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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Admiralitätsreith — Adolf.

Insel (Basko) ,hat hohe Gebirge u. üppige Vege-tation. Sämmtliche Inseln sind von Riffen um-geben; die Bewohner sind Australneger, aberweniger dunkel gesiirbt.

Admiralitätsrath, eine in Frankreich, Ita-lien u. Russland (hier Marinerath) neben demMarine-Ministerium bestehende und nur demStaatsoberhaupte untergeordnete ständige Com-mission, welche in den beiden ersteren Staatenaus höheren Seeoffizieren, Ingenieuren u. Ver-waltungsbeamten, in Rußland nur aus See-offizieren zusammengesetzt ist. Die Aufgabe desA. ist die Begutachtung, bezw. Feststellung desjährlichen Budgets, sowie vorzugsweise allerwichtigen das Personal u. Material der Flottebetreffenden Fragen, Verordnungen und Gesetz-entwürfe.

Admirircn (v. Lat.), bewundern; admirabel,bewundernswürdig.

Admissarius, so v. w. Zuchthengst, Be-schäler; wird sowol vom Pferde-, wie Esclhengstgebraucht.

üümissionalss (lat.), Hofbeamte der späterenrömischen Kaiser, meldeten Leute, welche Audienzbeim Kaiser wünschten, an u. führten sie ein;ihr Vorsteher hieß Llagistor acklyissionum.

Admodtiren (v. Neulat.), 1) Land verpachten,verleihen; 2) verringern. Davon Admodiatcur(sranz.), Landvcrpächter, u. Admodiation, Land-verpachtund-

Admomtion (v. Lat.), 1) Erinnerung an einePflicht; besonders 2) Warnung, welche vor der!Ablegung eines Eides an den Schwörenden-er-'geht, keinen Meineid zu schwören; 3) allgemeineBnßcrmahnniig durch den Prediger, die dennAbendmahl vorausgcschickt zu werden pflegte, u. jdie besondere Zurechtweisung, durch welche derFehlende im kirchlichen Verbände zur Pflichterfüll-ung zurückgcführt werden sollte. Für letzterebestanden in der alten Kirchenpraxis die tlraärw>-lmouirionis, Zurechtweisung erst unter 4 Augen,!dann in Gegenwart eines oder zweier Zeugen sund endlich vor der ganzen Gemeinde. War.diese fruchtlos, so verfügte die Kirche die Aus-!schließung.

Admont (sonst aä Limites), Marktflecken imBez. Lichen des östcrreich. Hcrzogthums Steter-!mark, au der Enns u. der Kronprinz-Rudolfs-!Bahn, Beuedtctincrabtci mit reicher Bibliothek,Museum, theologischer Lehranstalt und Privat-Gymnasium, Senseuschmiede; 1880 Ew. DieAbtei, mit den Mitteln der Gräfin Gemma 1074von dem Salzburger Erzbischof Gebhard GrafenHelfenstein gegründet, brannte 27. April 1865fast gänzlich ab, ist aber seitdem in gothischem Stilneu aufgebaut; sie hat 88 Pfarreien mit 50,000Seelen u. ein Areal von 1100 Hjleiu. In der Nähedie beiden Lust- u. Jagdschlösser Röthelstcin u.!Kaiserau. Der A. umgebende Gebirgszug (Ad-!monier Alpen) steigt bis 2200 m auf. Vgl.!Fuchs, Geschichte des Stiftes Admont, 2. Ausl.,!Gratz 1861. „ !

All osusenm usque (lat.), bis zum Ekel, Über-!drnß. !

/lei notsm (lat.), zur Bemerkung; daher ack!uatuw nehmen, sich etwas bemerken; adnotiren,!

! aufzeichnen, bemerken; L-änotamIs-, Bemerkens-' wertstes; ^.ävotata, Angemerktes, Bemerkungen.Adnotation, 1) Anmerkung; 2) Antwort desPapstes auf eine Bittschrift mittels seiner Unter-schrift; 3) Anwandlung, Anfang von Fieberan-fällen.

Ado, geb. 799 zu Sens, Benedictincr zuFerritrcs, 860 Erzbischof von Vienne, war eineHauptstütze des Papstthums im südlichen Frankreich;st. 875. Schrieb ein Martyrologium und eineWeltchronik; aus letzterer Auszüge bei Pertz'Loript. II.

Adoa (Adowa, Adua), Hptst. der LandschaftTigre in Abessinien, am Assam auf einer 1488 mü. d. M. gelegenen fruchtbaren und bevölkertenEbene; Fabriken baumwollener Wanren; 5000,nach And. nur 2000 Ew.; dabei die Grotten Ea-lam-Ncgus mit Grabmätcrn; östlich davon der2772 m hohe Vulcan Scmayada.

Ädöa (v. Gr.), Gcschlcchtstheilc, besonders dieäußeren. Ädöolatrie, die Verehrung der Ge-schlcchtstheile, welche bei verschiedenen Völkerndes Alterthums eine große Rolle spielte, so inÄgypten, Indien, Griechenland re. (Lingam- u«Phalluscultus).

üi> ooulos (lat.), vor Augen; daher ucl ooulosdcmonstriren, einen augenscheinlichen Beweis'führen.

Adolf (nicht Adolph, ans einem gothischenNamen, der latinisirt L.ta-u1tüs lautet, u. dessen-ulkus — goth.vulks, Wolf). 1) A. von Nassau,deutscher 2. Sohn des GrafenWalram

IV. von Nassau, geb. zwischen 1250 u. 1255,folgte seinem Vater in Nassau, erwarb sich unterRudolf von Habsburg kriegerischen Ruf, nament-lich in der Schlacht bei Worringen (5. Juni 1288)u. ward nach dessen Tode, 5. Mai 1292, vonden deutschen Kurfürsten in Frankfurt zum Königder Deutschen gewählt. Da er zum Nachtheilder rechten Erben vom Landgrafen Albrecht 1293Thüringen kaufte und bei dessen versuchter Be-sitzergreifung Grausamkeiten verübte, wurde ervon einem Theil der Kurfürsten (Mainz, Sachsenund Brandenburg) nach Frankfurt geladen, umsich zu verantworteti, und, da er nicht erschien,sondern, gestützt auf den niederen Adel und dieStädte, die er sehr begünstigte, mit Hcercsmachtgegen Frankfurt zog, am 23. Juni 1298 abge-setzt u. fiel 2. Juli Lcss. I. in der Schlacht beiGöllheim gegen den Gcgcnkönig Albrecht vonÖsterreich, s. Deutschland; vergl. Kvpp, KönigA. u. s. Zeit, Berlin 1862; L. Schmidt, DerKampf um das Reich zwischen A. u. Albrecht, Tüb.1858; Pregcr, A. von Nassau und Albrecht' vonÖsterreich, Leipz. 1869. Über A-s Wahl schriebenneuerdings Ennen, Köln 1866; Lorenz, Wien 1869,u. L. Schmid, Wiesb. 1870. 2) A. Friedrich,König von Schweden, Sohn des HerzogsChristian August von Holstein-Eutin u. der Prin-zessin Albertine Friederike von Baden, geb. 1710,seit 1727 Bischof von Lübeck u. 1739 Landesadmi-nistrator v. Holstcin-Gottorp, wurde am 3. Juli1743 zum König von Schweden gewählt u. be-stieg 1751 den Thron; st. 12. Fcbr. 1771, s.Holstein u. Schweden. Er ist Gründer der Aka-demie der Wissenschaften zu Stockholm; warfest