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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
Entstehung
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Akcmthus

wo Lerxes die Landenge zu durchstechen versuchthatte; jetzt Erisso. 3) St. in Mittelägypten amwestlichen Nilufer, südlich von Memphis, mitPyramidengruppe und Tempel des Osiris; jetztDahschur.

Akanthus, s. Leantium.

Akardie (v. Gr.), 1) angcborner Mangel desHerzens; 2) Feigheit, auch Herzlosigkeit.

Akarnanien, 1) (a. Geogr. u. Gesch.) diewestlichste Landschaft Mittelgriechenlands, im S. u.W. vom Ionischen Meere begrenzt, im N. durch1>en Ambrakischen Meerbusen von Epiros, im O.durch den Acheloos von Ätolicn getrennt. Rauhes,aber culturfähiges Bergland, welches nur im öst-lichen Theil eine größere Ebene besaß. Gebirge:Thyamos, Jdomene, das Vorgebirg Actium;Flüsse: Jnachos, Acheloos, Auapos; See: Melite;Städte: Stratos, Alyzia, Anaktorion u. a. DieAkarnanen, ein zu den Lelegern gehöriger Volks-stamm, dem sich im O. Kuretcn und durch Ein-wanderung Argiver anschlosscn, kommen erst spä-ter in der griechischen Geschichte vor. Seit derMitte des 7. Jahrh. v. Chr. legten die Korinther Co-lonien an der Küste an, u. erst im PeloponnefischenKriege traten die Akarnanen in einen -Bund mitAthen. Die einzelnen Stämme bildeten damalseine Amphiktyonie, die ihren Sitz in Olpä hatte;in Kriegsfällen standen sie unter einein gemein-schaftlichen Strategen. In der makedonischen Zeitstanden sie an Macht den ihnen feindseligen Ätolernnach, gegen die sie bei Philipp III. von Make-donien Hilfe fanden, u. wahrscheinlich ward jetztder Acheloos die Grenzschcide beider Völker. Nachder Niederlage der Makedonier bei Kynoskephalä,197 v. Ehr., wurde Leukas von T.^QuinctiusFlamininus eingenommen. A. ergab sich denRömern, u. diese schlugen das Land nach der Er-oberung Korinths zur Provinz Epiros (s. d.).1081 drang Robert Guiscard von Sicilien (Nor-manne) in A. ein, bemächtigte sich desselben undnannte sich Fürst von A. u. Ätolien. Erst hundertJahre später wurde es durch Kaiser Andronikoswieder mit dem Byzantinischen Reiche vereinigt, mitdem es an die Osmanen fiel. Später hieß esKarnia. 3) A., jetzt Landschaft in Griechenland,nordwestlichster Theil Livadiens, grenzt im O. anÄtolien n. Eurytane, im N. an die türkische Pro-vinz Albanien oder Janina u. wird im W. vomBusen von Arta (Ambrakia) und dem JonischenMeere bespült; voll von Hügeln, Bergen u. Wald-ungen, überhaupt von ganz'anderem Charakter, alsdas übrige Griechenland; bewässert vom Aspro-potamo (Acheloos), welcher zugleich die natürlicheOstgrenze bildet, doch arm an Quellen, weshalbCisternen nöthig, und von den Gebirgsketten desMakrinoros (Thyamos) durchzogen. A. n. Ätolienbilden nach der neuesten Eintheilung eine Nomar-chie von 7834 Hjlcm (142,2g ÜM) mit 0 Epar-chien u. 121,603 Ew.; Hauptst. Missolnnghi.

Akarnar, Stern a im Eridanns (s. d.).

Akarstie (griech.), Unfruchtbarkeit.

