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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Actit — Affcctionswcrth.

daß seine Schriften einen nicht geringen Werthin der Geschichte der Medicin behalten werdenBor etwa 60 Jahren wurde ein vollständigesManuscript der Werke des A. von Mynas auf-gefundcn. Die erste griechische Gesamnitausgabeder Werke des A. erschien zu Venedig 1564; voll-ständige lat. Übersetzungen von Janus Cornarinsu. I. B. Montanus, Ben. 1534, von I. Corna-rins allein, Basel 1512, Ben. 1543, Lyon 1549, re.

Actit (v. Gr.), s. Adlcrstciii.

Afelelc, die Kleine Wüste, die sich wcstl. vonder Großen Wüste in Afrika u. südl. unter derRegion Janidi hiuzicht, mit freundlichen Thälcrnund Anhöhen, hat viel Tränkwasser, selbst einigeBäche; sie wird als höchst günstig für die Kamel-zucht bezeichnet.

Äser, Domitius, berühmter Redner unter Tibe-rius n. den drei folgenden Kaisern, dessen Lebens-geschichte manches Interessante bietet. Vgl.: P.Bayle, Iliot. bist, et erit. 5. eck., Amsterdam 1740,Dom. I.

—aff, an deutschen Flußnamen, ist das althoch-deutsche —alka, fließendes Wasser, Fluß (z.B. in althochdeutsch -l.sc-.alka. Aschaff, d. i. Fluß,an dem Eschen wachsen). Nach der Lautverschiebungentspricht sanskr. ap, Nom. Pl. kipas.

Affabel (v. Lat.), leutselig, umgänglich.

Affabili-Westenholz, eine der berühmtestenSängerinnen, 1725 zu Venedig geboren, glänzteauf Italiens Bühnen, trat seit 1756 in Lübecku. Hamburg mit großem Erfolg auf, ebenso späterals Hofsängcrin in Schwerin, wo sie den dor-tigen Kapellmeister Wcstenholz hcirathete; starb1776 zu Schwerin.

Affaiblircn (v. Fr.), abschwächen.

ükksire, 1) Angelegenheit; -1., ck'amonr. Liebes-handel; äs oosnr, Herzensangelegenheit; -4.ä'Ironneur, Ehrensache; 2) Begebenheit, Vorfall,Streit; 3) Gefecht von untergeordneter Bedeutung.

ükkmssement (franz., Nivellirk.), Senkung desBodens.

Mmsssr (franz., Nivelirk.), senken, niedrigermachen; z. B. bei Anlage eines Grabens demBoden die nöthige Senkung zum Ablaufe desWassers geben.

Affalterlmch, 1) Dorf im Landgerichte Neu-markt des bayerischen Rcgbez. Oberpfalz; hier1502 Sieg des Markgrafen Kasimir von Bran-denburg-Ansbach mit Götz von Berlichingen überdie Nürnberger. 2) Marktflecken im ÖbcramteMarbach des württemb. Neckarkreiscs, am Lemberg;Sandstcinbrüche; 1200 Ew.

Affe (Technol.), so v. w. Storchschnabel.

Affcct (v. Lat.), schnell entstehende, lebhafte,das Gleichgewicht des Seelenlebens vorüber-gehend störende Bewegung, die auch die gröberenorganischen Functionen beeinflussen kann. A-eentstehen bes. bei starken und heftigen, unvor-hergesehenen Eindrücken. Der Unterschied vonA. u. Leidenschaft liegt in dem vorübergehendenCharakter des ersteren. Dem Grade nach könnensich die A-e durch viele Abstufungen hindurchzur blinden, die Vernunft überwältigenden Hef-tigkeit steigern u. selbst tödtlich wirken, z. V.durch Schreck. Die die A-e begleitenden Gefühlesind entweder angenehme, oder unangenehme,

' oder gemischte, z. B. die Überraschung. Die A-eselbst sind entweder aufregende (excitirende), z. B.

