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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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200 . Adimari

guanii minoris oder asstimatoria, mit welcherman wegen gleicher Mängel binnen Jahresfristdie Herabsetzung des Kaufpreises nach sachver-ständigem Ermessen fordert.

Adimari, alte guelfische Familie in Florenz,ausgestorbcn 1766; gab Florenz im Mittelalterviele Staatsmänner; außerdem: 1) Mess., geb.1579, italienischer Dichter; übersetzte u. commen-tirte den Pindar; st. 1649. 2) Ludov., Vetterdes Vorigen, geb. 1644 zu Florenz, war Kam-merherr des Herzogs von Mantua und wurde1697 Professor der toscanischen Sprache an derRitterakadcmie zu Florenz; st. 1708; schr.: Iwgare ckoll' amors ob äsll smiomia (Komödie),Florenz 1679; Louetti amorosi, ebd. 1693;Üosais saors et morali. ebd. 1696; Latire,Lucca 1776.

üä inkoeos (lat.), zu den Todten, ins Schatten-reich.

üii interim, einstweilig.

Sldipinsänre (Chem.) OgHiJ)« bildet sichbei längerem Erhitzen von Talg, Olsäure, Wachs,Walrath mit Salpetersäure; sie krystallisirt inweißen, halbkngelförmigen Warzen, oder in glas-glänzenden Prismen, welche bei 148° schmelzenn. sich in heißem Wasser, Alkohol, Äther leichtlosen. Vorsichtig erhitzt, sublimirt sie unver-ändert. in fedcrförmigen Krystallen. Von denadipinsaurcn Salzen sind die der Alkalien imWasser löslich, die übrigen werden durch doppelteZersetzung erhalten. Der A-äther LgUgO^Ozlls)!!entsteht beim Einleiten von Salzsäuregas indie alkoholische Lösung der A. als farb-lose, angenehm riechende Flüssigkeit, die bei 245°siedet u. in der Luft verdampft; von Chlor wirder zersetzt u. in eine dickflüssige Masse verwandelt.

Adipös (v. Lat.), fettig (Anat.), ackipoauspaniiiünlus.llnterhautfcttgewebe; Adip ocire (fr.,Physiol.), Fcttwachs, das sich z. B. in Leichenbildet, die lange im Wasser gelegen haben. Esenthält 94—97°/o Fettsäuren.

Adipsie (v. Gr.), Durstlosigkeit; Adipsa, durst-löschende Mittel.

Adirondae, Gebirge, dieAusdchnung derAlle-ghauies nach Norden auf einer Hochfläche von150 Ion Länge und 230 Ion Breite im StaateNew-Iork, in den Counties Essex u. Hamilton,unter 44° n. Br. und 73 bis 75" w. L. Esreicht bis nahe an den Champlainsee. GegenW. stoßen daran die Seen Emmons, Long,Crotchet u. Racket. Der höchste Punkt in dieserGegend ist Mount March, 1740 m. Die ganzeGegend ist vorwiegend felsig, daher dünn be-siedelt, Granit und Eisen bilden die Haupt-vorkommcn, der unbedeutende Adirondacfluß er-gießt sich in den oberen Hudson. Hier die Was-serscheide zwischen dem St. Lorenzstrom und demHudson im Staate New-Dork.

ü (iisoeetion (fr.), nach Belieben.

Aditja (d. i. von Mit! stammend; ind.Myth.),Name des Sohnes der Aditi u. bezeichnet einenGötterkreis, 7 (nach Anderen 8) Wesen, an derenSpitze Varuna steht. Über ihre Stellung u. Be-deutung in der Götterwelt s. Roth in der Zeit-schrift der Deutsch-morgenländischcn Gesellschaft,Bd. 6. S. 68 f. In den Brahmana u. später!

— Adjuuct.

^überhaupt wird ihre Zahl auf 12 angegeben,mit offenbarer Beziehung auf die Zahl der Mo-nate. Auch ist Aditja Name der obersten Göt-ter u. zugleich allgemeine Bezeichnung der Götterüberhaupt und speciell des Sonnengottes.

ückltus (lat.), 1) Eingang, Zutritt. 2) (Anat.)Eingang zu einer Höhlung des Körpers, so z. B.Läitus aä oanalsm §a1IoM> s. u. Schädelknochen.

Adjectltmm (lat.), Eigenschaftswort, welchesdie Beschaffenheit eines Gegenstandes angibt,man nennt es auch Beiwort. Da das A. zu seinemSubstantiv in der engsten Beziehung steht, somuß es z. B. lat. u. gricch. mit demselben inGenus, Numerus und Casus übereinstiinmen, inden jetzigen romanischen Sprachen, die eigentlicheCasus nicht mehr haben, in Genus u. Numerus,im Englischen ist es, abgesehen von der Com-paration (s. d.), jeder Veränderung unfähig ge-worden. Eigenthümlich hat sich das Vcrhält-niß im Deutschen gestaltet, wo für die jetzigeSprache der Grundsatz gilt, daß das attributiveA. sich nach seinem Snbst. im Gen., Num. undCas. richtet, das prädicative aber flexionslos ist(ein guter Mann, eine gute Frau, ein gutesKind, aber: der M., die Fr., das Kind ist gut).Doch hat die Sprache gegen früher an Flexions-fähigkeit schon cingebüßt, da im Plur. Masc.,Fein. u. Ncutr. jetzt gleich lauten (gute Männer,Frauen, Kinder), die goth. u. ahd. noch deutlichunterschieden werden. Unflectirtes attributivesA. kommt jetzt nur noch dichterisch vor (Rösleinroth, u. bcini zweiten A.: ein grünes laubig Dach).Beim attributiven A. unterscheidet das Deutscheauch noch zwischen starker u. schwacher Declina-tion (s. d.). Nach dem bestimmten Artikel der,die, das n. einigen anderen Wörtern, wie dieser,jener, welcher re., die durch ihr r, e, es dasGenus schon hinlänglich deutlich bezeichnen, folgtdas A. in schwacher Form (der gute M., diegute Fr., das gute K.), sonst steht starke (einguter M., eine gute Fr., ein gutes K.). Das A.kann auch substantivirt werden (der Kranke, dasGroße), was namentlich in Sprachen, die wiedas Deutsche einen Artikel besitzen, sehr häufiggeschieht. Höhere Grade des Adjectivs (hoch,höher, der höchste) werden durch die Komp ara-tion oder Steigerung (s. d.) ansgedrückt.

Adjndieirc» (lat.) heißt im Römischen Rechtedie gerichtliche Zuerkcnnung einer streitigen Sacheim Thcilnngsverfahren, d. h. in Folge der avtioooinmrmi ckiviänncko, der a. üiiiuin reAmickorrm,a. lamiliao Iisreisoumias. Durch das Adjudi-cationsdecret erwirbt der Adjudicat ohne Weite-res das Eigenthum an der adjudicirtcn Sache.Ebenso im Subhastationsverfahren, jedoch setztdie Ertheilung des Adjudicationsdccrets die ge-schehene Zahlung des Kaufpreises voraus.

Adjument (v. Lat.), Hilfsmittel, Beistand.

AdMict (V.Lat.), 1) Gehilfe eines Beamten;2) besonders den geistlichen Ephoren u. Inspek-toren beigegebener Amtsgehilfe; daher: Adjunctur,Stelle eines Adjuncten, u. Adjungiren, beigeben,zuordnen, besonders als Amtsgehilfe beigeben;^.ckjuuota, nicht zum Wesen einer Sache gehörigeEigenschaften derselben, Anlage, Beilage; Ad-junction,' An-, Beifügung, besonders die Art der