Druckschrift 
Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
Entstehung
Seite
224
Einzelbild herunterladen
 

224

Affcik.

kleinen Gesäßschwiclen; 3) Schlauk-A. ( 8 smno-xitlieeickao), mit Schwanz, ohne Backentaschen,mit kleinen Cicsäßschwielcn; 4) Meerkatzen ( 6 ereo-xitdseickas), mit Schwanz, Backcntaschen, Gesäß-schwielen u. rundlichem Kopfe; 5) Paviane ( 6 x-noosxdalickas), mit Schwanz, Backentaschen, Gesäß-schwielen u-hnndcahnlich vorspringcnder Schnauze.

Bei den A. der Neuen Welt stehendie Nasen-löcher in Folge der breiten Nasenscheidewandseitlich. Sie haben jcdcrseits, oben n. unten je6 Backenzähne. Alle sind geschwänzt, keiner hatBackcntaschen oder Gesäßschwiclen. Sie leben inAmerika n. sind scheue Waldbcwohncr von sanf-tem Naturell. 2 Unterfamilien: a) Roll-u. Grcif-schwanz-A. (Osdickao), nnt Greif- oder Wickel-schwanz; d) Schweif- und Spring-A. (kitlis-oickas), mit schlaffem Schlvanze, der nicht znm.Ergreifen benutzt werden kann. Bei denKrallcn-A. fehlt an den Vorderhändcn ein Dau-men, zudeni sind alle Zehen, mit Ausnahme derDaumen der Greiffüße, mit Krallen u. nicht nntKupp- oder Plattnägeln besetzt, wie dies bei denvorigen der Fall. Es sind kleine, behende, ge-sellige Thierc, die SAmerika bewohnen. DieHalb-A. zerfallen in die Familien der Fnchs-A.(Hsmurmi), mit spitzer, fuchsähnlicher Schnauze;Fingerthiere (kockimarm), ohne Eckzähne; Faul-A.oder Loris (dl/otioodi), mit großen, sehr dichtzusammenstehenden Augen; endlich Langfuß-A.(Äaorotarsi), nnt sehr langen Fußwurzeln anden Hinterfüßen.

Die hervorragenderen Gattungen und Artender A. sind folgende: Zu den Orangs ge-hören: a) der Gorilla ( 8 imia ikitllsons

Kso/. Gorilla), 2 m groß; schwarz; Ohren klein;die Arme reichen bis znm Knie; lebt in Nieder-guinea; d) der Orang-utang (Waldmcnsch, 8 . 8 a-txrus), Gesicht breit, platt, ziemlich kahl, blei-farbig; Haarpclz rostbraun; Ohren klein; dieArme fast zu den Knöcheln hinabreichcnd; amUnterarme sind die Haare aufwärts gerichtet; unterdem Kinn ein Bart; Gang watschelnd; 1,zmhoch;auf Borneo u. Sumatra; o) der Schimpanse ( 8 .troxloäzctss), 1,5 m groß; in Guinea u. Congo;schwarz'; Ohren groß; Arme reichen bis zum Knie.

Zu den Laugnrm-A. gehört die asiatischeGattung Gibbon (Hzckodatss 4tt.), dazu a) derGibbon (IH'Iodatos lar), schwarz, mit weißlicheinHaarkrcise um das Gesicht und mit weißlichenHänden; lebt in Indien; d) der Ungko (Ü. va-riog-atns), schwarz oder bräunlich, mit einemweißen Streifen über dem Auge; Hände schwarz;Männchen mit weißen: Backenbart; auf Sumatra;o) der Siamang (II. synckaotzckns). 1,z m; ganzschwarz; Kehle nackt; Zeige- u. Mittelfinger derHinterfüße durch eine Haut verbunden; in Su-matra. Zu den Schlank-A. gehören: 1) dieeigentlichen Schlank-A. ( 8 vmnopitdioons, Onv.),mit kurzen Daumen an den Borderhänden, und2 ) die Stummel-A. (Lololms 4tt.). Vorderhändcohne Daumen. Dazu Ir) der Hulman ( 8 . en-kellos). falb, mit schwarzen Händen, borstigen,steifen Augenbrauen; in Indien bei den Hindusgöttlich verehrt; Id) derKleidcr-A. ( 8 . nsmaeus),grau, Gesicht orange-gelb, Wangen u. Vorder-arm weiß, Oberschenkel u. Hände schwarz, Unter-

