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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Afrika (Entdcckungsgcschichtc).

dringen. Sein Reisegefährte Panet wurde vom! sich wieder, Nichardson war unterwegs gestorben,französischen Marineministerium zur Erforschung Overweg blieb in Kuka und erforschte von hiereines Karawanenweges vom Senegal nach Tim- ans den Tschadsee, während Barth sich nach Ada-buktu ausgesendet. Boilad bereiste ebenfalls dieffnaua wandte und die zwei großen QnellströmeLänder am Senegal u. Hecquard von 1860 au des Tschadda, den Benne n. Faro, kurz vor ihrerzweimal die Länder am oberen Niger, drang in! Vereinigung entdeckte. Gemeinschaftlich mit Over-Fnta-Dschiallon ein und fand die Quellen von 4!w->g unternahm er sodann eine Reise nach KanemHanptströmen WA-s, des Schwarzen Senegal, u. nach dom Reiche Mnsgo im S. Knkas. .Hier-Faleme, Gambia u. Rio-Grande nur wenige Tage-lauf besuchte Barth Bagirmi, im SO. des Tschad,reisen von Tinibo nahe bei einander. Zur Er-! in dessen Hauptstadt Masena er sich längere Zeitforschung des Niger (Dscholiba, Jssa oder Ma-! wissenschaftlich beschäftigte. Overwcg unternahmjoballeo), welcher als die Lebensader des centra- inzwischen eine Reise nach dem Lande Bvichi n.len NA-s zu betrachten ist, sind mehrfach Expe- ! dein Gebiete des westlichen Zuflusses vom Tschadditionen zu Schiff den Niger aufwärts unter-!u. st. am 27. Sept. 1852 bei Maduari am Tschad,nommen worden. 1844 gelangte der Capitän Seine Tagebücher gab Pctermann nebst einer

Bccroft bis unterhalb Bnssa, wo Mungo Parksein Leben verloren hatte. Auf Betrieb ÄugPetermanns u. mit Genehmigung der britischen

großen Karte von Afrika (Lond. 1854) heraus.Barth wandte sich nun von Kuka nach W., reisteüber Kano n. Katschna nach Sokoto, der Haupt-

Regierung wurde 1854 der Schraubendanipfcr stadt des Fellatareichcs, n. langte am 7. Sept.Plejadc zur abermaligen Befahrung des Niger! 1853 zu Timbnktn an, wo er 10 Monate langund Tschadda abgesendet. Das Schiff gelangte, verweilte. Auf dem Rückwege von Timbnktnauf dem Tschadda bis unweit Jola, der Haupt-!erforschte er den bisher noch gänzlich nnbekann-stadt Adamauas, in gerader Linie 6400 ü:u vomtcn Theil des Ouorralaufcs von Timbnitn bisder Nnnmündnng entfernt, 3300 üm weiter, als! Sah u. kehrte im Sept. 1855 nach Europa zn-je ein europäisches Schiff ins Innere A-s vor-!rück. k8 3 hatte auch Vogel aus Leipzig übergedrungen war. Von der Schiffsmannschaft, 66! Tripolis, Murzuk u. Bilma eine Reise nach Kukaan der Zahl, starb auch nicht Einer, obgleich der > unternommen. Er besuchte den Tschads« und be-Aufenthalt ans den Fllissen Ili^Tage betrug. Bei! stimmte dessen Höhenverhältnisse, machte einen

der Erforschung der WHülfte Süd-A-s erwarbensich Verdienste: Anderstem, der 1867 seinen Todfand, der Missionär Hugo Hahn, Ladislaus Ma-gyar u. N. Ccntral-A.: Die interessantestenAusschlüsse über diese Gegend haben die deutschenReisenden Overwcg u. Barth 1850 u. Eduard Vogel

