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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Avanga ii. Monbuttu Abarm.

ffetzbüchern befindlichen, das des 6oäe cis oommoreo<(franz. Handclsges.-Buches von 1807) in den Ar-tikeln 369 ff. u. das des deutschen Handelsges.-Buches (von 1861) in Art. 865 ff. sind bes. an-langend die Fälle des A-s verschieden. Dasdeutsche läßt ihn nur zu, wenn das Schiff ver-schollen, oder seit bestimmter, dreifach abgestufterFrist der versicherte Gegenstand von hoher Handangehaltcn oder durch Seeräuber genommen ist;das französische außerdem auch bei Schiffbruch,Strandung mit Bruch, Unfähigkeit des Schiffes zurWeitersahrt (auch wenn See-Unfälle entstanden)u. bei Verderb oder Verlust von wenigstens H derversicherten Sachen, Fälle, in denen das deutscheGesetz cs bei der gewöhnlichen Berechnung u. Ver-gütung des Schadens bewenden läßt. Der A.-ist unwiderruflich und nach gewisser Frist nichtmehr statthaft; er macht den Versicherer znmEigenthümer des abandonnirten Gegenstandes. A.ist der secgebräuchliche Ausdruck und auch der desdeutschen Gesetzes, das französische nennt ihn-äölalssoinont.

Abariga und Monbuttu, zwei erst durchdie neuesten Reiseberichte des deutschen ForschersGeorg Schwcinsurth bekannt gewordene, naheverwandte Zweige eines afrikan. Volksstammcsin den oberen Nilländcrn, sndl. des Njam-Njam-Gebietes, zwischen dem 4. u. 3. Grad nördl. Br.Rach Schtveinfurth unterscheiden sich dieselbendurch fahlere, kaffebraune Hautfarbe, die sogaroft der der Bewohner Mittelägyptens ähnlich ist,sowie durch geringere Muskelfülle von den Njam-Njam; das Haar ist nie schwarz, wie das derÄgypter, sondern blond, Wergfarben, dabei aufdem Kopf wie an Kinn u. Backen üppig u. oftlang, aber dicht gekräuselt; röthlich schimmerndePupille u. unwillkürliche Unruhe der Äugen sindAnzeichen des Albinismus. Die Männer tragennirgends Felle wie die Njam-Njam zur Zierde,die Weiber bemalen ihren Körper mit einerschwarzen Saftfarbe in den zierlichsten Figuren.Ihre Wohnungen sind in Dachform u. geschmack-voller Ausführung errichtet, namentlich die desKönigs, für Afrika wahre Wunderbauten. Ebensobearbeiten sie Eisen u. Kupfer mit großer Kunst-fertigkeit; andere Metalle kennen sie nicht. Ge-webe und Glasperlen sind bei ihnen mißachtet.Ihre Waffen, Schilde und Lanzen, Bogen undPfeile, Säbel u. Messer, sind von eigenthümlichcrGestalt, verschieden von denen anderer afrikanischenVölkerschaften. Obwol in äußerer Entwickelungdie Njam-Njam übertreffcnd, herrscht hier nochwilderer Kannibalismus; sie essen Menschen-flcisch blos aus Liebhaberei, da das Landreich an Wild, Geflügel und gemästeten Thierenist. In Betreff ihrer Religion kann im All-gemeinen das gelten, was E. B. Tylor (DieAnfänge der Cultur, Lpz. 1873. 2 Bdc.)vonden Religionen der Wilden überhaupt sagt. Überihre Abstammung ist noch nichts Genaueres be-stimmt.

Abauimtion, Landesverweisung auf ein Jahr.