^ Freude,Zorn; oder niederschlagende(deprimirende),. z. B. Betrübnis), Gram; crstere bewirken in der! Regel eine Steigerung der Lebensthätigkeitcn u.der von ihnen abhängigen Verrichtungen; letztere^ eine Herabstimmung der organischen Kräfte, die; sich auch äußerlich zu erkennen gibt. Die A-e be-' wirken u. a. auch wesentliche Veränderungen in derBeschaffenheit der Absonderungen (s. d.), wie z. B.i die Milch der säugenden Mutter durch heftigen Är-ger eine für den Säugling Nachtheil bringende Bc-! schaffenheit annimmt. In wissenschaftlicher Weis!wurden die A-e in neuester Zeit untersucht vonl O. Domrich, Tie psychischen Zustände, Jena 1849;!H. MaudSley, Tie Physiologie und Pathologie!der Seele, deutsch von Böhm, Würzb. 1870;CH. Darwin, Der Ausdruck der Gemüthsbeweg-mugen, deutsch von Carns, Stuttg. 1872.

^ Der Zustand des Asfccts in seinem höchstenGrade kann eine Art von Bewußtlosigkeit herbci-sührcn und dann die Zurechnungsfähigkeit ans-schließen. Es ist daher auch nach Ansicht vielerJuristen strafrechtlich Demjenigen, der in solchemZustande eine rechtswidrige Handlung begeht, dieseThat nicht in der vollen Schwere anzurcchnen,i wie Demjenigen, der ruhigenBlutcs handelt. Wasinsbesondere den Zorn betrifft, so erkennt allcr-i dings weder Römisches, noch Kanonisches, nochDeutsches Recht diesen als einen Strafausschließ-ungsgrund an, wie denn eine deutsche Con-stitution von 1495 die Pvn der Gotteslästerungi Denen droht, die „ans Hitze oder Zorn schwören".,Das Deutsche Reichsstrafgesetzbuch hat nur denj Zustand völliger Bewußtlosigkeit und krankhafter^ Störung der Gcistesthätigkeit, aber nicht den A.

! zu denjenigen Gründen gezählt, welche die Strafejausschließen. Es hat aber, wie alle neueren^ Strafgesetzbücher, die im A. (ohne Überlegung)

^ ausgcführte Tödtung eines Menschen, den Todt-schlag, mit gelindererStrafe als den (vorbedachten)Mord belegt u. als besonderen Milderungsgrundhingestellt, wenn der Thätcr ohne eigene Schuldvon dem Getödteten schwer gereizt u. hierdurch aufder Stelle zur That hingerissen wurde. Außer-dem hat es für eine Anzahl von Verbrechen denRichter ermächtigt, die Strafe herabzusctzen, wenner „mildernde Umstände" als vorhanden an-nimmt, und es wird der Richter unter Umständen,insbesondere bei Körperverletzungen, deshalb auchdie im A. verübte strafbare That mit einer ge-ringeren Strafe belegen können.

Affcctation (v. Lat.), Nachahmung, Erkünstel-ung, Verstellung, Ziererei; affectirtcs Wesen, einsolches, das in Reben, Bewegungen u. Betragenetwas Gekünsteltes oder Geziertes zeigt; daheraffectirt, so v. w. verstellt, erheuchelt, z. B. af-fectirte Frömmigkeit, Bescheidenheit ec.

Affcction (v. lat. atksotio), 1)jeder von außenoder innen bewirkte, empfunden-- Eindruck aufden Organismus; Reizung; 2) krankhaftes Er-grisfensein eines Organs oder des ganzen Organis-mus ; 3) Gewogenheit, Gunst; in A. nehmen, liebgewinnen; davon affcctionict, gewogen, geneigt.

Affcctionswcrth, auch Affcctionsintcresse,pretinin atksetiouie, der Werth oder Preis, den