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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Affcnbrodbaum ^.tffrris.

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Umkreis des Gesichtes u. Schulter weißlich, Schei-tel u. Stirnstrcif schwarzbraun; in Guiana; b)der Säjou (6. agella), braun, Umkreis des Ge-sichtes schwarzbraun; Guiana.Zu den S ch w e i f -u. Sp rin g-A. gehören die Gattungen: 1) Schweif-ZI. (Ultdseia //i.), Schwanz buschig; 2l Winsel-A., Sapajou (Eallithrix Keo/i), mit schlaffemSchwänze; 3)Nacht-A. (H^otipitlisons), mit run-dem Kopfe u. lichtscheuen großen Augen. Dazu:1a) Satanas (?. Latanas), schwarzbraun mitstarkem Barte; Id) Zottel-A. (?. dironta), bart-los, mit lockigen Haaren, diese schwarz mit gelb-lichen Spitzen; beide in Brasilien; 4) der Eich-hörnchen-?!. (O.seiursa), gelblich-grau, Unterarme,Hände u. Füße rostgelb, Schnauze schwarz; Bra-silien. Zu den Krall en-A. gehören die Seiden-st. (UaMs Itt.); dazu: a) Sahnt, Uistiti, Jacchus(H. vulgaris), 20 om; Schwanz 35 om; Kopfbraun, Körper schwarz u. weiß melirt, Stirnflcckund Ohrbüschcl weiß; Schwanz dunkel geringelt;d) Pinsel-A. (II. xsnioillata), mit schwarzen Ohr-büscheln, sonst wie voriger; beide in Brasilien;o) Löwcn-Äsfchen (H. Uosalia), 23 om; goldgelbmit Mähne am Kopfe; Brasilien; ä) Midas-Äffchen (6. miäas), schwarz mit rostgelben Hän-den; Guiana; s) Silber-Äffchen (H. arAsntata),silberweiß mit schwarzem Schwänze, rothem Ge-sichte; soll ein Albino des vorigen sein. Zu denF u ch s-A. oderLem uren. welche alle ans Mada-gascar leben, gehören: die Makis (Lemur L.),mit langem, n. der Jndri (Inedsnötus), mit kur-zem Schwänze; der Katzenmaki (Mokoko, L. eatta),grau, mit braun u. weiß geringeltem Schwänze. Das 3lye-?lye (Ldiromz'o <?so/l NackaAao-esnsis), zu den Fingerthieren gehörig; gelbbraunmit schwarzem Schwänze; lebt ebenfalls auf Ma-dagaskar. Zu den Loris: I) der große Lori(Ltonops ///., idlzotiesdns <?so/l tarckiZrackns),röthlich-grau mit braunem Streifen; in Indien;2) der schlanke Lori (8. graoilis), mit weißemStirnflcck; auf Ceylon. Zu den Langfu ß-A.gehören: 1) der Zwcrgmaki fliicroeedus), miteinem Paar Zitzen an der Brust n. einem Paaram Unterleib; auf Madagaskar; 2) der Galago(Otolionus I/k. xalaxo), mit 3 Paar Zitzen, rat-tengroß, grau; in Ccntralafrika; u. das Kobold-Äffchen (Larsins Karn, sxsotrum), mit einem PaarZitzen am Nabel n. einem Paar fast in den Achsel-höhlen; ebenfalls rattcngroß; auf Amboina.

Affenbrodbaum (Affenbauni) ist L.clan8oniackissitata.

Affenfclle konimen als Pelzwerk selten inden Handel; nur einige wenige, die schwarzen derSchcitelaffen und die perlgrauen der Perlaffenans WAfrika, werden öfter benutzt.

Affenliebe, Ausdruck für übertriebene, blindeElternliebe; hergeleitet von der unsinnigen Liebeder Affenwcibchen zu ihren Jungen, die sie ausZärtlichkeit oft zu Tode drücken sollen.

Affenschädel (Bot.) ist ^.vtirrkiionm Oran-tium.

