Adlerberg — Adlercreutz.
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Pinakothek cinverleibt wurden, mehrere großesVasen, namentlich die nach Mart. Wagners Ent-^wnrf ansgeführtc zum Rcgierungsjnbiläum Ma-^ximiliansl. 4) Friedrich,Baumeistcr, geb. 1827 ^in Berlin, besuchte erst die Kunstakademie seiner'Vaterstadt, dann 1846—49 die Universität u. seit
1848 auch die Bauakademie, machte Reisen durchdie Niederlande, Frankreich, Italien u. Sicilien u.wurde 1861 Professor der Bangeschichte an derBauakademie in Berlin. SeinBcstrcbcu ist daraus«gerichtet, die griechische Antike mit den mittel-jaltcrlichcn Stilen in Einklang zu bringen. Haupt-.bauten: die Thomaskirche in Berlin, die Christus-^kirchc daselbst, die Pfarrkirchen zu Heppens ander Jahdc, zu Groben u. zu Sandow in derMark rc. Er gab u. a. heraus: MittelalterlicheBackstein-Bauwerke des prcuß. Staates, Berl.1859—69. 5) Johann Gnnder, norwegischerStaatsmann u. Gelehrter, geb. 1784, wurde 1812Lector, Vorsteher u. erster Lehrer des Instituts„Zun: Andenken des Prinzen Christian August"zu Frederikshall in Norwegen, 1814 Cabinets-secretür des dänischen Erbprinzen u. Statthaltersin Norwegen Christian Friedrich, 1839 Mit-director des königl. Schauspiels u. mit demRang-titcl Geh. Etatsrath Cabinetssecretär des nun-mehrigen Königs Christian VIII., 1840 Staats-sekretär der Gnadcnsachcn, 1841 Ehrenmitgliedder Kopenhagcner Akademie der schönen Künsteund Wissenschaften, 1848 Geh. Confercnzrath;
1849 pcnsionirt, st. er 1852 auf einer Badereisezu Hof in Bayern. A. ist im Verein mit demNorweger Falsen der Verfasser des „EntwnrsSzu einer Constitution für das Königreich Nor-wegen", der vom König Christian zum Staats-grundgesetze für das Königreich Norwegen erhobenu. 1815 von König Karl XIV. Johann, Königvon Norwegen u. Schweden, bestätigt wurde.Dies Grundgesetz vom 4. Nov. 1814 ist eine derfreiesten aller europäischen Constitutionen.
Adlerberg, Wladimir Fcdoro witsch,Graf, russischer General n. Minister, geb. 1793in Petersburg, kam durch die Stellung seinerMutter, der Wittwo des Obersten Fedor. A., alsOberin des Instituts für adelige Fräulein, früheschon in die Nähe der kaiserlichen Familie n. trat26. Dec. 1811 als Offizier in das lithanischeGarde-Infanterieregiment. Nachdem er in dem-selben. die Feldzüge von 1812, 1813 n. 1814 mit-gemacht, ward er 1817 Adjutant des damaligenGroßfürsten Nikolaus, dessen unzertrennlicher iBegleiter er seitdem geblieben ist. Nach dcwThronbesteigung des Großfürsten ward er Fln^gcladjutant, machte als solcher im Gefolge desKaisers den türkischen Feldzug von 1628 mit,wurde Director der Kriegskanzlei, am 18. Dec.1833 bereits Gcnerallieutenant. Acht Jahre spä-ter treffen wir ihn als Generaldircctor der kaiserl.Postanstaltcn, bestrebt, in diesem Fache Reformeneinzuführen, namentlich ein einfaches Porto für!die im Umfange des Reiches selbst versendetemBriefe. 1843 zum General der Infanterie n.!1847 in den Grafenstand erhoben, wurde ew1852 nach des Feldmarschalls Fürsten WolkonskyTode Minister des Kaiser!. Hauses u. Kanzlerder russischen Orden unter Beibehaltung des Ge-
neraldircctoriums der Posten, welches Amt ererst 1856 abgab. Durch u. durch den Grund-sätzen seines kaiserl. Herrn dienend, ward er vondiesem ans dem Sterbebette dem Nachfolger em-pfohlen n. behielt auch unter diesem, Alexander II.,seine einflußreiche Stellung als Diener n. Freunddes kaiserl. Haujes, Rathgeber desselben in allenAngelegenheiten, ungeachtet er den Reformen des.Kaisers gegenüber sich eher abwchrend als för-dernd verhielt und mit Politik nie mehr alsdringend nothwcndig sich befaßte. 1861, am26. Dec., aus Anlaß seines 50jährigen Jubi-läums zum Chef des Infanterieregiments Smo-lensk ernannt, erhielt er noch die besondere Aus-zeichnung, daß der Kaiser seine Verdienste ineineni eigenen kaiserlichen Refcript anerkannte.Das Ministerium legte er 1871 wegen hohenAlters nieder; im Reichsrathe zählt er jetzt zuden ältesten Mitgliedern. Bon seinen Söhnenist der älteste Alexander, Graf A.II., Generalder Infanterie, Generaladjutant n. Minister deskaiserlichen Hauses; der zweite Nikolaus, GrafA. III., General der Infanterie, Generaladjntant,Gencralgonvcrnenr des Großfürstenthums Finn-land u. Gcncral-Commandant der Truppen desII. Militärbezirkes Finnland. Letzterer zuvorlangjähriger russischer Militär - Bevollmächtigteram Berliner Hose.
Adlcrbcth, 1) Göran Gndmund, schwedi-scher Dichter, geb. 1751, gcst. 1818, Privatsecretärbei GustavIII.; Reichsantiqnar; Staatsrath 180!)bis 1815; Freiherr seit 1809. Gehörte als Dich-ter zu der unter Gustav herrschenden französischenSchule (s. schwed. Literatur), schrieb Tragödien rc.von seiner größeren Bedeutung; dagegen wird erals Übersetzer des Virgil, Ovid, Horaz hochge-schätzt (ans diesem Gebiete ist er zum Thcil Schü-ler von Joh. Heinr. Voß). Er war der Erste,der die schwedische Metrik systematisch darstellte;auch der Erste, der in Schweden Aufmerksamkeitfür altisländische Poesie erweckte. Seine Me-moiren (Historisüa antookninAar) erschienen nachseinem Tode. 2) Jacob, geb. 1785, gest. 1844,Sohn des Vorigen, Alterthnmsforscher. War,ohne selbst ein bedeutender Schriftsteller zu sein,von Wichtigkeit für die schwedische Literatur alsder eigentliche Stifter des literarischen Bundesdötdisüa, I?örbumlLt.
Adlercreutz, Karl Johann, Graf v. A.,schwedischer General, geb. 27. April 1757. Ertrat 1770 bei den finnischen Dragonern ein, war1788 beim Ausbruch des schwedisch-russischenKrieges Capitän, focht am 17. Juli dess. I. inder Schlacht bei Hogland mit, commandirte inverschiedenen Streifzügen mit Glück u. ward 1790Major. Als im Febr. 1808 die Russen aber-mals in Finnland einbrachcn u. ein neuer Kriegzwischen den beiden nordischen Mächten sich ent-spann, ward er zum Chef einer Brigade ernannt.Er nahm unter Klingspor theil an den Schlach-ten von Sikajoki 18. April n. Sawolax 28. April,führte dpn Rückzug der Schweden nach Uleä ge-gen die Übermacht der Russen, schlug am 24. Junibei Nen-Carleby den russischen General Janko-: witsch u. säuberte die Provinz Karelien vom; Feinde. Am 2. Sept. ward er bei Kuartane u.