Abano, Flecken in der italicn. Prov. Padua,etwa 8 Kilometer südlich von Padua, in dersehr fruchtbaren Ebene am Fuß der vulkanischenrngan'eischen Berge und an der Eisenbahn von

Padua nach Bologna; in der Gemeinde 3440Ew. A. ist seiner Schwefelquellen wegen berühmt,welche bis 67" R. Wärme haben. Sie entsprin-gen südwärts des Ortes auf dem Gipfel desMontiron, enthalten Chlornatrium u. schwefel-sauren Kalk, n. werden als Bäder u. Schlamm-bäder bes. bei Gicht, chronischen Hautausschlägenu. veralteter Syphilis angewendet. Die Bäderwaren schon den Römern bekannt (Vgnao ^.xani,^poni tonlos u. ^.gnas vatavinas), und spieltenbei ihnen eine große Rolle als Bade- u. Trink-wässer, wie aus Strabo, Martial u. A. hervor-geht. Den äußerst interessanten Brief Theo-dorichs, Königs der Ostgothen, über die Thermenvon A. theilt B. M. Lersch (Gesch. der Balneologie,Würzb. 1863) mit; derselbe Thcodorich ließhier ein Badehaus errichten. Pasini (I)s tüsrmizvatavinis. vatav. 1538), der anräth, im Maiu. Sept. das Bad zu besuchen, erzählt, er habebei strenger Kälte um Weihnachten Kolik mitdem Wasser von A. sich vertrieben rc. Überrestealter Bäder hat man zu Monte-Grotto, SanPietro Montagnone u. Casa-Nuova aufgefunden.In A. ist, wie man glaubt, der GeschichtschreiberLivius geboren.

Abkino, Pietro d', berühmter Arzt, Philosophu. Astrolog, geb. 1250 zu Abano bei Padua, woer auch als Lehrer wirkte. Als begeisterter Ver-ehrer des von der Kirche verdammten Averrhoösu. der neuplatonischen Lehren verfiel er der In-quisition, st. aber vor Ende des Proccsses 1316im Gefängniß. Hundert Jahre später setzte manihm in Padua ein Ehrcndcnkmal. Er schrieb:tlonoiliator ciitkorsntlarnin gnav iutor pbilo-soxllos el msäieos versantur; Mant. 1472 u. ö.Vs vsnouis. Mant. 1472 und Vened. 1550;Lxpositio vroblsinatnin Vristotolis. Mant. 1475;I'oxtus Nosuas emsncialus. Ven. 1505; rc.Über Leben u. Wirken A-s vergl.: G. M.Mazzuchelli, Hobirüs intorno alla vita <ti Vieirack'L.bano, Ven. 1740; K. Sprengel, Versuch einerpragmat. Gesch. der Arzneikunde, 3. Aufl. Halle18211828. vom. II.; Salvators äs Rsimi,8toria äella Nsäioina it. Hup. 184546, 4 Val.

Abnran, St. im Bcz. Cieza der span. Prov.Murcia, links an der Segura u. an der EisenbahnCartagena-Albacete, 2650 Ew.

Abarbancl, s. Abrabanel.

Abarbeiten, 1) durch Arbeit losbringen,wegschaffen z. B. einen Ast, Stein oder dessenUnebenheiten; 2) durch Arbeit abnützen, einWerkzeug; 3) Schulden durch Arbeiten tilgen;

4) zu Ende arbeiten, z. B. ein Stück Tuch;

5) sich abarbeiten so v. w. sich abmühen; 6) derWein hat noch nicht abgearbcitet, heißt: er hatnoch nicht ausgegohren.

Abarca, Don Joaquin, geb. 1780,Pfarrerin der spanischen Prov. Aragonicn. Von Ferdi-nand VII. 1823 zum Bischof v. Leon u. 1826zum Mitgliede des Staatsrathes ernannt, ginger in Folge des veränderten Throngesetzes zuDon Carlos über u. nahm an den carlistischenAufständen in Vitoria u. Logrono theil, folgteDon Carlos nach Portugal, nach England und1836 wieder nach den baskischcn Provinzen, tratan die Spitze des carlistischen Ministeriums, fiel

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