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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Afrika (Flora u. Fauna).

bedeckten Wüsten des Arcg, die Thälichlnchten oderWadis u. die Oasen. Die Hammaba besitzt nuran einigen Orten spärliche dorntragende oderblattlose Sträuchcr, zuweilen auch Salzpflanzen.DerAreg trägt mitunter Gräser; der übrige spär-liche Pflanzcnwuchs, Fcttpflanzen, Zwiebelge-wächse re., flüchtet sich in die Wadis u. in dieOasen nnt ihren Dattelwäldcrn. Die Dattel-palme ist der einzige Baum, welcher in der Sa-hara seine ursprüngliche u. unbestrittene Heimathhat; die übrigen Baume, sowie zahlreiche andereGewächse sind von auswärts eingcmnndert odervon Menschen verbreitet. Ägypten schließt sich,eine große, dem Nil ihr Dasein verdankendeOase, der Sahara an. Tie geringe Zahl vonThiercn findet sich fast nur in den Oasen: Vam-pyre, einige Katzen, Hyänen, Schakale, Füchse,Antilopen, der Büffel, mehrere Ratten u. Mäuse,dazu Springhasen u. Rennmäuse, sowie das weitverbreitete Stachelschwein, 2 Igel n. der Mittcl-meerhase. Das von den Ptolemäern in A. cingc-sührte einhöckerige Kamel, der Dromedar, isthier Hausthier. Von Vögeln sind namentlichder Strauß, Marabut, dann Stcppenhühner,Geier, Falken u. Raben, in den Palmenhaincnauch Sperlinge u. wilde Tauben vorhanden. VonReptilien Warneidechscn, Skinke und Agamcn.Giftige Vipern sind zahlreich (sowie die Klcopatra-fchlange, Xaja Imse, in Ägypten), ebenso Skor-pione u. Spinnen; Ameisen und Schwarzkäfcr,dann auch Heuschrecken und in den Oasen Mos-qnitos. In den Wasserpfühlen finden sich Stich-linge; die Fische des Nil sind ein Gemisch voneuropäischen n. tropischen Formen; unter letzterensind charakteristisch die Nilhcchte (LIormMäa),Flösselstörc (koFpisrns); dazu der Zitterwels.Bis zum Nil, selbst Scnegambien dringt invWinter eine Reihe unserer Zugvögel vor. DasSndangcbict, d. h. Mittel-A. von 20° n. Br.bis 20° s. Br., erfreut sich im Allgemeinennur dann belebender Regengüsse, wenn die Sonnesenkrecht ihre Strahlen zur Erde sendet, währendes sonst von trockenen Passatwindcn beherrschtwird. Dadurch ist dem Pflanzcnlebcn nur eineperiodische Entwickelung gestattet u. der vorherr-schende Savannencharakter bestimmt. ReichlicherThau u. schroffe Temperatnrwcchsel tragen dazubei, das Klima des Gebietes zu einem für Ein-wanderer höchst ungesunden zu machen, so daßdie Thier- und Pflanzenwelt ihr ursprünglichesGepräge behaupten konnte. Charakteristisch istdie reiche Entwickelung von oft 0 bis 7 m hohenGräsern; eigenthümlich sind die riesigen Stämmedes Baobab, sowie die gewaltigen Blätter desEnsetc-Pisang. Von hervorragender Bedeutungsind Tamarinde, Sykomore, Palme (namentlichdie Dhnm- oder Dompälme u. die Ölpalme, lAäts),sonne die fleischigen n. giftigen Euphorbienbänme.Allgemein verbreitet sind Akazien u. Dornsträu-cher. An der atlantischen Küste zwischen dem20. Gr u. 29. Gr. s. Br. erstreckt sich bis etwa zum31. Gr. ö. L. von Greenwich die Kalahari, einwasscrloses Gebiet, ein Mittelding zwischen Wüste,Savanne u. Gcsträuchsteppc, ohne Oasen mit seß-hafter Bevölkerung, nur von hcrumschweifendenNomaden bewohnt. Eigenthümlich ist die sonder-

