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Akcnside —
Akenside Mark, engl. Dichter und Arzt, geb.1). Novbr. 1721 zu Newcastle-upou-Tyne, Sohneines Fleischers; sollte nach dem Wunsche seinesVaters, der zu den Dissenters gehörte, Geistlicherwerden, vertauschte aber bald das Studium derTheologie mit dem der Meinem, zuerst in Edin-burgh, sodanu in Leyden, wo er den Doctorgraderwarb. Hier schrieb er auch, erst 23 Jahre alt,lein Lehrgedicht: 'Isiv INsasuros ok ImaZinatiou,welches 1744 in London erschien u. ihn schnellberühmt machte, auch bald ins Französische undItalienische übersetzt wurde. Ein Jahr später gaber einen Band Oden heraus, welche jedoch dieErwartungen nicht ganz befriedigten. Nachdemer einige Jahre in Northampton u. in Hampsteedprakticirt hatte, ließ er sich 1749 in London nie-der, wo er „1754 Mitglied des Königlichen Colle-giums der Ärzte, 1759 Assistenzarzt am Thomas-hospital und 1761 Leibarzt der Königin wurde.Schon 1757 hatte er angefangen, sein berühm-tes Gedicht umzuarbeiten; aber noch kurz vorder Vollendung raffte ihn ein bösartiges Fieberam 23. Juni 1770 im 49. Jahre seines Lebensdahin. A. hatte von der Neugestaltung seinesGedichtes viel für seinen Dichterruhm erwartet.Die Nachwelt aber hat anders genrtheilt, dennwährend die ?Ieasnros ob Imagination in ihrerersten Gestalt wegen der Tiefe der Gedanken, derSchönheit der Schilderungen u. des Glanzes derDiction von den Engländern mit Recht zu ihrenklassischen' Dichtungen gerechnet werden und selbstheute noch wenig von ihrer Anziehungskraft ver-loren haben, wird die zweite Bearbeitung, diewenige Jahre nach des Dichters Tode erschien,kaum noch gelesen. Von A-s Oden, die im All-gemeinen seinem größeren Gedichte nicht gleich-kommen, hat sich nur der wahrhaft elastische ilz-rrwto tsis üaiaäs bis heute in gerechtem Ansehenerhalten. A. ist auch Verfasser mehrerer zu ihrerZeit geschätzten medicinischen Schriften, unter wel-chen der Lommeutarins <1o Dz seutorta, 1764, be-sonders hcrvorgehobcn wird. Seine poetischenWerke wurden zuerst von seinem Freunde Dycon,Lond. 1772, hcrausgcgcben und sind seitdem sehroft gedruckt worden. Unter den neuesten Ausgabenist die beste n. vollständigste die von A. Dyce fürdie ^läius liickitiou cck tds Driiwli t?osts besorgte,mit ausführlicher Lebensbeschreibung, Lond. 1857.Vgl. auch Bucke, I-ilo, >Vritings auä (louins obtl., Lond. 1832.
Akephalen (v. griech: atcspsialoi, d. i. Kopf-lose), Mißgeburten mit Mangel des Kopfes (vgl.d. Art. Mißgeburt.); s. Acephalen.
Akephalic (v. Gr.), Zustand einer Mißgeburt,bei welcher der Kopf ganz oder theilweise mangelt;solche Mißgeburt heißt Akep Halos. Dis A. ent-steht in der Regel durch behinderte Bildung desGehirnes u. seiner Umhüllungen während der erstenZeit der Schwangerschaft, oder durch Erkrankungu. Entartung des schon entwickelten (s. Monstrum).
ü>ceptmlol<>stos (Äcephalocysten), die steril ge-bliebenen Echinococcusblasen, in denen sich keineBrutkapseln entwickelt haben (s. Bandwürmer).
Akesines (Akesinos, a. Geogr.), schiffbarerNebenfluß des Indus, nahm den HyLaspes, Hyaro-tis u. Hyphasis auf; jetzt Tschinab.