schenkel u. Ringkragen rostbraun; Cochinchina;Io) dcr Nnscn-A. oder Kahau ( 8 . nrsieus), braun;mit ungeheurer Nase; Borneo; 2r) derSchleier-A. ( 6 . xuersxa), schwarz mit weißemUnterkopfe; vom Rücken hängen lange weiße Haareherab; in Abessinien; 2 b) der Teusels-A. (0.satauas), ganz schwarz; in Afrika. Zu denMeerkatzen gehören: 1) die eigentlichen Meer-katzen (dsrooxitlwons D.), Gesichtswinkel von 60»,leben truppweise in Afrika u. richten daselbst inPflanzungen großen Schaden an; 2) die Makakos(Innus vuo.), Gesichtswinkel von °. Dazu:1 a) der Talapoin ( 6 . Talapoiu), olivengrün,Gesicht fleischfarbig mit schwarzer Nase; Id) dergrüne A. (Kallitriche, 6 . sadasus). 40 em; oliven-grüulich-gran, Gesicht schwarz, Schwanzende gelb-lich; Io) der Mvhren-A. ( 6 . kniiginosns), Kopfoberhalb schiefergrau; häufig in Thierbuden; desgl.Ick) der Mangabey ( 6 . aotdiops), schwarzbrann,Schläfe u. Nacken weiß, Haube kastanienbraun,weißliche Augenlider; 2 a) der eigentlicheMakako (I. ozmomolAus), Pelz olivengrünlich,unterhalb weißlich, Ohren und Hände schwarz,Gesicht violett-olivenfarbig; in: Indischen Archipel;2d) der Schweineschwanz-A. (I. nsmostrlnus),hellbraun; Scheitel u. Mitte des Rückens schwarz-braun; Schwanz kurz u. nackt; auf Sumatra u.Borneo; 2o) der Magot oder gemeine A. (Silvan,I. eoauckatus), 80 om; gelblich-grau, mit fleisch-farbigem Gesichte; statt des Schwanzes ein Haut-zipfel; Berberei, Gibraltar; von Bärenführern,Savoyarden rc. vielfach abgcrichtet. - Zu denPavianen gehört nur die Gattung Pavian(vzmoospdalus Lrrss.). Dazu: 1) mit langemSchwänze (Uapio): der Mantelpavian ( 0 . Hama-ckrzms), 1,5 m; Vorderkörper beim Männchen langbehaart; gelblich-grau; am Schwanzende einHaarbüschel; Arabien, Abessinien; 2 ) mit kurzemSchwänze (Lkormcm): der Mandrill, Choras ( 6 .Normou), olivenfarbig, schwarzbraun melirt,Kinnbart gelblich; Gesicht blau, gefurcht, mit rothcrNase; in Guinea; 3) Nasenlöcher nicht am Endeder Schnauze, Schwanz sehr kurz (tkzmoxitdsous):6 . uigor, ganz schwarz; auf Celebes u. den Mo-lukken. Zu den Roll- od. Greifschwanz-A.gehören die Gattungen: 1) Brüll-A. (N/ootosTiT), eine knöcherne Trommel am Zungenbein,welche mit dem Kehlkopfe in Verbindung steht,verstärkt ihre Stimme gewaltig. Dazu von Arten:a) Lh'ostes sonioulns, 40 om; rostfarbig, anGliedern u. Schnauze kastanienbraun; Guiana u.nördliches Brasilien; b) der Beelzebuth (Ll.Seslssbutk), schwarz, Hände u. Schwanzende rost-roth; nördl. Brasilien; 2 ) Woll-A. (ImAotlrriiSeo/.), Daumen entwickelt; Haar weich, wollig;am Amazonas; 3) Klammer-A. (L.to1ss Ttt.),Daumen der Vorderhände stummelhaft; dahin:a) der Kraita (4. xanisous), 40 om; schwarz,mit fleischfarbigem Gesicht; Guiana, Brasilien;d) der Miriki (4. dzgwxantlrus), gelbgrau;Schwanzwurzcl n. Steißgegend rostroth; Brasi-lien; 4) der Rollschwanz-A. ( 6 sbns Veo/i),Greifschwanz auch an seiner Spitze rund herumbehaart und nicht, wie bei den vorigen, daselbstan seiner Unterseite nackt; zwitschern; a) derKapuziner-A. ( 6 . oaxneiuus), 40 om; braun,