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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
Entstehung
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28 Abbrevintorcn

nicht vollendeter Metallwaarcn durch Erhitzen undVerzehren eines vorher darauf angebrachten Über-zuges bezweckt. A. nennt man 3) (Ziegel- undKalkbr.) dem Ofen mit dürrem Reisholze dieletzte Hitze geben. 4) das Blech zum ersten Maledurch schmelzendes Zinn ziehen. 5) (Schmclzh.)so v. w. Feinbrcnnen.

Abbrcviatorcn (v. lat.) hießen die seit dem1-1. Jahrh. vorkommenden Schreiber der päpstl.Kanzlei, welche die Sendschreiben u. Antwortenauf die an den Papst eingcgangcnenBittschriftcnrc.nach der beigcschriebencn Erledigung des Papsteszu entwerfen, abzuschrcibeu, einzutragcn u. mitden etwaigen Kostenrechnungen an die expcdirendeÄbth. der Kanzlei zu befördern hatten. PapstPaul II. hob sie wegen ihrer Bestechlichkeit auf,doch wurden sie später wieder zu 72, davon 12mit Prälatenrang, 22 niedere Geistliche u. dieübrigen Laien (cks Laroo majori, cls I . minoriu. oxaminatoros genannt), wieder cingeführt.

Abbreviaturen (v. Lat.), s. Abkürzungen.

Abbruch, 1) ein durch den Strom oder Eis-gang untcrhvhltcs und abgebrochenes Uferstück.2) ein Haus auf den A. kaufen heißt: das Ma-terial ohne den Grund n. Boden kaufen, um esanderweitig zu verwcrtheu. 3) der in den Lettern-gießmaschinen entstehende Anguß, der bei Fertig-stellung der Lettern abgebrochen wird.

Abbruchen. Hartes, schwer verdauliches Futterwird, wenn cs namentlich Wiederkäuern verfüttertwerden soll, um cs verdaulicher und weicher zumachen, mit heißem oder kochendem Wasser übcr-gossen od. abgebrüht.

Abbt, Thomas, deutscher Schriftsteller, geb. 2b.Nov. 1738 zu Illm, studirte zu Halle Thcol., späterPhilos. u. Mathem. 1760 wurde crProf. derPhilos.zu Frankfurt a. O., wo er seine erste Abhandlung,VomTod fürs Vaterland", Berl. 1761, vollendete.In Berlin trat er mit Moses Mendelssohn, Ni-colai u. Euler in freundschaftlichen Verkehr u. wurdeMitarbeiter au den von Nicvlai hcrausgeg. Brie-fen, die neueste Literatur betreffend. Da ihm dasakademische Leben in Rinteln, wohin er als Prof,berufen wurde, nicht behagte, studirte er noch die .Rechte, um ein bürgerl. Amt bekleiden zu können.Im Jahre 1765 berief ihn Graf Wilhelm vonSchaumbnrg-Lippe als Hof-, Rcgierungs- u. Con-sistorialrath nach Bückebnrg. In demselben I.begründete A. mit dem WerkeVom Verdienst"seinen Ruf als Schriftsteller. Er st. schon am3. Nov. 1766. Ein praktischer Philosoph der lWolffschcn Schule, ein Mitstrebcndcr Nicolais u.Mendelssohns, ein vielseitiger u. feiner Beobachter sdes inneren u. äußeren Menschenlebens, verband >A. mit warmer christlichen Gesinnung unter dengewaltigen Eindrücken der Fridcricianischen Zeit iein antikes Nufgeheu in die Idee des Gemein- lWohles und predigte zugleich mit jugendlichem >Feuer n. klarem Verstände die Aufopferung fürdas Vaterland. Seine Sprache ist kernhaft, ur- isprünglich, nicht immer nngesncht, ergeht sich in >geistreichen Metaphern und erhebt sich gern zu :rednerischem Schwung. Seine Vermischten Schrif- !len von F. Nicolai, Berl. 176881, 2. Ausl, i1790, hcrausgegcbcn. !

