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Afrika (Entdeckungsgeschichte).
manuser. 4) Thierarzt aus dem 7. oder 8. Jahrh. Iu. Chr., dessen Schrift in die von ConstantinPorphyrogenitus veranstaltete Sammlung Hip-piatrika, Basel 1537, ausgenommen ist.
Afrika. (Hierbei 4 Karten: Nordost-A., Nord-west-A., Süd-A. u. A. in ethnographischer undlinguistis cherHinsicht)I.Entdecknngsge schichte.Der Name A. kam erst zur Zeit der Römer auf, dieGriechen nannten das Land Libya. Der Namesoll phönic. Ursprunges sein u. Kornlaud bedeu-ten. (Xppollouius Rlrockius, XrAvnautioa.) Bisin das 7. Jahrh. v. Chr. war A. den Euro-päern fast ganz unbekannt, denn nur die Phöni-cier trieben Handel dahin, gründeten See- undHandelsstädte, z. B. 885 v. Chr. Karthago, u.vollführten auf Geheiß des ägyptischen KönigsNecho (600 v. Chr.), vom Arabischen Meer-busen ausfahrend und durch die Säulen desHercules zurückkehrend, die Umschisfnng A-s.Vgl. A. Daux, Rsebsrolies sur 1'orig-ins etl'smxlaosmsnb «Iss Ibnporis. xiisnioisus sie.,Paris 1869; P. I. Junker, Beiträge zurChronologie und Geschichte im Alterthum: DieUmschisfnng Libyens durch die Phöniker, Lpz.1864. Kleinasiat. Griechen halfen dem Psam-metich die Herrschaft erringen nnd erhieltenWohnsitze in Naukratis, andere ließen sich alsColonisten 614 v. Chr. in Kyrene nieder. Natur-forscher und Mathematiker (Thales, Pythagorasu. A.) studirtcn in Ägypten, doch die erste be-stimmte Nachricht über A. gibt Hcrodot, dertheils selbst die nördlichen Theile besuchte, theilsvon Kauflcuten gute u. durch neue Untersuchun-gen bestätigte Nachrichten über das Land erhielt.Er iheilte A. in: Ägypten, Äthiopien u. Libyenim engeren Sinne, u. dieses in den bewohntenKüstenstrich, jetzt Berberci, in den thierreichen,jetzt Bileduldschcrid, in den wüsten oder sandigen,jetzt Sahara, mit mehrerenOasen (die Ammonische,jetzt Siwah, Augila u. a.). Vgl. Hcrodot, Rist. lüd.IV. 6ax. 41 sie.; L. Faidhcrbe, Voz'aAs cks singXasamous ä'Rsroclots ckaus Uintsrisur cks 1aI-id^s: Revue akrieains, 1867, Ho. 61, et XnnöoAeoxraxlinino, pro 1867. Unter den Ptolemäernließ Ptolemäos Philadelphos Reisen nach Anthio-pien, in das Troglodytenland u. nach Libyenmachen u. die in das Innere führenden Straßenzur Ausbreitung des Handelsverkehrs erforschen.Unter Ptolemäos Eucrgetes wurde auch, nach-dem schon um 550 der Carthagcr Hanno, derbis zur Sierra-Leona-Küste vorgcdrungen seinsoll, dann nach einer Sage im 5. '"Jahrh.unter Xerxes der Perser Sataspes, angeblichauch Dionysios aus Milet die UmsegclungAfrikas an der Westküste entlang versuchthatten, A. wieder von EndoxoS umschifft. Dochsind die Resultate ungewiß. Indessen warenschon so viele Entdeckungen gemacht, daß Era-tosihencs (200 v. Chr.) A. als ein spitzwink-liges Dreieck beschrieb, dessen Scheitel in derLandenge von Suez und die sphärische Basisauf der SWSeite läge; diese SWSeite be-wohnten Äthiopier, die SOSpitze war dieZimmtküstc, von wo nach N. Ichthyophagen u.Troglodyten wohnten, im N. lag Ägypten. DieNKüste war schon früher bekannt, im westlichen
