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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Adon — Adonis.

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1744 vermählt mit Louise Ulrike, SchwesterFriedrichs I. von Preußen; sein Nachfolgerwar sein Sohn Gustav III. 3) A. VIII., Herzogvon Holstcin-Gottorp, 3. Sohn Friedrichs I.,Königs von Dänemark, Stifter der Linie 1544;st. 1586; s. Holstein. Er war seit 1564 vermähltmit Landgräfin Christine von Hessen. 4) A. I.,Graf von Kleve (als Graf von Mark A. III.,als Graf von Berg A. X.), ein Graf von der Mark,war erst Bischof von Münster, wurde dann 1362durch Papst Urban V. zum Erzbischof von Kölnernannt, jedoch ward seine Ernennung vom Ca-pitel angefochten, weshalb er 1363 seine geist-lichen Stellen niedcrlegte u. Margarethe, Tochterdes Grafen von Jülich u. Berg, Heirathete. Alsdiese bald den Schleier nahm, erhcirathete erum 1370 mit Margarethe, der Nichte des letztenGrafen Johann u. Tochter des Grafen Diet-rich IX. von Kleve, diese Grafschaft u. folgteErsterem, erhielt auch die Grafschaft Mark nachdem Tode feines älteren Bruders Engelbrecht1392 u. st. 1394 zu Kleve; s. Kleve. Er warStifter des Narrenordens. 5) A., Fürst vonNassau-Dillenburg, SohndesFürstenLudwigHeinrich, geb. 1629, stiftete durch seine Bermäbl-nng mit der Erbin der Grafschaft Holzappel u.Herrschaft Schaumburg die Linie von Nassau-Schaumbnrg, die jedoch mit ihm wieder erlosch(st. 1676), da sein einziger Sohn noch vor ihmselbst starb. Durch die Vermählung seiner jüng-sten Tochter Charlotte mit dem Prinzen Leberechtvon Anhalt-Bernburg entstand das Hans Anhalt-Bernbnrg-Schanmburg; s. Anhalt. 6) A. I-,Graf von Altena, 1193 zum Erzbischof undKurfürsten von Köln erwählt, krönte Philipp vonSchwaben zu Aachen und wurde deshalb vonOtto IV. 1205 entsetzt; s. Köln (Erzstift) 7) A. I.,Graf von Nassau, Bischof von Speier, zumErzbischof von Mainz erwählt 1373, trat erst1380, als er Speier aufgab, die Regierung anu. st. 1390. Er ist der Gründer der Universitätvon Erfurt, wo er residirtc. 8) A. II., Grafvon Nassau, 1461 vom Papst eingesetzt, hattemit Diethcr von Isenburg wegen des Erzstistesblutige Fehde, überfiel 1462 Mainz, erhielt das-selbe durch Vergleich zu Frankfurt 1463 u. starb1475; vgl. Mainz(Erzb.). 9 ) A. Johann, Her-zog von Sachsen, geb. 4. Scpt. 1685. AnfangsGeneral der hessischen Truppen, trat er 1710 indie Dienste des Kurfürsten von Sachsen August II.,Königs von Polen, u. zeichnete sich ini Kriege gegendie Türken 1718 aus. Als sein Bruder 1736 st.,folgte er ihm in der Regierung von Sachscn-Weißcnfels nach n. st. 16. Mai iVN. SeinLeben ist beschrieben in: Merkwürdiges Leben u.Thaten Herzog Joh. A-s zu Sachsen; Frkf. u.Leipz. 1744. 10 ) A. Wilhelm Karl AugustFriedrich, Herzog von Nassau, Sohn desHerzogs Wilhelm, geb. 24. Juli 1817, folgte seinemVater am 20. Aug. 1839; s. Nassau; wurde 1866,da er sich auf Österreichs Seite gestellt, vonPreußen dcpossedirt u. sein Land einverleibt,wogegen ihm aber, neben einigen kleinen Be-sitzungen in Nassau, eine Abfindungssumme von8^ Mill. Thlr. zugestanden wurde. Den Ver-lockungen Napoleons III. beim Ausbruch desPierers Unweesal-CoiiversationL-Lexikon. S. Aufl. I