Ausflug nach S. in das Reich Mnsgo., durch-forschte die Länder wcstl. des Tschad, drang nachJakoba vor, wohin noch kein Europäer gekom-men war, u. ging im Dcc. 1855 nach Wadai,wo er im Febr. 1856 zu Wara auf Befehl deSSultans ermordet ward. Zur näheren Ersorsch-

1853 auf ihren Reisen nach dem Sudan gegeben, nng der Schicksale Vogels wurden 1862 zweiinsofern ans den astronomischen u. hypsometrischen! Expeditionen abgcsandt, von denen die erste schei-Mcssungcn Overwegs u. später Vogels hervor- tcrte, die zweite unter Karl Moritz v. Beurmannging, daß die Sahara keine monotone Ebene ist,! zwar in Kuka ankam, aber ebenfalls ihren Zweckdie, wie man bisher glaubte, unter den Meeres-! verfehlte, da Beurmann schon in den ersten Ta-spiegel hinabreiche, sondern eine Art Hochebene,!gen seines Vordringens nach Wadai ermordetin deren Bereich viele vereinzelte Bcrgzüge u. ward. Gerhard Rohlfs konnte auf seiner ReiseL.-,-------- ------- ^mch Horn Innern A-s 1865 ebenfalls nicht in

Wadai eindringen, weshalb er sich nach SW.wandte, einen Theil des BenuL (Niger) befuhr

Gipfel, zuweilen von bedeutender Höhe, aufstei-gen. Über Kordofan sind Aufschlüsse gewonnenworden durch Mehemed Alis Expedition nach demSudan 1838. Über Darfur u. Wadai geben dievon Jomard u. Perron bearbeiteten Reiseberichtedes Scheikh Mohammed Jbn Oniar el TunsyNachrichten; Brun-Rollet ging 1835 von Nubienaus auf dem Weißen Nil nach Kordofan u. Darfur,um wo möglich nach Wadai vorzudringcn; Barthhat bei seinem Ausfluge nach Bagirmi überW^dai werthvolle Nachrichten gesammelt; Knob-lccher drang auf dem Weißen Nil bis fast zum4" n. Br. vor. Renö Caille drang, als Musel-mann verkleidet, bis Timbnktn vor, von wo ernach 14tägigem Verweilen zurückkehrte. 1849sendete die britische Regierung unter Richardsoneine Expedition nach dem nördlichen Central-A.ab, der sich die deutschen Gelehrten Ovcrwegals Geolog u. Astronom u. Barth als Archäo-log, Sprachforscher u. Ethnograph anschlossen.Am 23. Mürz 1850 begann die Reise von Tri-polis über Murzuk durch die Sahara nachAhir u. Damergn, einer Stadt der Tuarik, wosich die Reisenden trennten (11. Jan. 1852);Overweg u. Barth trafen am 5. Mai in Kuka

u. dann, seine Reise zu Land fortsetzend, MilteMai 1867 bei Lagos den Atlantischen Oceanerreichte, von wo er nach Europa znrückkehrte.Die Holländerin Alexine Tinne fand auf ihrerExpedition nach Voran 1869 den Tod durchMeuchelmord. Im I. 1869 übcrbrachte G.Nachtigal dem Sultan von Voran Geschenke vomKönig von Preußen, führte dann bis Ende 1872seine 3. größere Entdeckungsreise nach Bagirmiu. den südl. angrenzenden Ländern ans n. unter-nahm nach seiner Rückkehr das von so vielenReisenden schon mit den: Leben bezahlte Wag-nis), in Wadai cinzudringen. Dies ist ihm ge-lungen, u. zwar weit über alle Erwartungen, die,ungeachtet die politischen Verhältnisse günstig stan-den, doch immer zurückhaltend sein mußten.Nachtigal hat nicht nur ungestraft den Bo-den von Wadai betreten, er hat das ganzeLand von W. nach O. durchkreuzt, istdurch Darfur nach dem Nil zurückgekehrtu. am 22. Nov. 1874 wohlbehalten wiederin Kairo eingetrofsen. Im 1.1872/3 bildete