- Ak-Koinlu.
Akhissa (d. i. weißes Schloß), 1) Stadt imtürk. Bilajet Atdin, Klcinasien; Seiden-, Baum-wollen-, Mohn- und Getreidebau, Marmorbrüche'8000 Ew.; A. hieß im Alterthum Thyatira. HierSieg des Kaisers Valens über den Usurpator Pro-copius 366, u. 1425 Sieg Mnrads II. über denFürsten von Atdin. 2) (Kroja) Stadt in dereuropäischen Türkei, in Albanien, Ejalet Skntariin bergiger Gegend; östl. vom Adriatischen Meere'mit verfallener Citadelle; 3000 Ew. Kroias, einalter Ort JllyrienS, wurde 1338 von Karl ThopieHerrn v. Skntari, wieder befestigt. Johann KastriotlyFürst von Albanien, erhielt gegen Ende des 14 ,Jahrh. Gebiet u. Stadt A. 1443 hier Sieg sei-nes Sohnes Skandcrbeg über die Türken u. seit-dem dessen Residenz. Zweimal (1466 u. 1477 )von den Türken belagert, aber jedesmal entsetzt'erst 1478 wurde cs von den Türken erobert undnun A. oder Akserai genannt.
Aklilnt, s. Mat.
Akhmin (Akhmyn), St. in Oberägypten amNil; Schifffahrt, Töpferei und Seidenweberei;16,000 Ew.
Aktba, Ben Joseph (Barakiba), jüdischerRabbiner im 1 . u. 2. Jahrh., Schüler des jün-geren Gamaliel; Hanptautorität in Talmud undKabbala. Er betheiligte sich an dem Aufstandedes Bar Kochba u. ward 135 u. Ehr. von denRömern hingerichtct.
Slkis, s. Acis.
Akiurstie (v. Gr., Akinrgik), die Lehre von denblutigen Operationen, nicht zu verwechseln mitder Instrumenten- u. Verbandslehre, welche einenTheil der Heilmittellehre ausmacht. Vgl. E. Bla-sius, Handbuch der Akiurgie, 2. Anfl., 3 Bde. in4 Theilen, Halle 1839—43, u. Lehrbuch der A.,2. Anfl., Halle 1846; F. Ravoth, Grnndr. derAkiurgie, 2. Anfl., Leipz. 1868.
Akjcrnmn (Akkerman), 1) Kr. der südrussischenPro». Bessarabien, von dem aber ein Theil 1856mit Ismail, Belgrad und anderen Orten an dieMoldau abgetreten wurde; reich an Salz; hatmehrere deutsche Colonieu; führte früher mit demKreise Bender den gemeinschaftlichen Namen Bnd-schek. 2) St. in Bessarabien, an der Mündung de!Dniestr ins Schwarze Meer; Hafen, Werft, Han-del, festes Schloß, 5 Kirchen, mehrere Moscheen,Synagoge, öffentliche Bäder, Fischerei (Kaviarbe-reituug), Messe; 29,609 Ew., Armenier, Moldauer,Juden. A. ist das alte Tyras, eine milesischeColonie; während der Völkerwanderung größten-theils verwüstet, ward es später von den Genuesenwieder aufgebant u. gerieth 1484 bei der Vertreib-ung derselben in der Türken Hände. 1789 vonden mit Rußland verbündeten Österreichern unterLaudon erobert. Fiel 1812 im Frieden von Bu-karest an Rußland. Hier am 6. Oct. 1826 unterVermittelung Englands Conferenzen russischer undtürkischer Bevollmächtigter, für Rußland günstigerErgänzungsvertrag zum Bukarester Frieden von1812; s. u. Türkisches Reich.
Slkka, s. Akre.
Ak-Koinlu (d. h. vom weißen Schöps), Nameeiner Turkmanen-Dynastie, deren sechster FürstHassan Beg (Ussumcassan?) 1478 der anderenTurkmanen-Dynastie Kara-Koinlu (vom schwarzen