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Adlcrfarn —
am 14. dess. M. bei Oravais von den Russenunter Kamenski geschlagen u. sah sich genöthigt,nach Mt-Carleby zurückzugehcn. Bei der Thron-revolution 1809 in Schweden spielten A., Kling-spor u. Silfverstolpe die Hauptrollen; er war es,der iu das Zimmer des Königs eindrang u. imNamen der Nation denselben verhaftete. Nach-dem der Herzog Karl von Südermanland zumReichsverwescr proclamirt worden war, wardA. zum Geuerallicutenant erhoben. 1813, im-Kampfe gegen Napoleon I., war er bei der Nord-armee unter Feldmarschall Stediugk Chef desGeneralstabes u. machte 1814 den kurzen Feld-zug gegen die Norweger mit. Nach Beendigungdesselben wurde er in den Grafeustand erhoben u.erhielt den Serafincnordcn; er st. 21. Ang.1815.
Adlcrfarn ist Uteri s agnilina.
Adlerfeldt, Gustav v., schwedischer Geschicht-schreiber, geb. 1671, begleitete den König KarlXII.auf seinen Kriegszügcn, über die er ein genauesTagebuch führte, das, bis zu seinem Tode beiPultawa 1709 fortgeführt, als Hist, milit. äsOliarlss XII. Roi äs Lnsäs äspnis 1700 jns-Pr'ä In batrullo äs Unlta>vs. su 1709, Amst. 1740,4 Bde., u. Paris 1741 erschien.
Adlcrholz (Bot.), 1) das officinelle A. oderAßpalatholz von Xguilaris, malaeesnsis Ham.oder X. ovuta L., einem in Ostindien u. Ma-lakka einheimischen Baum (X. 1), Familie derAgnilariaceen. Hoher Stamm niit granrotherRinde n. blaßgclbcm Holze, eiförmig zugcspitzte,ganzrandige Blätter n. gelbe, dichtstehende Blüm-chen; die spitzen schwarzen Samen in holzigenKapseln. Das A. kommt in hellbraunen, matten,leichten, nicht sehr harzreichen Stücken vor, diean Glas gerieben keinen Harzflcckcn hintcrlasscn,wie das wahre Aloeholz. Beim Erhitzen ver-breitet es einen angenehmen Geruch. Es ent-hält ätherisches Ol und Harz und wurde wiedaS wahre Aloeholz verwendet. 2) Holz vonlüxsossaria Xgullooba, 71. (Familie der Enphor-biacecn), einem in Ostindien u. Ceylon einheimi-schen niederen Baum, der einen höchst scharfenMilchsaft enthält; der Name A. ist ganz falschn. aus dem portugiesischen ?oa> ä'aUla entstan-den; 3) so v. w. Alo'cholz (s. d.).
Adlerorden, 1) vom Herzog Albrecht V. vonÖsterreich, nachmaligem Kaiser Albrecht II., 1433gestiftet. Zeichen: ein silberner Adler mit aus-gcbreiteten Flügeln, in den Krallen einen Zettelmit der Devise: Thue Recht! haltend; ging baldwieder ein. 2) Goldncr A. in Württemberg, s.Württemb. Kronenorden. 3) Weißer A. in Ruß-land, ursprünglich ein polnischer Orden, gestiftetvon König Wladislans IV. von Polen 1326,wurde von König August II. von Polen am1. Nov. 1708 erneuert, vom König von Sachsenals Herzog von Warschau 1807 abermals er-thcilt, 1815 darauf vom Kaiser von Rußland,Alexander I., als König von Polen in der pol-nischen Verfassung zum ersten Orden des Reicheserklärt u. endlich durch das Organische Statutvom 26. Febr. 1832 in die Reihe der russischen!Orden ausgenommen, unter denen er als 4. hin-!ter dem Nlexandcr-Ncwskij-Orden rangirt. Der!Orden hat nur eine Klasse, u. das Ordenszcichen;
- Adiersparrc.
