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snvnnts — Afifieokutti.
Abtei, von der nur noch die Kirche steht. 4 Imdavon, am Mont-Tendre die tiefen Chauditresd'Enfcr, „Höllenkessel", mit schönen Stalaktiten.
übbs>e de eavsnts (fr.), Gclchrtenabtei.
Abbe (fr.), Abt, hießen in Frankreich vor derRevolution die Vorsteher eines Klosters, od. auchalle Diejenigen, welche theologische Studien ge-macht, jedoch noch nicht die Priesterweihe empfangenhatten. Seit Franz I. hatten nach einem mitPapst Leo X. abgeschlossenen Concordat dieKönige von Frankreich das Recht, 225 ^bdvsooinmcnäatairos als weltliche Abteivorstchcr ein-zusetzen, denen bedeutende Einkünfte von denKlöstern re. zufielen, während sie nicht einmal dieVerwaltung der Klöster leiteten, sondern für siedie sogenannten Urlsurs clanstralos. Sie sollteneigentlich innerhalb Jahresfrist die Priesterweiheerlangen, wurden indessen meist auf unbestimmteZeit davon dispcnsirt. Mit diesen Stellen wur-den deshalb meist jüngere, arme Söhne desAdels versorgt, oder auch Gelehrte. Viele A-s,denen keine Pfründe zufiel, wandten sich je nachGeburt ud. Befähigung dem Lehr- od. Schrift-stellerstande zu, u. andere übten als Hauslehrer,Gcwissensräthe und Hausfreunde bedeutendenEinfluß auf die Gcsellschafts- u. Bildnngsver-hältnisse der höheren Kreise. Da sich so mancheunter ihnen in Wissenschaft und Literatur aus-zeichneten, behielt der Titel früher stets ein ge-wisses Ansehen, während er seit der Revolutionin Frankreich nur noch als Höflichkcitsanrede anjunge Geistliche angewendet wird. Die Kleidungder A-s bestand in einem kurzen schwarzen od.dnnkelviolettcn Gewände mit einem kleinen Kragen,n. ihr Haar war in eine runde Locke geformt.
Abbe***, Zeichen, dessen sich ein modernerfranzösischer Schriftsteller bedient, der durchseine die Gebrechen des Katholicismus geißeln-den Romane Aufsehen erregte. Die haupt-sächlichsten waren: Im manckit, Par. 1863, deutschLpz. 1863, 3 Bde.; I,a roliglenos, ebd. 1864,deutsch Lpz. 1864; Im Isonits, ebd. 1865, deutschLpz. 1865; Im moins, ebd. 1865, deutsch Lpz.1865. Die Person des anonymen Verfasserszu enträthseln, hat man sich bisher vergebensbemüht.
Abbeizon, vom Wilde, das junge Holz ab-weidcn; daher abgebeizter Hieb. — Abbeizen,abbrenncn, blankbcizen, beizen nennt man in derTechnologie die dünne Oxydschicht, welche dieglänzende Oberfläche geglühter oder gegossenermetallenen Gegenstände verdeckt und unscheinbarmacht, nicht mit mechanischen Mitteln, wie feilenoder scheuern, sondern mit chemischen wieder ent-fernen; es geschieht dies mit Scheidcwasser,Schwefelsäure od. anderen das Metall selbst nichtangreifenden Mitteln. Ferner heißt A. das Be-seitigen der Haare von den Fellen in der Gerberei,Ivo als Beizmaterial Kalk dient, sowie bei derGewinnung derKaninchenhaare znrHutfabrikation,wo ebenfalls Kalk gemischt mit Pottasche u. Kochsalzangewandt wird.
