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Afiuil Kora-Hissar — Africanus.
wurde,' ferner gehören zu seinen Meisterwerken: 'die Himmelfahrt Mariä, Stuckrelief für die Altar-'wand der Gymuasialkirche zu Neiße (1860); eiiüRelief, Crucifix, für die Kirche zu Morin in der!Neumark; eines feiner neuen Werke, eine Pene-^lope, am Webstuhl ihres Gatten harrend, ist vonantik-schöner Behandlung.
Afium Kara-Hissar (d. h. Opium-Schwarz-burg), St.imJnnern vonAnatolien (asiat. Türkei),mit 20,000 Ew.; 23 Moscheen und Bethäuser,lebhafte Bazare; viel Verkehr, starker Handelniit Opium (türk. Afium), dessen Gewinnung fastjeden anderen Cultnrzweig ausschließt. Über derStadt auf steilem, hohem Berge liegt die ver-fallene Burg, worin 1482 Prinz Abdullah ein-gekerkcrt war.
Aflenz, Marktflecken im österreichischen Bez.!Bruck (Steiermark); Bez.- u. Stcneramt, uraltegothische Kirche; 2650 Ew. Dabei Marmorbrücheu. das malerische Thörlthal mit Eisenwerken u.der Burgruine Schachenstein.
Stil. Afra, nach der Legende aus Chpern,kam niit ihrer Mutter u. drei anderen Genossin-nen iiber Rom nach Augsburg, wo sie Christinwurde. Als sie auf Ermahnung des römischenPrätors nicht zum Heidenthum zurückkehrte, wurdesie im Jahre 304 verbrannt, aber der Leichnamblieb unversehrt. Tag der 7. Aug. Ihre Re-liquien, die schon im 6. Jahrh. verehrt wurden,sind in der Ulrichskirche zu Augsburg, u. nachihr wurde das Kloster u. die jetzige Fürstenschulezu Meißelt (s. d.) benannt.
Afragola, St. im Distr. Casoria der italie-nischen Provinz Neapel; Weinbau; 17,000 Einw.
Afrancefados, ursprünglich in Spanien Die-jenigen, welche der von König Joseph Bonaparte(1808—1313) im Jahre 1808 beschworenen Ver-fassung, dann auch überhaupt alle Jene, welchewährend der Invasion der Franzosen diesen sichanschlossen. Als in Folge des Traetats vonValeiMy vom 11. Dec. 1813 die Herrschaft Jo-sephs ein Ende nahm u. der Halbinselkrieg Spa-nien wieder zum Sclbstbewußtsein gebracht, flüch-teten die von allen Parteien gleichmäßig gehaßtenu. verfolgten A., auch Josefinos genannt, zumgroßen Theil nach Frankreich u. bildeten dorteine eigene Emigration von etwa 10,000 Seelen.Durch königliche Verordnung,, vom 30. Mai 1814ihrer fämmtlichcn Würden, Ämter u. Güter ver-lustig erklärt, wozu auch noch das Verbot derRückkehr für ihre Frauen u. Kinder kam, wardihnen erst nach Herstellung der Cortesverfassungdurch ein neues Decret König Ferdinands VII.vom 8. März 1820 die Rückkehr nach Spaniengestattet und durch Beschluß der Cortes vom21. Sept. dess. I. auch ihr Güterbesitz zurück-gegeben.
Afranio, geb. zu Pavia, st. 1560 als Cano-nicus zu Ferrara; Erfinder des Fagots, das erschon 1539 öffentlich vorzeigte; spater hat manihm mit Unrecht die Ehre dieser Erfindung streitigmachen wollen.
Afranins, 1) Lucius, römischer Komödien-dichter, geb. um 150 v. Chr.; Begründer desrömischen Nationallustspiels, der Ooinoeäia, twAata,!worin er römische Stoffe, besonders aus dem Fa-,
milienleben der mittleren Kreise, im Geiste desMenander elegant u. doch volksthümlich, abernicht ohne Obscönität, darstellte. Stücke von ihmwurden noch unter den ersten Kaisern aufgefüyrt;man kennt von 48 die Titel (z. B. vivortium.Umauoipatus, LpiMula, Vratrias, UriviAnns,Voxisons, Inosnäium, (lompitalia. ete.); Frag-mente im 2. Bd. von Ribbecks Soaenieas Ro-manornm posois traZinsnta, 2. Ausl. 1873.2) Cajns, Anhänger des Pompejus, kämpfteerst in Spanien gegen Sertorins u. eroberte imMithridatischen Kriege Gordycne von Phraatcs,gerieth aberdortanf einem Zuge gegen die amBergAmanos wohnenden Arabcrstämme in Gefahr,aufgerieben zu werden. Durch Pompejus erhielter 60 v. Chr. das Konsulat, wurde 54 einer der3 Legaten, die für diesen Spanien verwalte-ten, das sie aber, von Cäsar bedrängt, 49 ver-ließen u. sich zum Heere des Pompejus begaben;nach der Schlacht bei Pharsalus floh er nachAfrika, von wo er nach der Schlacht bei Thapsns(47 v. Chr.) nach Spanien zu Text. Pompejusging u. hier von den Cäsariancrn gefangen u.hingcrichtct wurde.
Äfrafiab, ein Sohn des Peschang, der vonTur, einem Sohne des Perscrkönigs Feridun,abstammte u. König von Turan war, d. i. vonallen Ländern, die sich jenseits des Flusses Oxusoder Dschihun gegen O. und N. hin erstrecken.Um Rache für den von seinem Bruder Tur er-schlagenen Eraj zu nehmen, des jüngsten SohneSdes Feridun, entstand ein langjähriger Kampfzwischen Iran u. Turan, der mit abwechselndemGlücke geführt wurde. Einmal hatte sich A. desPersischen Reiches bemächtigt u. beherrschte es 12Jahre lang, bis ihn Kai Goüad zu einem Ver-gleiche nöthigte, nach welchem er den Oxus alsGrenze betrachten mußte. Einen neuen Anlaßznm Kriege gab die Ermordung des Siyawnsb,eines Enkels des Königs Kai Kans, durch A.Der Krieg endigte nach vielen Treffen u. Zwei-kämpfen mit der gänzlichen Niederlage des tura-nischcn Heeres u. der Gefangennehmung A-s.Auf Befehl des Königs Kai Khosru mußte nunA. denselben Tod leiden, zu dem er den unschul-digen Siyawnsh verdammt hatte. Da A. we-nigstens 300 bis 400 Jahre hätte leben müssen,um alle die kriegerischen Unternehmungen auS-führcn zu können, die in dem Schahnamch u. infrüheren persischen Schriften von ihm erzähltwerden, so muß A., obgleich ursprünglich Eigen-name, auch der Titel mehrerer turanischen Königegewesen sein.
Africanus, 1) Beiname zweier- Scipionen(f. Scipio 17 u. 20) wegen ihrer Siege überCarthago in Afrika. 2) Julius A., Redner inRom unter Nero. 3) Sextus Julius A., ausPalästina, christlicher Geschichtsschreiber in derZeit des Kaisers Elagabal. Er ist der Urheberder vergleichenden heidnisch-christlichen Chronolo-gie; die Erschaffung der Welt setzte er 5500 vorChristi Geburt an. Schrieb auch einige jetzt ver-lorene compilatorische Werke; Fragmente seinerChroniken, die von Erschaffung der Welt bis218 n. Chr. reichten, in Scaligers Ausgabe desEusebius u. im 1. Bd. von Labbes Libliotll.