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Abarim — Abatucci.
aber bald in Ungnade und ging verbannt nach^Frankreich. Er st. 1844.
Abarim, ein Gebirge Palästinas, östl. vomJordan und nordöstl. vom Todten Meere, auchPisga geheißen. Sein höchster Gipsel mar derBerg Nein), wo Moses starb (5. Mos. 32, 49).Die heutigen Namen des Gebirgszuges sindDschcbel-el-Tarfüjeh, Dschebel-el-Ghuwaiteh undDschcbel Attarus.
Abarnis (a. Geogr.), Gegend bei Lampsakosin Mysien (Kleinasicn), mit Vorgebirge Abarnos,in die Propontis hineinragend; hier gebar Aphro-dite den Priapos.
Abart, so v. w. Spielart.
Abarticulation (v. Lat.), s. Knochcnfügnngu. Verrenkung.
Abas, 1) König von Argos, Sohn des Lyn-keus u. der Hypermnestra, Vater des Prötos u.Akrisios, Großvater des Perseus, daher dieserder Abantiade heißt. Er besaß einen Schild, derdie Krast hatte, Aufruhr zu stillen, derselbe wurdespäter durch Äneas zu Actium am Apollotempelaufgehängt. 2) Sohn der Metanira, durch Ceresin eine Eidechse verwandelt.
Abas, persisches Perlcn-Gewicht — 0„4s„ xr.
Abascal, Don Jose Fernando, Marquesde la Coucordia, spanischer Staatsmann, geb. 1743zu Oviedo. Seit 1762 in spanischem Militär-dienst, machte er 1775 die Expedition gegen Algiermit u. zeichnete sich, seit 1793 Oberst, im Kriegegegen die franz. Republik aus. 1796 wurde erGouverneur von Cuba, später von Ncugalicicn;1804 Vicekönig von Peru. Obwol durchausRoyalist u. allen Reformen in Amerika abgeneigt,regierte er doch ohne Hochmuth u. mit möglichsterSchonung, hob durch Förderung von Handel u.Industrie die vernachlässigten wirthschaftlichenZustände des Landes wieder, führte eine geordneteVerwaltung ein, gründete Städte u. Dörfer, för-derte Bildungsanstalten u. wirkte so segensreich, daßer nicht nur die Zuneigung der Peruaner, sondernauch die Anerkennung der verschiedenen politischenParteien, welche inzwischen in Spanien herr-schend waren, gewann. Obgleich selbst mitwechselndem Erfolg im Kampfe gegen die Auf-ständischen in Buenos - Ayres, Chile und Neu-granada, unterstützte er doch noch das Mutter-land im Kriege gegen Napoleon; Peru selbstwußte er während der 12 Jahre seiner Ver-waltung in Ruhe zu erhalten. Gesegnet vonden Peruanern, legte er 1816 seine Regentschaftnieder und kehrte nach Madrid zurück, wo er30. Juni 1821 starb.
Abasen nennt man bei der Sensenfabrikationden Ausschuß, der unverkäuflich ist und unbe-arbeitet werden muß.
Nbasgeit, Volk am Schwarzen Meere, unterJustinian I. christianisirt.
Abasola, Mariano, mcxikan. Parteigänger,nahe Dolores in der Prov. Guanaxuato geb., einerder treuesten Anhänger Hidalgos, dem er in demAufstand gegen Spanien zur Seite stand. Erzwang die Hauptst. der Provinz sich zu ergeben, u.rettete bei dieser Gelegenheit die Gefangenen miteigener Lebensgefahr vor qualvollem Tode. Nachder unglücklichen Schlacht bei der Brücke von Cal-
deron wurde er gefangen genommen u. imJulr1811 mit mehreren seiner Gefährten erschossen.
Abassamento (ital.), 1) in der Musik dasSiukcnlassen — cki urano der Hand beim Tactiren— äi voos der Stimme beim Vortrag; beimKlavierspiel das Untersetzer: der einen damit be-zcichneten Hand unter die andere; 2) so v. w.Rabatt.
Abasst (Abasy, Abasien), ein von Abbas'(Name eines Khalifen) gebildetes Wort, daseigentlich Abbasi lauten sollte, Name einer perflSilbcrmünzc im ursprüngl. Wcrthe v. 1,g Mk.,jetzt j Mk. Die russische Reg. prägte für die Prov.Georgien einfache A. zu 16 Silber-Kopeken oderetwa 4 Mk., sowie doppelte und halbe.
Ab ästen, stärkere Zweige der Bäume ab-nehmen.
Abatant (v. Fr.), verschiebbarer Schirm vorden Fenstern gegen Sonnenstrahlen.
/tbstellement (fr.), Handelsverbot von Seiten desfranz. Consuls in der Levante gegen Kaufleute^die ihre Verpflichtungen verabsäumen.
Nbiithmen heißt in der hüttenmännischenProbirkunst die aus Asche geschlagenen Kapellenausglühen, um alle Feuchtigkeit daraus zu ent-fernen u. dadurch das Spritzen der abzutrcibendcnmit Werkblei versetzten Silber- od. Goldlcgiruugzu verhindern.
Abatitibabi, Baum in SAmerika, aus dessendurchsichtigem Harz Schinucksachen gefertigt werden.
übst-jour (fr. abattro Niederschlagen und jourTag, Licht), ein horizontal liegendes oder schräggestelltes Fenster, durch welches das Licht von obeneinfällt; auch ein lothrecht stehendes Fenster, dessenunterer Theil niit einer verstellbaren, um einhorizontales Charnier drehbaren Klappe versehenist, welche zwar Licht ciuläßt, aber das Hinaus-sehen verhindert.
Abaton (v. gr. a xrivativum u. dainü ichgehe), ein Raum, der nicht von Jedermann be-treten werden durfte, wie das Allcrhciligste dergriechischen Tempel oder der mit Vorhängen ver-schlossene hohe Chor der gricch.-katholischenKirchen..
Nbätos (die Unzugängliche), Felscninsel imNil unweit Philä mit den Grabmälern der Isisn. des Osiris, wozu nur die Priester Zutritt hatten.
Abats, grobe ungefärbte Wollentüchcr, in Ma-ccdonien, bcs. in Snlonichi gefertigt, daher, auchSalouikas gen.; sowie die daraus gefertigtenüberrockartigen ärmellosen Kleider für die ge-meinen Orientalen; bedeutender Handelsartikelin der Levante.
übst-soos (v. fr. abattrs Niederschlagen u. souTon), schräg gestellte, nach Art der Jalousie-Läden construirte Brettchen, die inan in denSchallösfnungen der Thürme anbringt, um denSchall der Glocken mehr nach unten zu leiten u.gleichzeitig den Glockcnraum gegen Eindringen vonRegcnwasscr zu schützen.
Abattement (v. fr. adattrs Niederschlagen)^Niedergeschlagenheit, Ermattung.
Abattoir oder udrrttis (fr.), öffentlichesSchlachthaus.
Abatucci (Abbatucci), berühmte corsischeFa-milie. 1) Jacques Pierre, franz. Tivisions-gencral, 1726 auf Corsica geb.; in Pisa ausge-