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Afrika (Einwohner).
Aasblnmen, Lilien, Schwertlilien ».Immortellensind die verbreitetsten Gewächse. Bemerkenswert!)ist noch das Palmietschilf (Urioninm), ein Binscn-gewächs, dessen Stengel so dicht gedrängt sind,daß sie den Laus der Flüsse verlangsamen undaufhalten. Zum Ackerbau ist das Gebiet weniggeeignet und daher ans Viehzucht angewiesen.Wandgräber u. Bläßmoll, Erdwolf u. eigenartigeVögel, darunter der Pinguin, vor Allem aberder Reichthnm an Käfern, namentlich größerenCicindclinen, sowie anderseits das Fehlen man-cher größeren Katzen, Wiederkäuer ». Dickhäutercharakterisiren das Capland als besonderes Reich.Dasselbe zeigt mehr Verwandtschaft mit Ober-ägypten, als mit dem ihm näher gelegenen Sene-gambien. — Die Insel Madagascar, durch-zogen von hohen granitischen Gebirgsketten, welche-sich nach beiden Seiten zu einer sumpfigen odermit Lagunen erfüllten ungesunden Küstenmedernngabflachen, besitzt eine siebenmonatliche Regenzeit.Daher ist der größte Thcil von Tropcnwäldernbedeckt, an welche sich im Innern hochgelegene Sa-vannen anschließen. Nur der S. zeigt eine dürftigeVegetation dorniger Gewächse. Hier der Baum derReisenden (Uavsuala), einPisang, dessen fächerartigangeordnete Blätter an ihrem Ansatzpunkte zueiner geräumigen Hohle vertieft sind, womit sieWasser auffangen und zurückhaltcn, so daß sie, an-gestochcn einer Quelle vergleichbar, erfrischendenTrank spenden. Dazu gesellen sich die wasserbc-wohnenden Ouvirandra, deren Blätter fast nurans einen: spitzenartig durchbrochenen Adernctzebestehen, sowie Baumorchideen mit riesigen Blüthcn,Farrenbänme, sehr dichte Lianen, Heidekräuter,Bambus, Nepenthes und einige Palmen. DieFlora der Mascarenen ist der madagassischenverwandt) die der Seychellen durch die Sen-Kokospalme (Uockoieoa) ausgezeichnet. Hier, na-mentlich auf Madagascar, ist das Reich der Halb-affen, wogegen eigentliche Affen fehlen. Von denfliegenden Hunden geht der eine bis S-A., derandere bis Ostindien. Die Fledermäuse (Vampyr)sind die des Festlandes. Von Jnsectcnfressernsind eigenthnmlich die Borstenigel mit dem Tan-reck. Die Vögel und Jnsecten gehören thcilsafrikanischen, theils indischen, erstere selbst austra-lischen Formen an.
