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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
Entstehung
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Abdcros — Abdruck.

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für eine Freie Stadt erklärt, welche sich noch bisins Mittelalter hinein erwähnt findet. Trüm-mer bei dem heutigen Polystilo in Rumclicn. DieEw. des alten A. waren wegen ihrer Beschränkt-heit u. Albernheit bekannt u. häufig von einemzcitweisen Wahnsinn befallen, der in der örtlichenLuftbeschaffenheit seinen Grund gehabt haben soll;Abderit war daher als Schimpfwort gebräuchlich.Trotzdem ist A. Geburtsort von Männern wiedie Philos. Demokrit, Protagoras u. Anaxarchosu. des Geschichtschreiber Hekatäos. Lucian zu Anf-seiner Abhandl.: Wie man Gesch. schreiben müsse,u. Lafontaine in seiner Fabel: Demokrit u. dieAbderiten, haben die Albernheit dcrs. geschildert.— Abderitismus nennt man noch heute be-schränktes Wesen, Schildbürgerthum, Kleinstädte-rei; gegen dieses ist der Wielandsche Roman: DieAbderiten, gerichtet (spcc. zielt derselbe auf seineVaterstadt Biberach); in der Philos. die Behaup-tung, daß das Menschengeschlecht nicht die Fähig-keit einer unendlichen Fortentwickelung habe, son-dern daß es, auf eine gewisse Höhe der Bildung ge-langt, wieder auf eine niedere Stufe zurücksinkenund von vorn ansangen müsse. Abderisiren,faseln, alberne Dinge treiben oder reden.

Abderos, Sohn des Hermes, ein schönerKnabe aus Opus in Lokris, befand sich unter denBegleitern des Alkedon, als Herakles nach Thrakezog, um die fcuerschnaubenden Rosse, welchen derBistoncn-König Diomedes die in sein Land kom-menden Fremden vorwarf, zum König Eurystheusnach Mykene zu bringen. Am Ufer des Ntcercsvon den Bistonen eingeholt, vertraute Herakles,während er die Verfolger abwchrte, die Rossedem A. an, der aber von ihnen zerrissen wurde.Nach ihm benannte Herakles eine von ihn: ge-gründete Stadt Abderos.

Abderrhama», s. Abdur-Rhaman.

Abdras, angeblich Apostelschüler u. erster Bi-schof v. Babylon, dem eine der vielen apokry-phischen Apostelgeschichte, eine Aist, eerta-urinis apostolioi (lat. in l?adricii 6ock. axo-orxxü. deutsch Stuttgurt18S5), zugeschrie-

ben wird.

üinüoatio übeeoeum, Lossagung eines Vatersvon den Kindern; a tutsla, Ablösung, Entsa-gung der Vormundschaft; snris. freiwilligeEntäußerung eines Rechtes; L.. Iwreältatis, Ver-zichtlcistung auf Erbschaft.

Abdication, abdiciren, s. ab danken.

Abdichten, s. Schiffbau.

Abdomen (lat., Bauch), bei den Wirbel-thieren der Unterleib, der Theil deS Rumpfes,welcher den Magen, Darm, die Harn- u. Ge-schlechtsorgane enthält. Betz den Gliederfüßlern(L,rtkrroxocka) ist das A. od. der Hinterleib meistvon frei beweglichen Ringen umschlossen u. trägt

nal-Eingeweide, Eingeweide des Unterleibes;Abdominalkrankheiten, Krankheiten der Unter-leibsorgane.

übclomlnslss (lat.), Bauchflosser: Knochenfischeaus der Gruppe der Physostomen (Weichflvsser,deren Schwimmblase einen Lustgang hat), mitBauchflossen hinter den Brustflossen; nieist insüßem Wasser. Hierher die Familie der Heringe,Hechte, fliegenden Fische, Lachse, Karpfen,' Zahn-karpfen, Welse.

Abdosstrcn (v. Fr.), abschärfen, schräg machen,s. Tossirung.

Aüdraht, Abdrehspäne, Metallspäne, Ab-fall von der Metalldrehbank, welcbe mit Gips ver-mengt einen sehr festen Kitt geben; die von Zinnwerden zur Bereitung der Scharlachfarbe benutzt.

Abdrehnagel, starke Schraube mit Feilenhie-ben auf der unteren Fläche des Kopfes, zum Ebnender gebohrten Schraubenmutterlöcher.

Abdruck, 1) im eigentlichen Sinne des Wortesdas Verfahren, mittels Anwendung von Druckauf einen Gegenstand einen anderen nachzuformen,z. B. einen Schlüssel mittels Wachses, dann dasErgebniß dieses Verfahrens. Der Gegenstandkann ein erhöhter, oder auch ein vertiefter sein.Er ist das Erste beim Bücherdruck, das Zweitebeim Kupferstich u. bei der Zeichnung auf Steinniit der Nadel; er ist weder das Eine, noch dasAndere bei der Kreidezeichnung auf Stein u. beider Herstellung photographischer Abdrücke, wobeiüberhaupt von einem eigentlichen A. keine Redeist. Jeder A. eines Gegenstandes gibt der Na-tur der Sache nach ein verkehrtes Bild desselben.Die Folge davon ist, daß die so gewonnenen Ab-drücke vielfach nur zur Herstellung von weiterendienen, welche den Gegenstand in seiner ursprüng-lichen Lage zeigen, indem man den ersten A.als Form für den zweiten benutzt. Handelt essich um den A. „vertiefter", „einseitiger" Schnitt-producte, z. B. von Siegeln, so dienen dazusolche Stoffe, welche ihrer Natur nach geeignetfind, alle Theile der Vertiefung genau auszu-füllen u. nach dem Gebrauche mehr oder minderzu erhärten, wie z. B. Siegellack, Wachs rc.Will man erhöht Gearbeitetes abdrncken, wiez. B. Münzen, Medaillen, Gemmen rc., so mußdavon zunächst eine Form gemacht und in diesedann ein conststenteres Material gedrückt werden.Vom Stanniol abgesehen ist es nothwcndig, dieForm vorher ein wenig mit Öl oder anderemFettstoff zu bestreichen. Zum A. von Münzen n.Medaillen empfiehlt sich ganz besonders Stanniol.Bei größeren Gegenständen, wie Medaillons,läßt er sich schwer oder gar nicht ohne. Ver-biegen abnehmen, weshalb es sich empfiehlt, denStanniol vor seiner Abnahme mit Gips zuüberziehen. Noch besser als Gips dient zum

mitunter (bei den meisten Krustern u. Tausend-!Ausgicßen der Form Alaun. Zuni Ä. flacherfüßlern) Gliedmaßen (Abdominalfüße). Das A. metallener Gegenstände ist aufgelöste Hauscnblaseist bei den Tausendfüßlern nur höchst unvoll- oder durchgeseihtcr Tischlerleim gut zu verwenden,ständig von dem Bruststück od. Thorax geschieden; Ebenso gibt in der Hand geknetete warmebei den Skorpionen zerfällt es in einen vorderen'. Brodkrume gute Abdrücke. Einen überaus festen u.und Hinteren Abschnitt, das Präabdomen und! dauerbaren A., in den man beliebige Materialien,Postabdomen. Davon: Abdominal (in der ^ Metall ausgenommen, gießen kann, gibt mit Gall-medicin. Sprache), zum Unterleib gehörig, mit 'äpfeln oder Eichenrinde abgekochter Leim, demdemselben in Beziehung stehend. Also Abdomi- man '/g Kohle, Schiefermehl oder Schwefel glcich-Pi-r-rs Universal-Conversatiolls-rixikon. v. Allst. I. Band. Z