bare Welwitschia: Dornsträuchcr und Akazien,welche fast jede freie Bewegung hemmen; zahl-reiche Zwiebel- u. Knollengewächse, Gräser, sowiedie südafrikanische Wassermelone nehmen eine her-vorragende Stelle in der armen Flora ein. Pal-men fehlen. Der ungeheure vom Sudangebieteund der Kalahari eingenommene Raum zerfälltseiner Länge nach in 2 allmählich in einanderübergehende Thicrreiche, in West-A. u. das öst-liche Hoch-A. Wcst-A. ist das Reich der schmal-nasigcn Affen u. der Termiten. Gorilla, Schim-panse, Mandrill, 17 Meerkatzen, 0 Stummelasfenhaben hier ihr Gebiet; die großen NaubthicreLöwe, gefleckte Hyäne, Hyäncnhnnd u. a. hat csmit Hoch-A. gemein. Schnppcnthiere und Erd-schweine erscheinen; viele Antilopen, darunter inder Kalahari Hartebccst, Gnu u. Springbock; einwilder Ochs, das Moschusthier; Elefant, Nas-horn u. Flußpferd; Meernaide (illaimtns) leben,in den großen Flüssen. Von Vögeln u. n. derMarabu; viele Vögel, welche in Ost- u. Süd-A.Vorkommen, fehlen. Reptilien (Chamäleon) undFische wenig bekannt, letztere scheinen den Nil-fischcn sich zu nähern; im Schlamme Lnngenfische;im Senegal ein Sngehai. Von Jnsccten sindbemcrkcnswerth die zahlreichen Termiten u. dieGoliathkäfer. In Hoch-A. herrschen Wieder-käuer n. Dickhäuter. Vor Allem erscheinen dieGiraffe, der kasfrische Büffel, dann zahlreiche An-tilopen, welche letztere in oft gewaltigen Heerdcwans den baumlosen Flächen weiden; nach S. zunimmt ihr Vorkommen aber rasch ab. GestreifteEguida (Zebra, Quagga, Tigcrpfcrd) ersetzen diePferde der hochasiatischen Steppen. Nagethicre(zumal Hasen, auch der Springhase) sind zahl-reich, aber Eichhörnchen fehlen. Hierzu gesellensich Nashörner, Elefanten, Flußpferde. DieVögel sind zahlreich: mindestens 300 Arten Sper-lingsvögel, Webervögel, Fliegenschnäpper u. Wür-ger; dazu Strauß, Perlhuhn, Madenhacker, Pisang-fresser, Kukuke; unter den Raubvögeln dcrSccre-tär. Schlangen sind zahlreich. Fische wie inWcst-A. Zahlreich erscheinen Heuschrecken undFangschrecken (Llantickas), sie sind häufig Land-plage, ebenso wie die mehr östlich (z. B. amZambesi) austrctcnde Tse-Tsc-Fliege. Von Land-schnecken namentlich Vielfraß- (Ilnlimns), Achat-(4.oliatina) und große Schnirkelschneckcn (Holix). Das Capland ist ein Terrasscnland u. dem-entsprechend die Capflora verschieden, je nach derErhebung über den Meeresspiegel. Die höchsteTerrasse, das Roggefeld, ist zuweilen völlig kahlu. sonst nur von kleinem Compositcngestrüpp be-deckt. Die mittlere Terrasse, die Karroo-Ebene,ist ebenfalls von einer einförmigen Stcppenvcge-tation bekleidet; der zu den Compositen gehörendeRhinocerosbusch bekleidet die weitesten Strecken,nur im August kleidet sie sich für wenige Wochenin ein üppiges Grün n. entfaltet zahllose Blu-men (Conlpositcn, Liliengewächse, Mcsembryanthe-meen). Von da abwärts zur Küste bestimmt im-mergrüne Gebüschvegctation, das Buschland, diePhysiognomie der Landschaft. Hier ist vielleichtdie an Pflanzenarten reichste Stelle der Erde,namentlich aber das Paradies der Blumen; Haide-flrautgewächse, Proteaceen, Wolssmilchgewächse,