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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Abach

Guaribassee und mündet in den Mnuhe, einenNebenfluß des Amazonenstroms.

Abach oder Abbach, Marktflecken im Bezirks-Amt Kelheim des bayerischen Regbez. Nieder-bayern, rechts an der Donau u. der hier durchgewaltige Felsenmassen gebrochenen Straße vonFreising nach Regensburg; neue, 1851 erbauteKirche, Kammgarnspinnerei, Braunkohlenbau,1098 Ew. lieber dem Flecken liegt die Ruineder Heinrichsburg, wo Kaiser Heinrich II. 972geboren wurde. Das Abacher Wildbad,eine schon im 13 Jahrh. bekannte kalte alkalischsalinische Schwefelquelle, wird zum Baden unoTrinken bei Rheumatismus, Gicht, Lähmun-gen, Hautausschlägen, Krankheiten des Uterin-systems gebraucht. Kaiser Karl V. badete auf denRath, der Aerzte auch zu A. (Lcrsch, Gesch. d.Balneologie, Hydroposie u. Pegologie, Würzb.1863.) Am 19. April 1809 bei A. Gefechtzwischen den Österreichern unter Erzherzog Karlu. den Franzosen unter Davoust. A. i.c angeb-lich das röm. LRaäiaonm 1,-Urnm.

Abaches, lichtblau u. weiß gestreifte Wollen-tücher aus der Levante.

Abaco, zwei der nördl. Bahamainseln; G ro ß-A. ehemals Lncaya, Ducaya, auch Lucayoneque,mit dem anstoßenden Klein-A., etwa 2400 Ew.Auf der SSpiyc von Groß-A. ein Leuchtthurmfür den NO.-Kanal von Providence. HauptortCarluton, die erste britische Ansiedelung auf denBahamas.

ädaotlo Iostu3 (lat.), Abtreibung der Leibes-frucht, heißt in der Kunstsprache auch nochL,bor-tus i>roouratn3, kroouratio partns intsinps-stira re.

Abstrus (lat. abaonz vom griech. äbax. Brett),nannte man bei den Alten eine viereckige Tafeloder Platte, so eine Tischplatte für Prunkgefäße,ein Würfel- oder Spielbrett von Holz oder Mar-mor mit abgctheilten Feldern, eine Marmortafelzum Belegen der Wände, eine Rechentafel fürMathematiker, Astronomen u. dgl.; daher Aba-cist, Rechenmeister. Im Mittelalter verstand manunter A. die Rechnung mit dekadischen Zahlen;später .4. pMmAorion^, das Einmaleins; L..nnmsrornm primornm. Tabelle der Primzahlenu. s. w. Ueber den Gebrauch des A. beim Rechnenvgl.G.Friedlcin, DieZahlzeichsn u. das elementareRechnen der Griechen u. Römer re., Erl. 1869,worin auch die ganze Literatur verzeichnet. In derBank, viereckige Platte, vorzugsweise die Deck-platte der Capitäle, schließt die Capitälform nachoben hin ab u. soll gleichzeitig denUebergang ansder vertical stehenden Stütze (Säule oder Pfeiler)in den horizontal aufliegenden Balken oder inden Bogen oder das Gewölbe vermitteln; dientauch in vielen Fällen (namentlich in der gothischenBauk.) zur Vergrößerung der oberen Capitäl-grundfläche, damit die häufig nach vielen Seiten hinauseinander gehenden Gurt- u. Rippenprofile sichbequem auf der Capitälflächs entwickeln lassen. DieForm der Platte sehr verschieden; beim dorischen,toscanischen u. jonischen Capitäl viereckig, beimkorinthischen Capitäl der römischen u. Renaissance-Architektur meist mit geschweiften Seitenflächen u.abgestumpften Ecken, bei den Capitälen des Mittel-

Abaditen.

alters unendlich verschieden, quadratisch, kreisför-mig, sechseckig, achteckiger. Abacusblume, die Mit-telblume, an jeder der 4 Seiten des korinthischenCapitäls.

Abad (pers.), 1) so v. w. bewohnt, cultivirt;dannangenehm, schön", steht häufig am Endevon Orts- u. Städtenamen, z.B. Afadabad, Dschel-lalabad, Firuzabad rc. 2) Name des ersten per-sischen Propheten, der auch Buznrkabad u. Miha-bad genannt wird. Von ihm soll auch das BuchDesatir verfaßt sein, worin seine Lehren enthaltensind. 3) Name der Kaaba; s. Abaditen.

Abadab, Gcbirgsmasse in Nubien, etwa 1880m hoch, bildet die Wasserscheide zwischen demNil u. dem Rothen Meer; ein enges Thal trenntden eigentlichen A. von dem Gontebgebirge.

Abaddon (heb.), Untergang, Abgrund, in denrabbinischcn Sagen Name für das Todtcnrcich, dieUnterwelt. In der Offenb. Joh. (9, 11) heißtA. der Engel des Verderbens, der aus dem Ab-grund die höllischen Heuschrecken heraufführt;griech. Apollyon, von deutschen Bibellesern frühergerne auf Napoleon gedeutet. In KlopstocksMessias der abgefallene Geist Abadona.

Abadia, Franz Xaver, gcb. zu Valencia 1774,war Gcncralstabschsf der spanischen Jnsurgenten-armee in der Mancha während der franz. Occu-pation, später Kricgsminister, 1812 Kommandeurder Armee in Galicien, nach der Rückkehr Ferdi-nands Vll. Generallientenant; er st. 1830.

Abadio, Abdio, Abadir, Bätylos,Beth-el, der, hießen bei den Phöniciern ü. a.Orientalen, auch Griechen, runde, oft kegel- u.keilförmige unbehauene Steine, ähnlich den soge-nannten Donnerkeilen, welche theils selbst göttlichverehrt wurden, theils zur Bezeichnung von heili-gen Stätten dienten.

Abaditen (Abbaditen), eine maurische Herr-scherfamilie, 1026 91 in Sevilla. Abad I.(Abul-Kasim Mohammed ben Abad), dessen Vaterans Syrien sich in der Nähe von Sevilla nieder-gelassen hatte, wurde vom König von Cordova,unter dem zur Zeit Sevilla stand, zum Groß-kadi u. Statthalter von Sevilla ernannt. 1026/nach dem Sturze des Königs v. Cordova, machtesich Abad zunr unabhängigen König v. Sevilla,herrschte klug u. thatkräftig u. st. 1042. Ihmfolgte sein Sohn Abad II. (Abn-Amru ben Abad),geb. 1012, welcher sich viele der übrigen maurischenFürsteunm südlichen Spanien unterwarf; st. 1069.Sein Sohn Abad III. (Abul-Kasim Mohammed),gcb. 1039, eroberte 1070 Cordova u. vollendetedie Unterwerfung Malagas. 1085 .schloß er zuCordova mit den maurischen Königen von Almeria,Granada, Badajoz u. Valencia, sowie mit demKönig Jassirs ben Taschfin v. Marokko als Ober-feldherrn ein Bnndniß zu einem heiligen Kriegegegen die Christen, welche unter König Alfons I.von Castilien siegreich vordrangen. In einer mör-derischen Schlacht bei Zalaka, am 23. Oct. 1036,wurde Alfons vollständig geschlagen. Als Abaddie nun von Jussuf beanspruchte Oberhoheit nichtanerkennen wollte, wurde er von diesem mit Kriegüberzogen u. von dessen Feld Herrn Schir am O.Sept.1091 in Sevilla gefangen genommen. Er wurdezu Aghmat in Marokko eingekerkert u. st. dort