Akastos, Sohn des Königs Pelias von Jolkos,nahm theil au der Kalydonischen Jagd u. demArgonautenzuge. Als nach seiner Rückkehr seineSchwestern, durch Medea's List bethört, den Vatersietödtet hatten, Vertrieb er Jason und Medea,

— Akazie.

wurde Herr von Jolkos und veranstaltete die nin Poesie (durch Stesichoros) und Kunst ver- <herrlichten Leichenspiele zu Ehren des Pelias. > "Er wurde von Polens, den seine Gemahlin «Astydamia (Hippolyte) wegen verschmähter Liebe ^haßte und bei ihin verleumdete, und dem er , »deshalb auf einer Jagd Len Untergang bereiten ! cwollte, getödtet. ' )

Akatnlektisch (v. Gr.), 1) vollzählig; 2) (Metr.) ^ ;

Verse, deren letzter Versfuß vollständig ist, s. Kn- ^ rtalexis. k

Akathlstos, in der griechischen Kirche Gesang <zu Ehren der Jungfrau Maria, dem man wun- ! ;derkräftige Wirkung znschrieb, weil die Stadt Eon- ! !stantinopel durch dessen Vortrag zweimal von ^ !einer Belagerung befreit worden sein soll. In , yFolge dessen jährlich am Sonnabend vor Indien ^akathistisches Fest, wobei dieser Gesang die ganze -Nacht hindurch stehend gesungen wurde. z s

Akatholiken (v. Gr.), Nicht-Katholiken, für ! .die Römisch-katholische Kirche alle nicht zu derselbe»gehörigen christlichen Parteien. Die neueren Ge- ssetzacbunaen haben diese Benennung für die Pro- ^ !testanten ab^cschafft. ; ^

Akazgaglft, Äkazgin, eine auf der Küste von ! sWAfrika wachsende, noch nicht näher bestimmte l

Pflanze, unter dein einheimischen Namen Äkazga,Boundn, Jkaja bekannt; enthält in ihrer Rinde das ,A., eine weiße, nur schwierig aus alkoholischer Lösung . !krystallisirende, bitter schmeckende Substanz, welche .

mit Alkohol ansgezogen wird. Das A. ist nicht . .flüchtig, sondern zersetzt sich beim Schmelzen. Es I >ist in Wasser fast unlöslich, löst sich leicht in swässerigem Weingeist und Äther, in Chloroform, ^ ,Benzol u. Schwefelkohlenstoff, während absoluter ! ,Alkohol u. Äther es schwierig anflösen. Die Lös- ,nngen reagiren alkalisch. Mit Säuren bildet dasA. Salze. In seinem Verhalten zeigt es einige ,Ähnlichkeit mit Strychnin, dem es auch in seinen , ,

sehr giftigen Wirkungen nahe steht. 0^^ § ge- ,nüqen, um ein Kaninchen zu tödtcn. . (

Akazie, 1) die Pflanzengatt. Xeaeia. 2) No- , ^ jbinie, weißblühende A. (unechte A., Heuschrecken- >

bäum, Loliiuig. kasuäaeaeia 1^.), ein ursprüng- ; ,

sich in NAmerika heiniischer, in Deutschland jetzt j ^allgemein angepflanzter Baum aus der Familie ! ^der Papilionaceen (XVII. 6). Derselbe wird im! >

gemeinen Leben fälschlich A. statt Robinie genannt; ^ iist im 40. Jahre 12—20 m hoch, H m dick und >im 80.—100. Jahre ausgewachsen; wächst gern ,kurzschäftig und spannrückig, nur im geschlossenen , ^Stande gerade; Rinde jung branngrlln, an altenStämmen grau u. aufgerissen; Blätter ungleich ! '

gefiedert, urit zu pfriemförmigen Dornen uinge- ^statteten Nebenblättern; Wurzeln tief gehend u. sich ;weit ausbreitcnd; weiße, wohlriechende Schmetter-lingsblüthcn in reichblüthigen, locker Hangenden ^Trauben. Die in braunen Hülsen cingeschlossenennierenförmigcn Sauren reifen im October. Man >säet sie Ende April ans gutes Land u. bedeckt sie1 em hoch mit Erde; sicherer ist die Pflanzungvon im Saatbecte angezogenen, auch verschütten,sowie Stummelpflanzen; auch durch Schößlinge,welche die A. viel, besonders nach dem Axthiebetreibt, kann dieselbe fortgepflanzt werden, dochmnß sie sehr vorsichtig versetzt n. vor den Hasen