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Akaziensaft
verwahrt werden, welche die Rinde sehr lieben.^ Die A. wachst ans Ebenen n. Hügeln; in rauhen,
ft bergigen Gegenden leidet sie durch Frost, Sturm
^ ^ und Schnee, da ihre Äste leicht abbrechen. Sie" kann als Kopfholz benutzt und alle 2—3 Jahre^! geköpft werden. Am besten eignet sie sich zu^ j Niederwald mit kurzem Umtriebe, wo sie mit 4—6" ! Jahren schon rundes, mit 12—15 Jahren gespal-tenes Holz zn Wingertspfählen liefert; in neuererZeit wird sie mit gutem Erfolge an Eisenbahn-" Löschungen angebaut. Passend ist sie endlich zuAlleen, sowie der Dornen wegen zu lebendigen9 Zäunen. Das Akazienholz ist ftst, hart u. schön,
° hellgelb mit purpnrröthlichen Adern durchzogen u.
' den Würmern u. der Fänlniß nicht unterworfen;
" , das Stammholz dient zn Schwellen und zum" s Wasserbau, wird aber der Schwere halber nur in^ ^ den unteren Stockwerken verwendet, ferner von° > Drechslern, Wagnern, Maschinenbauern, Schrei-j nern rc. Die hauptsächlich vorkommenden schwä-^ ! cheren Sortimente geben außer vorzüglichen Reb-' > pfählen auch ein sehr gesuchtes Material zu Schiffs-' nägeln. Im Brennwerth steht das A-nholz dem' ! Buchenholz fast gleich. Die Akazienblüthen geben! aufgekocht eine schöne gelbe Farbe. Auch andere' ! Arten der Robinie, welche der unechten A. sehr
- ähneln, werden zwar nicht als Nutzholz, aber sehr; oft in Gärten zu Zierpflanzen gebraucht, so die' ! Kugel-A. (Ikob. nmbraouliksra), wol eine VarietätI i der vorigen, mit hoher kugelförmiger Blätterkrone,
^ ^ welcher nur wenig durch Beschneiden nachgeholfen^ zu werden braucht; die rothblühendc A. (Rob.^ Irispiäa L.) und die klebrige A. (Rotz. visoosa^ Rent.), zwei rothblühende, ebenfalls nordamerika-; nische Arten. — In dem 3. Grade der Frei-
- maurerei bildet der Akazienzweig ein der Sage^ von Adon Hiram entnommenes Symbol.
^ Akazicnsaft, brauner Saft, wird aus den un-reifen Früchten des Gummibaumcs (ilcaoia vorn)>> ausgepreßt, zn harten Stücken von etwa 2 Kiloeingekocht und in Blasen versendet; löst sich in^^ Wasser (nicht in Weingeist); dient zum Lederfär-ben. Einen ähnlichen, doch härteren, dunkleren,
' schärferen, in Weingeist löslichen Stoff gewinntman aus den unreifen Akazienfrüchten. Weiteresunter Catechu.
Akbar I. (der Große), eigentlich Dschelal EddinMohammed, einer der bedeutendsten Herrscher derDynastie der Großmoguln in Indien (s. d.), wiedes Orients überhaupt. Geb. 14. Oct. 1542 zu> Amarkot, folgte er 1556 nach wechselvollen Jugend-schicksalen 13)ährig seinem Vater, dem TimnridenHumaijun, auf dem Throne, vorläufig noch 3 Jahreunter Leitung seines Erziehers Beiram Khan.Selbstständig geworden, sicherte er die Herrschaftdurch energische Unterdrückung innerer Empörun-gen u. glückliche Abwehr auswärtiger Feinde u.erweiterte sie durch Eroberung von Kaschmir imN. 1558, von Bengalen im O. 1574, nach S.von Theilen des Dekhan, nach W. unter wechsel-vollen Kämpfen von Gudscherat und Sindh, Erst. 1605 in Agra, welches er zur Residenz erho-ben n. wo er ungeheure Schätze aufgehäuft hatte;noch jetzt zeugen Ruinen von dem früheren Glanze.In der Nähe von Agra, beim Dorfe Sikandra,wurde ihm ein prachtvolles Denkmal errichtet, ein
j — Akcn.