Abbuna (d. h. unser Vater), Name des obersten ;

Abchasien.

> abessinischcn Geistlichen der äthiopischen Kirche, in

- der Regel ein Kopte, welcher vom koptischen Pa-

> triarchen von Alexandrien geweiht worden.

: A-b-c, das, die nach den 3 ersten Buchstaben

: benannte ganze Reihe derselben, Alphabet;

> das A-b-c einer Sache, bildlich: deren Anfangs-grüude.

A-b-c-Bücher oder Fibeln nennt man die. Bücher, welche die Anfangsgrüude des Lesens u.: nur Gegenstände für den ersten Unterricht ent-halten. In: Mittelalter wurden die Namen der

- Heiligen zu den ersten Lcseübungcn benutzt. Lu-: thcrs Fibel,Ein buchlein für die leycn und

- kindcr", das erste deutsche A-b-c-Buch, enthielt: das Alphabet, das Vaterunser, den Glauben,, einige Gebete u. Titulaturen zum Briefschreiben,

u. fand große Verbreitung. Valentin Jckelsamer,ein Schulmeister zu Rothenburg a. d. Tauber,später in Erfurt, gab um 1531 unter dem TitelDeutsche Grammatica" das erste eigentliche Lese-büchlcin heraus, in dem er bereits das Lesenohne Buchstabiren lehrt. Seit Anfang' des 18.Jahrh. wurden die Fibeln mit Bildern zur Er-läuterung u. Neimen zur leichteren Einprägungder Buchstaben ausgestattet. Die bekannten,nichts weniger als gelungenen Fibclvcrse wer-den Bicnrod, einem Schulmann in Wernigerode,zugeschricben. Schon frühzeitig war ein Hahnals Symbol der Aufmerksamkeit das Titelbildder Fibel u. auf der Rückseite kam bald dasEinmaleins dazu. Spätere neue Lesemethodenbrachten Veränderungen und Verbesserungen indie N-b°c-Bücher, so in Zeidler (1700), Weiße,Lpz. 1772, Vogel, Des Kindes erstes Schulbuch,Lpz. 1842, Campe, Salzmann, Hahn u. v. A.(Vgl. Lesen u. Lesemethoden, s. auch Fibel.)

Ä-b-c-dlNÜa (^omslla mauritiana 1^er.s.)> aufAmboiua, Ceylon u. Tcrnate häufig wachsendePflanze, an welcher das Kraut u. wol auch dieFrüchte als antiskorbutische Mittel officinell waren,u. welche diedortigenLehrer von denKindern kauenlassen, um durch ihre Schärfe die Zunge beweg-licher zu machen u. die Aussprache der arabischenZischlaute zu erleichtern.

A-b-c-darien, die sogen. Realwörterbüchcr,inwelchen die sächsischen Rechtsbücher (Sachsenspiegelu. die zu dessen Familie gehörigen Rcchtsbücher)nach Rubriken in alphabetischer Ordnung behufsleichterer Handhabung bearbeitet wurden. EinWerk der Art ist das Lromptuarium jurio vonGcnglcr, blllavMs 1854.

A-b-c-darn, Spottname der Wiedertäufer, weilsic anfangs alle Wissenschaften, selbst Lesen u.Schreiben, verwarfen.

A-b-c-darins,A-b-c-Schütz; a-b-c-diren, die No-ten nach ihrer Benennung (o ci s re.) Heesingen.In der italieuischcnGesanglchrc heißt es solmisirenoder solfeggircn, s. Solmisation und Solfeggio.

Abchasien, Absne, Abchasi, Abchaseti,Abasa, russische Landschaft zwischen der OKüstedes Schwarzen Meeres, Mingrclicn, dem Kaukasusu. Tschcrkcssengcbict; gcthcilt in Groß-A. amMeer und das östl. davon gelegene Klein-A.;durchzogen von den Abchasischen Kaukasusketten (s.Kaukasus), die sich in einigen Gipfeln zur Schnee-grenze erheben; von fischreichen Flüssen (Galadsga,