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Afrika (Entdrckungsgcschichte).
im W. bis zu den Ufern des Senegal u. Gambia,im O. bis zur Küste Sofala n. Cap Coricntes,wo sie Colonicn anlegtcn (Sofala-Ntelinda, Mom-bas), welche die Portugiesen später noch vorfan-den. Die heutige Insel Zanzibar kannten dieAraber unter diesem Namen nicht, auch erstrecktesich ihr Wissen nicht weiter südwärts als bisSofala. Vgl. Edrisi, vssorixtion äs 1'Lkrignsst äs l'lüspagns, I'exts arabe . . . imblis . .pur Oü 2 / et äs 6osjs, Leyden 1866; Jbn-Adhäri, Histows äs 1'4.krigns et äe 1'üsxaxrno. . . padlis . . par II. ?. Dorz-, Leyden 1819bis öl, 2VoI.; Jbn-Khaldun, Atstvtrs Lss IZer-berss st äes äz-u astlos mnsnlmanss äs l'^krignossptsntrlonalo, L.1§sr 1851—56, 4VoI; Zl. Ra-busfon, Vs In AsoArapUis än Horä äs l'^kriguoponäant Iss parloäss romslnss et arabss, Par.1856—57. Die Kenntniß der WKüste A-s ver-dankt man den Portugiesen, auf Anregung desJnfanten Heinrich des' Seefahrers, denn unterJohann II. kani Bartholomäus Diaz (1487)über Ober- u. Nieder-Guinea bis Benguela n.zum Natalcap auf A-s SOKüstc. (I. E. Wap-päus, Untersuchungen über die geographischenEntdeckungen der Portugiesen unter Heinrich demSeefahrer, 1. Th., Gott. 1812.) Letzterer entdeckteauch das Cap der guten Hoffnung, jedoch geschahdie Weitcrfahrt an der OKüste erst 1197 durchVasco de Gama. Nun wurde diese besondersdurch Albnquerque untersucht u. Monomotapadurch Franz Barreto aufgesucht. 1510 schiffteStephan de Gama auf dem Arabischen Meer-busen nach Suez u. bereiste 1541 Abessinien,um die Quellen des Nil zu erkunden. Die Eng-länder untersuchten seit 1550 Guinea, 1566 be-suchte G. Fenuer die Capverdischcu Inseln, wieschon 1551 Thom. Windham eine Handelsfahrtnach Marokko gemacht hatte. (F. Knnstmann,Hieronymus Münzers Bericht über die Ent-deckung der Guinea, München 1855.) Das In-nere des Landes blieb aber verschlossen, u. selbstden von der in London 1788 gegründeten Afri-kanischen Gesellschaft ausgeschickten Reisendenglückte es nicht, die Hindernisse, welche dasKlima u. die Eingeborenen in den Weg legten,zu überwinden; Ledyard, Lncas, Houghton,Mungo Park, Horncmann und Röntgen fandendort ihren Tod. — In neuerer Zeit wurde A.nicht allein auf allen Seiten bereist, sondern mandrang im Sudan u. denAtlasländern weiter in dasInnere, besonders um den Lauf des Niger zu be-stimmen, Timbuktn zu erreichen, die Quellen desNil n. das Mondgebirge zu erforschen. In dasnordöstliche A. drang der Düne Lndw. Norden1766 bis an die Katarakte des Nil vor, ihmfolgte 1761 Karsten Niebuhr; 1771 suchte JamesBruce nach den Quellen des Nil. Später be-reisten Irwin n. Rooke, 1786 Voluey, 1796 derspäter „spurlos verschwundene Fricdr. Horncmannu. A. Ägypten u. das Innere. 1798—1800 ver-breitete die Expedition der„ Franzosen unter Bo-napartc neues Licht über Ägypten; 1802 bereisteder Brite Salt Ägypten u. Äbessinicn, n. Seetzen1805, später Bnrckhardt 1808—1817, Caillaudu. Belzoui n. A., Minutoli 1817—20, der auchnach Kordofan kam, Hemperich und Ehrenberg
1820—25, Prokesch-Osten 1829, Rüppcll 1817bis 18 u. 1823—25. Mehrere dieser Reisen wa-ren besonders für Kunst und Altcrthumswisscn-schaft wichtig. Von zahlreichen europäischen Rei-fenden wurden namentlich die Atlnsläuder, aberauch Seuegambicn u. Guinea besucht u. erforscht.Bedeutenderes erreichte die Expedition von Oud-ney, Denham n. Clapperton 1822; sie gelangtenämlich bis zum Tschad-See, sowie nach Bornu,Haussa und Bagirmi, wo Ondney dem Klimaerlag. Clapperton erlitt das nämliche Schicksalauf seiner 2. Reise >827. Einer seiner Dienerwar der spätere Reisende Richard Lander. Laiugdrang 1820—23 nach Timbuktn. Mungo Parkreiste 1795 n. 1805 — 6 nach dein Sudan, umden Lauf des Niger zu erforschen, wobei er sei-nen Tod fand. Der Franzose Moliicu kam 1818zu den Quellen des Senegal, Gambia und RioGrande u. zeigte so den Weg längs des Senegalaus dem Innern nach Fort Louis; Douville ging1828—30 durch Angola u. Benguela nach Congo;Caille kam (1828) von Scnegambien aus nachTimbuktn. Die neuesten Reisen der Briten seit1826, besonders die der Brüder Lander, vondenen Richard 1834 auf seiner 3. Forscherreiseumkam, haben es entschieden, daß der Niger(Joliba) südl. n. dann südwcstl. sich wendend alsQnorra in den Meerbusen von Benin mündet.Die Ostküste A-s war früher nur selten der Ge-genstand von Forschungen, denn erst v. Katte.ein Deutscher aus Preußen, unternahm es,von dieser Seite ans in das Innere cinzn-dringcn. Nach Will. White, der 1793 dieganze OKüste untersuchte, reisten nach NubienBnrckhardt (1813) und der Engländer Hoskins(1833). Abessinien war auch von Bruce (1768bis 78), dann von dem Deutschen Rüppell u. demSchweizer Gobat (1830—1832), später vonSchim-per, Kielmaycr, Vlumhardt besucht worden. DieReisenden dahin haben die Quellen des östlichenNilarms (Bahr el Azrak, Blauer Strom) imTzanasee gefunden Die Südspitze durchforschtenseit dem Ende des vor. Jahrh. zahlreiche hol-ländische, schwedische u. englische Reisende, derFranzose le Vaillant 1780 u. 1784. In dasInnere gingen außer Letzterem Lichtenstcin 1800bis 1805, Campbell 1819 ff. (nach Latakuh),Burchell, der eine 5jährige Reise vom Cap insInnere A-s machte.
In neuester Zeit wurde A. ein besonders regesInteresse zugcwendet in Folge der französischenFortschritte in Algerien, des Aufschwunges der eng-lischen Ansiedelungen im Caplande, des Gedeihensder fast in allen Thcilen A-s thätiaen Missions-anftalten, der Durchstechung der Landenge vonSuez, besonders aber in Folge der glänzendenResultate der neuesten Forschungsreisen in denBinnenländern dieses Erdthcils, wo die bishereinsamen Pfade der Reisenden sich schon gegen-seitig zu ergänzen anfangcn. Die Regierungenaller größeren Staaten Europas, namentlich aberauch die Geographischen Gesellschaften in London,.Paris, Berlin re., wetteifern, Mittel u. Gelegen-heit zu immer neuen Unternehmungen nach A.zu bieten, u. geographische Zeitschriften w. führendie jedesmaligen Erforschungen u. Entdeckungen