deutsch-französischen Krieges 1870 gab er keinGehör, was ihn in der öffentlichen Meinungnicht wenig hob. Vermählt 1844 mit GroßfürstinElisabeth (st. 1845) n. seit 1851 in 2. Ehe mitAdelheid von Anhalt-Dessau; sein Sohn Wilhelmist geb. 1852. 11 ) A., Fürst zu Schanmburg-Lippe, älterer Sohn des 1860 verstorbenen Für-sten Georg, geb. 1. Aug. 1817, studirte seit 1836m Leipzig u. Bonn u. trat, nachdem er bis1841 Reisen in Österreich, Ungarn und Italiengemacht hatte, 1842 in ein preuß. Husarenregi-ment zu Düsseldorf u. folgte am 21. Nov. 1860seinen! Vater in der Regierung; er ist prenß.General der Cavallerie n. seit 1844 vermähltmit Hermine, geb. Prinzessin zu Waldeck-Pyrmont.12) A. Friedrich, Herzog von Cambridge,Prinz von Großbritannien; s. Cambridge 1).

Adon (hebr.), Herr, wovon Adonai (Plur.mit Suffix), eigentlich „mein Herr", von denHebräern jedoch nur von Gott gebraucht. Solesen die Inden bis auf den heutigen Tag auchüberall in den Stellen des A. T., wo der hebr.Urlext Jehova (eigentlich Jahve) sich findet, umnicht diesen Gottesnamen durch profane Aussprachezu entweihen.

Adonis, die griechische Umbildung des hebr.Adon (s. d.), also eigentlich „Herr" bedeutend,erscheint in der griechischen Sage als Sohn desPhönix n. der Alpbesiböa, oder auch des Kinyrasn. seiner Tochter Smyrna oder Myrrha. Diesewar, durch Aphrodite mit Liebe zu ihrem Vatererfüllt, von demselben unbewußt umarmt worden;u. als Kinyras, nachdem er dieses gewahr ge-worden, sie tödten wollte, floh sie, wurde zwarvon ihrem Vater eingeholt, aber von den Göt-tern auf ihr Flehen in den Myrrhenbanm ver-wandelt. Noch während der Verwandlung barst derBaum, u. es erfolgte die Geburt des A. Er wurdevon den Nymphen des Waldes erzogen. Aphroditeerkor ihn wegen feiner Schönheit zum Geliebten u.vertraute ihn der Persephone an. Auf die Weiger-ung der Todesgöttin, ihn zurückzugcben, bestimmteder zur Entscheidung aufgeforderte Zeus, daßA. einen Thcil des Jahres bei Persephone, denanderen aber bei Aphrodite bleiben u. über dendritten nach eigener Wahl entscheiden sollte; die-sen fügte A. dem Theil der Aphrodite bei,so daß er 2 Drittel des Jahres auf der Ober-,1 Drittel in der Unterwelt verweilte. Er wurdeauf der Jagd, welche er sehr liebte, von einemEber getödtet; Aphrodite verwandelte seinBlut in eine Anemone. Der Ursprung dieserMythe geht auf den Orient zurück, worauf schonder Name (s. o.) führt. A., „Herr", ist lediglichein Beiname des Thammuz, der schon in denalten, in Keilschrift uns erhaltenen Epen derBabylonier als Liebhaber der Venus-Jstar er-scheint. A-Thammuz gab schon bei ihnen demvierten Monat (unserem Juni entsprechend) denNamen. Von Babylonien verbreitete sich seinCult nach dem Westen, besonders nach Phönicicn,wo er vornehmlich in Byblos verehrt ward (derin der Näbe dieser Stadt vorübcrziehcnde FlußA., jetzt Nähr el Ibrahim, hat nach ihm denNamen). Bald nach den Pcrserkriegen drang derA-Cultus auch in Griechenland ein. A. ist dasI. Band. 14