 Ew. A. ist derGeburtsort des heil. Alban, nach welchem es ge-nannt wurde, n. Bacons v. Verulam. Die Stadtsoll in der Mitte des 10. Jahrh. bei dem 797gestifteten Benedictinerkloster angelegt worden sein.

- Albauy.

Hier den 31. Mai 1455 Sieg der Weißen Roseüber die Rothe, wobei König Heinrich Vl. ge-fangen wurde; 18. Febr. 1461 Sieg über dieWeiße Rose unter Warwick, wodurch der König wie- >der befreit ward. Wegen seiner Bestechlichkeit sverrufen, wurde St. A. am 3. Mai 1852 von Ider Karte der parlamentarischen Vertretung ge- 1strichen. 2) St. im Staate Vermont (NAmerika), ^am Champlainsee, mit Akademie; 6000 Ew.

Albansgulden, Goldgulden des vormaligenRitterstiftes St. Alban in Mainz (s. Alban) ^

6^ Mark.

Albanus (a. Geogr.), 4.. mons, Berg in La- >tium am östlichen Ufer des Albanersees; 930 inhoch, mit Jnpitertempel; auf ihm wurden die §e- !

rias iatnnas gefeiert; jetzt Monte Cavo oder Al- !bano.

Albäny, Louise (Aloysia) Maximiliane >Caroline, Gräfin von A., Tochter des FürstenGustav Adolf von Stolberg-Gedern, geb. 1752;vermählte sich 1772 mit dem Prätendenten KarlEduard von England, führte seitdem den NamenGräfin A. u. wohnte zu Albano bei Rom; seit1780 lebte sie, von ihrem rohen, der Trunkenheitergebenen Gemahl getrennt, in einem Kloster undnach seinem Tode 1788 von einem Jahrgehaltevon 60,000 Fcs., welches ihr Frankreich auszahlenließ, mit dem Dichter Vitt. Atfieri innig befreun-det, im Elsaß n. in Paris u. seit 1792 in Flo-renz n. st. hier 29. Jan. 1824. Vgl. Renmont,die Gräfin von A., Berl. 1860, 2 Bde, u. S.Rene Taillandier, I-otlres insäites äs Lismouäi rst Hlaäams ln (lomtssso ä'^Ibanz-. I

Albany, 1) Territorium in Britisch-Nordamerika, sunter 50 bis 52° n. Br. u. 82 bis 92° w. L.; jvon dem nördl., vom Oberen See entspringendenn. in die Jamesbai (den südl. Theil der Hud- ^sonsbai) mündenden gleichnam. Flusse durchschnit-ten. 2) County im Unionsstaate New-Iork, un-ter 42° n. Br. u. 74° w. L-, mit 133,052 Ew.;im W. u. N. gebirgig, im Innern etwas sandig,dagegen am Hudson fruchtbar; durch Kanäle mitdem Eric- u. Champlainsee verbunden, sowie von imehreren Eisenbahnen durchschnitten. 3) Countyim Unions-Territorium Wyoming; 2021 Ew.

4) Hanptst. des gleich». County u. seit 1797 desStaates New-Uork, unter 42° 39" 49"" n. Br. u.

73" 44" 35"" w. L.; in prachtvoller Lage, am hierschiffbar werdenden Hudson, mit 76,216 Ew., wor-unter etwa 20,000 deutsch sprechende. LebhafterGeschäfts- n. Jndnstrieplatz, herrlich geschmücktesCapitol oder Staatsgebäude, schönes Stadthaus,großartiges Postgebäude, musterhafte Strafanstalt,

57 Kirchen, Sternwarte, Universität, Normalschule,n. a. wissenschaftliche, sowie wohlthätige Anstalten,eine der größten u. schönsten kathol. Kathedralen lder Ver. Staaten. Der bed. Handel, besonders mitHolz, wird durch die günstige Lage der Stadt(Eric- u. Champlainkanal u. mehrere Eisenbahn-linien) mächtig gefördert. A., ursprünglich (seit1623) eine Holland. Niederlassung (Fort Orange)zum Schutze des Pelzhandels, kam 1664 mit New-Dork an England und vertauschte seinen früheren ^Namen mit dem jetzigen, zu Ehren des Herzogs lvon Jork u. A. (späteren Jakobs II.). 5) Stadt im 'Dougherty County des Staates Georgia am Flint-