Abbe IsmS (der ältere), Philippe, Pierredu Saint-Sevin genannt, u. Abbe endet (derjüngere), ebenfalls Pierre du St.-Sevin, beideMusikmeister an der Pfarrkirche zu Aachen, wurden
in ihrer Eigenschaft als Cellovirtuosen, erstcrcr1727, letzterer 1730, an der Großen Oper zuParis angestellt. — Josef Barnabe de St.-Sevin, genannt l'Xddv lila, Sohn des Erst-genannten, geb. 1727 zu Aachen, wurde SchülerÜe Clairs, ausgezeichneter Violinist an der GroßenOper zu Paris und am Theater in Bordeaux,schrieb: Urlnoipos äo Violon, Bord. 1772, u. zogsich 1776 von der öffentlichen Thätigkcit zurück.
Abbeloos, Joh. Bapt., Canonicus am Dom-kapitel, Professor der Exegese n. des Hebräischen amPriestcrseminar zu Mecheln, geb. 1836 bei Brüssel,schrieb: I)o vita et aeriptis 8. lamodi LatnaruinIlpiaoopi, Löwen 1867; gibt mit Lamy denkirchengeschichtlichen Thcil der syrischen Chronik desAbulfaradsch seit 1872 heraus.
Abbema, Wilhelm v., Zeichner u. Kupfer-stecher, geb. in Crcfeld 1811, von 1830 — 33Schüler der Düsseldorfer Akademie, anfangsLandschaftsmaler, dann Radirer und seit 1846landschaftlicher Kupferstecher. Arbeitete nach A.Achenbach, C. F. Lessing, C. Schemen, C. Capellen,C. Roß u. nach eigenen Zeichnungen. Besondersbekannt sein Blatt des Kölner Domes, 1842.
Abbene, Angelo, ital. Chemiker u.Pharmaceut,geb. 1799 in Lesegno, wurde Professor in Turinu. lehrte am Hospital äi Oarltä in Turin und ander Universität 20 Jahre lang; seit 1847 Lehrerder pharmaccutischen Chemie, hielt er auch unent-geltlich Vorträge über landwirthschastliche Chemieu. erhielt 1832 eine Prämie für eine Anweisung zurVermehrung der Pottaschcproduction in Piemont.Ferner war A. Mitglied der medicinischen Aka-demie, Viccpräsidcnt des obersten Gesundheits-rathcs und des landwirthschaftlichen Vereines, derihm seine Entstehung verdankt, Mitredactcur desLllornalo cli larmaoia, olllmioa o seiende slllni.Er st. 1. Juni 1865. Er schr. u. a.: 8a^g;iutlsiologloo-oülinioo sali lnllnoima äslla inaZnsslanativa (^lobsrtito) nslla, Forminamons, vsAsta-tlans s irultitloarlons clolle plante, 1838; 8»Mlo
elrimioo-agwonomioo jutm-im all' aegua äello
staAno cll 8anlnrl ln Zarcka^na, 1842; 8nllainalattia ävl pomo (ll terra; Del' arsenioo ln-trockotto nel olZarl; XoLivni intvrno all' arte älladbrloars ll pano cki innnmlone etc.
Abbenflethcr Sand, eine Insel in der Elbe,Landdrostci Stade der prcuß. Prov. Hannover.
Abbenrode, Dorf im Kreise Halberstadt despreuß. Rcgbez. Magdeburg, an der Eker; Papicr-u. Ölmühle, Eisenhammer; 1200 Ew.
Abbeoknta, Hptst. des afrikanischen NcgerreichesEgba od. Jornba (im engeren Sinne), im östlichenTheile von Obcrgüinca, am Fluß Ogun, der biszum Orte Agbameja, dem südlichen Hafen vonA., schiffbar ist. A. ist von hier noch etwa 11üm entfernt und liegt auf und zwischen vielenGranithügcln, woher ihr Name, der „unter denFelsen" bedeutet; der Umfang ihrer äußerenUmwallung beträgt mehr als 37 üm, innerhalbderen aber auch viele Felder liegen; die Stadt isthöchst unsauber, hat enge, krumme Straßen u.Häuser aus gestampftem Lehm. Die Residenz,ebenfalls ans Lehm erbaut, heißt Ake, daher derKönig den Titel Al-Ake (d. i. Besitzer von Ake)führt; Ake heißt auch einer der vier Stämme