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Afrika (Entdeckungsgoschichte).
sen sich auf Tripolis u. Tunis, Algier u. Marokkoerstreckten. Ost-A.: Die Küstenländer füdl.
von Abessinien sind erst seit 20 Jahren sorg-fältigeren Forschungen unterzogen worden. DieMissionäre Krapf und Rebman besuchten bis1854 von Mombosa aus diese Küsten, sowie dieLänder der Uhambani n. Usambala, u. suchten dieSchneegebirge zu erreichen; Capitän Short be-fuhr 1849 den Dschulu u. entdeckte in der Nähedes Äquators Schneegipfel. Außerdem veran-staltete besonders die Britisch-Ostindische Com-pagnie Untersuchungen an diesen Küsten. Ander OKüste, süvl. vom Äquator, besonders imLande der Kasfern, stellten Missionäre die aus-gedehntesten Untersuchungen an. Das wichtigsteneue, Ost-A. betreffende Unternehmen bildeten diezwei Expcditionendcs Barons K. Klaus v. d. Decken1859—65, wobei der höchste Berg A-s, der Ki-lima Ndscharo, wiederholt bestiegen wurde. Aufder zweiten Reise wurde v. d. Decken mit vielenseiner Begleiter ermordet. Dieselben Gegendenbesuchte 1866 — 70 wiederholt Rich. Brenner,einer der wenigen Geretteten aus der v. d. Decken-schen Expedition. Auch Albrccht Roscher ausHamburg gehört zu den Reisenden, die in OAfrikaihr Leben verloren (1860). Endlich ist zu nennenTh. Kinzelbach, der im Somali-Lande 1868 derWissenschaft zum Opfer fiel. — Süd-A.: Seitdem Jahre 1833 durchstreiften englische Missionäredas Betschuanenlaud. Eine englische Gesellschaftsandte 1834 unter Smith eine Gesellschaft zur Er-forschung des Innern aus, die jedoch nur bis zumWendekreise in der Kalahariwüste Vordringenkonnte. Bon 1836 an drangen auch französische
durchreiste Ed. Mohr in Begleitung des Berg-ingenieurs Ad. Hübner. Für die Erforschungdes vstl. Theils von Süd-A. war Livingstone,den die englische Regierung 1858 wieder nach A.znrückgcsandt hatte, unausgesetzt weiter thätig.Er unternahm 1858—59 eine Reise einerseitsden Zambesistrom hinaus, anderseits dem Schirkfolgend nach dem Schirwa-Sce. In demselbenJahre entdeckte er den nördl. davon liegendenNyassa-See, bewirkte 1860—61 die Aufnahmedes mittleren Zambesilaufes u. erforschte 1861bis 1862 die westlichen Ufer des Nyassa-Secs.Nachdem er in der Zwischenzeit Europa wieder-holt besucht, trat er 1866 von Mikindany Bai(Romuva-Mündung) seine große Reise nach demnördlichen Central-A. zur Erforschung des Quellgc-bictcs des Nil an. Diese Reise führte zunächstzur Entdeckung der Seen Liemba, Bangweolo u.Moero südwestl. vom Tanganjika-See, erlitt abernach der Ankunft Livingstones in lldschidschi amöstlichen Ufer dieses Sees, Mai 1869, Unter-brechungen. Der kühne Reisende war mehrereZahrs verschollen, bis es dem Amerikaner Stan-ley Nov. 1871 glückte, ihn wieder aufzufindenu. ihm neue Mittel zur Wiederaufnahme seinerForschungen zu bieten, die er dann in Gemein-schaft mit Stanley in westlicher Richtung fort-sctzte. Letzterer zog im März 1872 mit Briefenvon Livingstone wieder heimwärts, während Jenerwieder nach dem Innern anfürach, uni seinForschungswerk weiter fortzusetzen. Auf dieserRoute erlag er 4. Mai 1873 der chronischenRuhr in Muibala jcnscit des Liemba-Sees imLande Bisa. Ende Scpt. 1874 wandte sich Stan-