Muster der schönen Baukunst. A., hervorragenddurch körperliche Schönheit, ausgezeichnet durchkriegerische Talente, fand seine eigentliche Größein seinem Eifer für Kunst u. Wissenschaft, seinenBestrebungen für Hebung der Industrie u. Land-wirthschaft, wodurch das Land zu einem wedeuvorher gekannten, noch nachher wieder erreichtenWohlstände sich erhob. Er gründete überall Schu-len, worin alle Zweige der Wissenschaft nicht aus-mohammedanische Art, sondern aus den eigenenSchriften der Inder gelehrt wurden. Auch ließer Hauptwerke der Inder ins Persische übersetzen.Unter den von ihm nach dem Plan der indischenastronomischen Werke errichteten Sternwarten zuDelhi, Agra u. Benares ist die letztere besondersberühmt. In seltenem Maße frei von religiösemFanatismus u. Beschränktheit, duldete er die Be-kenner anderer Religionen, wie er auch der Mis-sion der Jesuiten nichts in den Weg legte. DieGeschichte seines Reiches und Lebens schrieb seinVezier Abnl-Fazl (s. d.).
Ak-Dagh, Gebirg in der persischen ProvinzGhilan, südlich vom Kaspischen Meere; am nörd-lichen Abhange Akdagh-Maden, mit reichem Silber-bcrgwerke.
Akdäh oder Akduh ist der Plural vom arabi-schen Laäb, d. h. Pfeil ohne Federn und Spitze,auch der Pfeil oder Stab, dessen man sich beimLoosen und Würfelspiel bedient. Die heidnischenAraber suchten mittels solcher Stäbe durch ihrePriester den Rath u. Willen ihrer Götter zu er-forschen.
Akelei) (Bot.), so v. w. Ackeley.
Aken, Stadt im Kreise Kalbe des preußischenRegbez. Magdeburg, an der Elbe; 2 ev. Kirchen,Volksbank, Zucker- u. chemische Fabrik (ätherischeÖle, Nomcrshausens Augenwasser), Tabaksfabri-katiou, Tuchweberei, Gerberei, Elbfähre, Fluß-schifffahrt, Handel; 5273 Ew. Die Stadt ist sehralt u. wurde 450 von den Hunnen verwüstet.
Aken, Heine oder Heinric van, mittelnie-derländischer Dichter, geb. wahrscheinlich zu Brüssel,Pfarrer in Corbeke bei Löwen. Sein frühestesWerk fällt um 1280; er st. vor 1330. Er schr.:HuAiw van Rabaris, didakt. Ged., fließende Über-setzung aus dem Französischen nach I'oräsns äselrovaisrio (Nöou kabl. 1, 59), herauSgeg. vonWillems, Rs1§. Nus. 6, 94, Kausler, Denkmäleraltniederländ. Sprache u. Lit., 3, 83, Snellaert,Rsäorl. 6sä. uit äs 14 sorrrv 539); Dis Rossoder Liüsxiisl äsr Ninnsn, gelungene, abkürzeudeÜbersetzung des berühmten Roman äs la Rossvon Guill. de Lorris u. Jehan de Meung, Ausg.von Kausler, Denkm., Bd. 2, u. von E. Verwijsmit trefflichem Wörterbuche, Haag 1868; Romanvan Demi. sn NarZr. v. Dimboreii, ein dieAbenteuer der Kinder eines Herzogs v. Limburgschilderndes Werk eigener Erfindung von 21,844Versen, an dem A. 36 Jahre gearbeitet haben soll.Ansg. von PH. van den Bergh, Leyden 1846—47,2 Bde. Johann von Soest hat die Kinder vonLimburg 1480 hölzern „gctransferirt", hand-schriftlich in Heidelberg, Auszug in Moires An-zeiger 1835, Sp. 164 ff. — Bei Anderem, wasman H. van A. beigelegt hat, ist seine Autorschaftzweifelhaft.