6-. Einwohner. In der Neuzeit werden dieBewohner A-s (afrik. Gruppe) getheilt in: Hotten-totten n. Buschmänner; in Neger; in die Hamitenn. Semiten. Die Hottentotten, deren holländischerName Stotterer bedeutet, während sie sich selbstKoikoin (d. h. die Menschen) nennen, n. die Busch-männer (Bosjcsman), über deren Namensursprungnoch Dunkelheit herrscht, bilden zusammen eineMenschenracc, die, in Horden verstreut, im Caplandcnördl.n.südl. vom Oranje wohnt. Sie sind von ocker-gelber Farbe, haben büschelförmigen Haarwuchs,kleine Statur, einen längeren Kopf, als die Neger,hervortrctende Stirn, stark platt gedrückte Nase,dicke, vortretende Lippen und stark hervorsprin-gende Backenknochen. Die Weiber beider Abtheil-ungen zeichnen sich durch die Eigcnthümlichkeitaus, daß die Fettlager des Gesäßes polstcr-nrtig vorspringen. Die Größe der Buschmännerist beträchtlich geringer, als die der Koikoin, indeß
schildert man die Horde westl. vom Ngamisee alsstattlicher. — Tie Neger wohnen vom S-Randeder Sahara an bis zu dem Gebiete der Hotten-totten u. Buschmänner, vom Atlantischen bis zumIndischen Lcean; bei den meisten ist der Schädelhoch u. schmal, dazu gesellt sich häufig ein Vvr-trcten des Oberkiefers und eine schiefe Stellungder Zähne; die Hautfarbe durchläuft alle Nüan-cen von Ebcnholzschwärze bis zur Hellen Mu-lattcnfarbe; Barth hat sogar kupferrothe Neger-in Marghi gesehen. Nicht alle haben wulstigeLippen, und die Nase ist bei manchen Stämmenzngespitzt, gerade, oder gebogen. Das Haar istschwarz, im Alter weiß, doch gibt es Neger mitrothem Haarwuchse. Eine eigene Abthcilung derNeger bilden die Bantu- oder Kaffervölker inSüdafrika, zwischen den Hottentotten und demSudan. Sie umfassen die Mozambique-, Angola-,Bcnguela-, Kongo- u. a. Stämme. Unter dennördlichen Negerstämmen, im Sudan, sind dieFulbe, Songhay, Hansa die herrschenden Stämmeim W. Östlich, von 11° n. Breite an gegenS. hin finden wir die Schilluk, die Nuehr, dieDinka, weiter westl. von diesen die Luol: (Dsclmr),die Bango (Dohr) und die Sendah (Njamnjam)süber sämmtliche Stämme hat Schweinfurth be-richtet. Derselbe Reisende hat auch die Monbuttnam Nelle kennen gelernt, die er auf 1 MillionKöpfe schätzt. Südl. von dein Monbuttn fand erdie Acka (s. d.), etwa zwischen 1° und 2° n. Br.Die Dinka und Schilluk haben in ihrer physischenEigenschaft völlige Ähnlichkeit mit den Fundjnegernan: Blauen Nil, die man als eigene Race vonden Negern absondernwollte, u. zwar als nubischeRace; aber der Name ist ein unpassender, dennNuba heißen die Bewohner gebirgiger u. ebenerGcgcnden in Kordofan, die in allen ihren Merk-malen mit den Fundj übereinstimmen. Westlichvon der Libyschen Wüste sitzen die Teda, Tebuoder Tibbu, welche Nachtigal gründlich kennenlernte u. nichts Ncgerartiges in ihren Gcsichts-zügcn fand, und welche Peschel dem Stamme derHamiten beizählt. — Die Hamiten nehmen ganzN-A. bis zum Sudan und die Küstenländer vonO-A. nördl. vom Äquator ein. Dieser Stammgliedert sich, abgesehen von vielen anderen vor-handenen Völkern, besonders semitischen u. euro-päischen Ursprunges, in 3 Hauptzwcige: Berber,Altägyptcr u. Ostafrikancr. Die Berbern, welchesich in Marokko Masig nennen, haben sich ausdem flachen Lande in voller Reinheit erhalten;man rechnet zu ihnen die Senhadscha derwestl. Sahara, die Azanagnen der Portugiesen,dann die das Mittelgcbict der Sahara bewohnen-den Tuareg (Tuarek) oder Jmoschagh, wie sie sichselbst ncuueii, die den bedeutendsten und ausge-breitctsten Stamm ausmachcn, und deren Sprachedas Ta-Maschcg (Mazikcnsprache) heißt. Zu denBerbern gehören auch die Kabylen in Algerien,die Suawua (Sauan) in Tunis, die Bewohner derJupiter-Ammons-Oase(Garamautendera. Geogr.),endlich die oben angegebenen Tida oder Tibbn. Vonden Altägyptern haben sich die Kopten u. in gewisscrBeziehnug die Fcllah erhalten. Ten ostafrikanischcnHamiten zählt man die Bewohner der nubiichen Nil-länder bei, die sich Beräbra (also anchBerüer)nennen;