Affenthal, Df. im Amtsbezirke Bühl des ba-dischen Kreises Baden; Weinbau (der leichte u.milde Affenthaler).

Msrentia vasa (lat., Anat.), zuführende Gefäße,z. B. die in die Lymphdrüfen cintretenden Lymph-Pierers Unincrsal-Conversatwns-Lexikon. 6. Anfl. I

gefäßc; in den Nieren die zu den MalpighifchenKapseln gehenden Blutgefäße; gewöhnlich sinddies Schlagadern (Arterien), nur bei Fischen u.Amphibien Blutadern (Venen).

/lllettuöso (ital., Mus.), ausdrucksvoll; ge-steigert: aüsttuosissiino(alksttuo8issamsnts), sehrgefühlvoll.

Affiche, Anschlagzettel, Nachweifeblatt; daheraffichiren, anheften, ankleben; zur Schau tragen.

Afstdat (v. Mittellatein.), 1) Belehnter, Lehns-mann; 2) Schutzverwandter. DahcrAffidation,gegenseitiger Vertrag, Miethcontract.

Affidavit (von aküäo, ich beschwöre; mittel-alterliche Rechtssprache) wird in der englischenGerichtssprache die Urkunde genannt, welche dievon dem Berichtenden gegebene und eidlich er-härtete Darstellung thatsächlicher Verhältnisse ent-hält und außerdem noch den Titel des Gerichtes,bei dem die Darstellung erfolgt, sowie die Per-sonalien des Berichtenden (Deponenten) ausweisenmuß. Kann der Deponent die zu deponircndeSachlage nicht vollständig ermitteln, dann darfer ausnahmsweise seine Ansichten u. Nachrichtendeponiren, muß dieselben aber eigenhändig unter-zeichnen u. vor dem Gerichtsbeamtcn beschwören,der dann durch Ausfüllung der oben angegebenenFormalitäten die Urkunde vervollständigt. DieA-s sind namentlich im Seeverkehr in Anwend-,ung, u. zwar als eidliche Bescheinigung über denInhalt einer Schiffsladung, welche, wenn wäh-rend der Fahrt Ans- oder Einladungen vorge-nonimcn werden, beim betreffenden Hafenamteimmer wieder erneuert werden muß.

Affiliirc» (v. Lat.), an Kindcsstatt annehmcn;Affiliation 1) in der Freimaurerei: a) die Auf-nahme eines bereits dem Bunde n. einer bestimm-ten Loge angehörendcn Mitgliedes in eine andere -Loge; b) der Übergang einer Loge von demLogenbunde, dem sie angehört, an einen anderensuchen. Z) In der Katholischen Kirche sind a)asfiliirte Personen solche, welche sich, ohne demgeistlichen Stande anzugchörcn, einem geistlichenOrden in der Weise anschlicßcn, daß sie dessenInteressen fördern, wol auch an dessen kirchlichenÜbungen theilnehmen; b) asfiliirte Gesellschaftensolche, welche, obschon für sich selbstständig, ingewisser Beziehung einem größeren Ganzen unter-geordnet sind.

Affiniren (v. Fr.), läutern, verfeinern, be-sonders von Metallen, z. B. von Eisen; daherAfsinage, Affinirung, Läuterung, das mannamentlich vom A. des Goldes u. Silbers ge-braucht, was. in den Affinirwerken geschieht.

Mnls (lat.), angrenzend, daher auch: durchHeirath verwandt; als Substantivuni: jederdurch Heirath Anverwandte, so Schwager, Schwie-gervater; daher Affinität (lateinisch alLnitassvon akünis), Grenznachbarschaft. Davon über-tragen: 1) Verwandtschaft durch Heirath, Ver-schwägerung (Llliaues im Französ.), das Ver-hältniß eines Ehegatten zu den Blutsverwandtendes anderen; dann auch im Sinne von: Gcsammt-heit der durch Heirath Verwandten. 2) (Log.)Außere Ähnlichkeit der Begriffe durch zufälligeBestimmungen. 3) (Chem.) Chemisches Vcreinig-ungsstreben, d. h. die Neigung zweier Stoffe,

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