Theil wohnten Metagoniten n. südlich von ihnenGaramanten. Unter den Gebirgen nannten dieAlten: den Atlas, im S. der WKüste Theo»Ochema (Götterwagen, wol das jetzige Kong-gebirg), an der SGrenze Äthiopiens dasMond-gebirg; Flüsse: Nil, an der WKüste Nia (Bam-botns, jetzt Senegal), Masitholus (jetzt Gambia),ferner Niger u. Gir. (Strabon,6ooAr. lab. XVII.)Griechische Kauflente segelten bis zum Cap Rhap-tum (Kilwa). Als die Römer durch die PunischenKriege (Mitte 2. Jahrh. v. Chr.) nach A. kamen u.nach Eroberung des Landes Statthalterdort hatten,wurde die NKüste immer mehr bekannt, u. alsseit Augustus die ganze NKüste römisch ward,theilte man diese (Ägypten immer noch ausge-schlossen) in Cyrenaica, Xkrioa propria, Numidia,Mauretania, Gätulia (südl. von Numidia). (Überdie Römer in Afrika u. A.: H. Feuilleret, Iws Ro-mains euXtriqus, 2. eck., Inmo§ss et Isis 1869.)In den römischen Bürgerkriegen war A. mehrmalsder Schauplatz des Kampfes (vgl. AfrikanischerKrieg) u. fiel nachdem 3. Bürgerkriege dem Trium-vir Lepidus zu. 24 v. Chr. unternahm A. Galluseine Entdeckungsreise nach Äthiopien u. zu denTroglodyten, doch war er darin nicht glücklich.Strabo und Mela (Pomponius Mein, I)s situordis libri III), 1. Jahrh. n. Chr., wußten überdie südlichen Theile noch nichts Bestimmtes, wor-über auch eine unter Nero unternommene Ent-deckungsreise dahin kein Licht verbreitete, da mansich damals mehr mit der Aufsuchung der Nil-quellenbeschäftigte. ZurZeitdes Geographen Clau-dius Ptolemäos (dso^rapliias libri ooto) im 2.Jahrh. theilte man A. ein in: Mauretania Tingi-tana, Mauretania Cäs ariensis, Mauretania Sitifen-sis, Numidia, X.proxria(mitCarthago),Byzacena,Tripolitana, Pentapolis, Libya, Ägypten, imInnern: 4id) a intsrior u. Äthiopien, südl. vonÄgypten. Als 395 n. Chr. das Römische Reichin das Occidentalische u. das Orientalische Reichzerfiel, ward A. so getheilt, daß zu dem Orien-talischen der östliche Theil bis zur großen Syrte,Ägypten eingeschlossen, das übrige A. aber zudem Occidentalischen gerechnet wurde. (A. Biöchy,I/Xkrigus au 4ms sisols, Limoges 1872.) Abertheils die religiösen Unruhen (besonders oer Do-natisten), theils die Unbändigkeit der Eingeborenen,theils das Streben der Statthalter, sich unab-hängig zu machen, bereitete den römischen Kaisernviele Noth in A., n. so wenig geschützt war dasLand, daß die Vandalen unter Genserich 429 bis439 die NKüste von Tanger bis Tripolis erober-ten u. ein Reich daselbst gründeten. 534 wurdeA. wieder von Belisar für das Oströmische Reicherobert. Im 7. Jahrh. überschwemmten u. er-oberten die Araber A., und mit der EinnahmeCarthagos 688 durch Hassan wurde die griechischeHerrschaft in A. gestürzt. Unter der arabischenHerrschaft,, war die NKüste des Landes getheiltin Mesr (Ägypten), Afrika oder Mogreb el Ausath(östlicher Theil der Berberei, Algier, Tripolis u.Tunis) u. Mogreb el Aksa (westlicher Theil derBerberei, Fez u. Marokko). Die arabische Herr-schaft in Nord-A. dauerte bis zur EroberungÄgyptens durch die Türken 1517. Die Kennt-niß des Landes erweiterte sich unter den Arabern