besteht jetzt in einem roth emaillirten Kreuze mitdem weißen Adler im Mittelschilde, der Königs-kronc, goldenen Flammen in den Winkeln; aneinem breiten hellblauen Bande über die rechteSchulter zu tragen; dazu wird auf der Brustein goldener Stern mit weißem rothgerändertcmKreuz in der Mitte u. der Devise: I?ro kiäs, rs§sst IsAs getragen. 4) Der Schwarze A. in Preu-ßen wurde bei der Krönung von König Friedrich I.zur Hebung des Ansehens des neuen Königreichesgestiftet; 17. Januar 1701 die ersten Ritter des-selben ernannt. Großmeister des Ordens, dernur aus einer Klasse besteht und der höchste inPreußen ist, ist der König, jeder seiner Söhneist geborener Ritter desselben. Sonst erhaltenden Orden nur auswärtige Fürsten u. deren ersteWürdenträger, inländische Militärs und Civil-beamte, sofern sie bereits im Rang eines Gene-rallicutenants stehen. Der Orden besteht in einemhellblauen Kreuze mit Adlern in den Winkeln n.der Chiffre 17 3. im Mittclschilde, welches anbreitem orangefarbigem Bande über die linkeSchulter getragen wird; dazu auf der Brust einachtspitziger silberner Stern mit schwarzem Adlerin orangefarbigem Felde u. der Devise: 8unmonigns. Bei besonderer Auszeichnung ist derOrden mit Brillanten versehen. 5) Der RotheA. in Preußen, als Orärs äs In sinssrite 1705vom Erbprinzen Georg Wilhelm von Bayreuthgestiftet, 1777 neu constituirt, 1792 zum zweitenOrden in Preußen erhoben, umfaßt seit 18. Jan.1830 vier Klassen, denen König Wilhelm bei derKrönung 18. Octbr. 1861 als oberste das Groß-kreuz hinzugcfügt hat. Von allen Klassen wirddas gleiche Ordenszeichcn, nur in verschiedenerGröße getragen: ein weiß emaillirtes Kreuzohne Spitzen, auf dessen weißem Mittelschilde sichans dem Avers der gekrönte rothe Adler, auf demRevers die Chiffre 1'. IV. mit der Krone darüberbefindet; an weiß gewässertem Bande niit breitenorangefarbenen Streifen u. schmalen weißen Rän-dern. Zur I. Klasse, sowie für die ältesten Ritter II.Klasse wird noch ein silberner achtspitziger Sternmit dein rothen Adler, auf dessen Ernst dashohenzollcrnschc Wappen mit der Devise: Linosrsst constanter, ans der linken Brust zu tragen, ver-liehen, für langjährige Dienste auch Brillanten.Als besondere Auszeichnung erhalten Ritter I.Klasse, wenn sic schon Ritter II. n. III. Klassewaren, den Orden mit Eichenlaub, 3 goldeneEichenblätter am Kreuz und der oberen Spitzedes Sterns; Ritter III. Klasse, die vorher schondie IV. Klasse hatten, eine Schleife von derFarbe des Ordensbandes am Ring über demKreuze; allen Klassen werden für kriegerischeThatcn die Schwerter zum R. A. verliehen.Die I. Klasse trägt den Orden an breitemBande um die Schulter, die II. Klasse am Halse,die III. u. IV. an schmäleren, Bande im Knopf-loch. Tie Schwarzcn-Adler-Rittcr, die mit diesemdie I. Klasse des Rothen Adlcrordens zu führenvon selbst berechtigt sind, tragen den letzteren an! einem etwas schmäleren Bande um den Hals.
! Adiersparrc, 1) Georg, Graf A., schwedi-! scher General, geb.28.März1760in der schwedischen; Prov. Jcmtland, stndirte in Upsala, trat 1775 in