Missionäre längs des Calcdonslnsses in das Bet-,ley von Neuem der Erforschung dieser Gegendenschuanenland ein; Capitän Alexander bereiste 1836! zu u. beschäftigte sich mit der Bestimmung des
Großnamaqua ü. das Land der Buschmänner.Weiter nach N. drang in das Innere vor: Me-
südwestl. von Unyayembe entspringenden, südl.von Zanzibar sich ins Meer ergießenden Nnfidschi,
Ihnen. Die wesentlichsten Resultate in Erforschung den er bis Jumbe befuhr u. in dem er eine schiff-des Innern aber wurden erreicht durch Living-! bare Wasserstraße nach dem Innern gefunden hat.stone, der von Kolobeng ans 1849 den Ngami-!Nach seiner Rückkehr schickte er sich zu einerSee erreichte, 1850—52 noch dreimal dahin zu-j Expedition in das Binnenland jenseit des Tan-rückkchrte, den Liambycstrom (Zambesi) entdeckte; ganjika-Sees an. Zu erwähnen ist schließlichn. nordwärts an demselben bis 114" s. Br. ans-mach die Bereisung der Insel Madagaskarwärts ging. Bon hier aus zog er quer durch durch den Franzosen Alfr. Grandidier. — Zurdie WHälste Süd-A-s n. erreichte 1854 Loanda,;Kenntnis; der Westküste A-s, zwischen demvon wo aus er eine 5. Reise nach dem Innern!Äquator und 20" südlicher Br., haben beson-unternahm u. im Dec. 1856 nach Europa zurück-^ders die Portugiesen Forschungen angestellt,kehrte. Nachfolger Livingstones in diesen Län- l doch haben auch einzelne Reisende jene Gegendendern waren: Galton, Anderson, Campbell n. A., besucht. Tie Missionäre Frecman n. ChapmanÄrabische Handelsleute haben 1851 Süd-A. von siebten seit 1840 unter den Aschanti, Walker un-Zanzibar nach Bengnela mitten durchzogen u. sollen tcr den Snsu und Ballam; Forbcs und Norrisden bisher noch von keinem Europäer erreichten! seit 1840 im Dahomehlande; Kölle kehrte 1854See Nyassa überschritten haben. Gassiot ging jaus Sicrra-Leona zurück n. gab seine Samm-1851 von Port Natal aus, passirte den Elefanten-llungen über mehr als 100 Sprachen dieser Län-fluß in seinem oberen Laufe u. drang bis an den der heraus. Aus Veranlassung des französischennördlichsten Theil des Limpopo im Betschuancn- Gouverneurs am Senegal, Bauet, ging eine Ex-lande vor. Unter den Reisenden, welche neuer-spcdinon 1848 zur Erforschung der goldreichcndings den östl. Theil Süd-A-s erforschten, sind!Lünder Bondu n. Bambnk n. des Falöme, deszu nennen: Gust. Fritsch u. Karl Manch. Elfterer! westlichsten großen Ouellstromcs vom Senegal,bereiste 1864—66 den Oranje Rijver Freistaat, ab, von deren europäischen Begleitern jedoch nurwährend der zweite der Transvaal-Republik u.sRasfcnel das Ende der Reise erlebte; dessen lin-den Landschaften zwischen dem Limpopo u. Zam-! tcrnehmcn 1846 u. 47, über Bondu u. Bambnkbesi seine Forschungen znwandte, deren Ergebniß j den oberen Nigerlanf bei Sego zu erreichen,n. a. die Entdeckung von Goldfeldern u. groß-!scheiterte an dem Widerstande der afrikanischenartigen Nuinenstädten war. Dieselben Gegenden, Häuptlinge, u. er konnte nur bis Sansandi vor-