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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
Entstehung
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Aaskäfer Abacaxis.

15 °

A. (6. L-Üra M.) in SAmerika, schwarz mitfleischfarbigem Kopfe u. Halse; und der Urubu(6. alratns, tootsns, /tt.) schwarz mit schwärz-lichem Halse und Kopfe in SAmerika u. dem südl.NAmerika.

Aaskäfer, 1) überhaupt Käfer, welche sich vonAas nähren. 2) spcc. die Farn, der A. (8i1-pliiäas): Fünfzehige Käfer von sehr verschiedenerGröße u. Form, welche nach dem Habitus nichtleicht als zusammengehörig erkannt werden, je-doch auch äußerlich scharf unterschieden sind durchihre gegen die Spitze verdickten oder mit deutlichabgesctzter Keule versehenen Fühler, ihre kegel-förmigen, frei heranstretcnden Vorder- n. Mittel-hüften n. die 6 frei beweglichen Hinterleibsringe.<sic finden sich überall bei Cadavern ein, baldum selbst daran zu zehren, bald um ihre Eierdaran abzulegen; einige suchen z. Th. auch fau-lende Pflanzenthcile, besonders Pilze, auf, andere(8ilxba) greifen selbst lebende Jnsectcn an.Die meisten sind hurtig, fliegen schnell u. aufweite Entfernungen. Bei Berührung lassen mancheeinen stinkenden braunen Saft aus dem Afterfahren. Gegen 300 bekannte, meist der gemäßig-ten Zone angehörendc Arten. Von einheimischenbes. bemerkenswcrth die Todtengräber (Ls-oroxborus Hb.) n. die eigentlichen A. (811-plla L.). Elftere, groß u. kräftig, vergraben dieCadaver kleinerer Thierc, z. B. von Mäusen, tiefin die Erde. Sie sind bekannt durch ihr lautesZirpen, welches sie durch Reiben der abgestutztenu. deshalb den Hinterleib nicht bedeckenden Flügel-decken gegen 2 auf dem ersten Hintcrlcibsringebefindliche Leisten Hervorrufen. Häufig vorkommcndist der gemeine Todtengräber (L. vespilloL.), schwarz mit goldgelb behaarter Brust, gelberFühlerkcule u. 2 orangefarbenen Binden auf denFlügeldecken; 1517 mm lang. Seltener derdeutsche Todtengräber (17. Aermaniens D.),meist ganz schwarz, nur mit blutrothem Scitcn-rand der Flügeldecken. Die Flügeldecken der Sil-ph en sind nicht abgestutzt. Die ganz schwarze 8.atrata ck?b., 911mm lang, ist sehr schädlich,da ihre glänzend schwarze, unten weißliche Larve dieBlätter der Runkelrüben oft massenhaft skelcttirt.8. guackripunotata, schwarz, Brustseitcn undFlügeldecken blaßgelb, letztere mit 2 schwarzenPunkten, lebt auf Eichen, von deren Schmarotzern,namentlich Raupen, ihre Larven sich nähren.

Aaskrähe, so v. w. Rabenkrähe.

Aaspflanze (8taps1ia birsnta L,.), Pflanzeaus der Fam. der Asclepiadeen, am Cap; rauh-haarig; die schönen Blüthen haben einen so star-ken Aasgeruch, daß Schmeißfliegen ihre Eier dar-auf oblegen. Auch die Blüthen anderer Pflanzenhaben einen mehr oder weniger starken Aasgcruch,so von L§avo smerieana, Lrum Oraennenlus u. a.

Aaspocken, s. Schafpocken.

Aasrabe, so v. w. Kolkrabe, s. n. Krähe.

Aasseite heißt bei den Gerbern die Seiteder Haut, welche auf dem Fleische (vgl. Aas 3)gewesen ist, im Gegensätze zur Haarseite (s. d.).

Aasvogel, s. Aasgeier.

Aafl, von essen abgeleitet und von Aas (s. d.)verschieden: Viehfutter. Bei Müllern das Ge-ringste von dem geschrotcnen Getreide, welches

als Viehfuttcr (Sanaaß, Schwcineaaß) ver-wandt wird.

Ab, chaldäischer Name des 5. Monats desJahres auf den Keilinschriftcn u. bei den Juden,welcher nach unserer Rechnung die Zeit vom18. Juli bis II. Aug. umfaßt.

Aba, Gegenkönig von Ungarn, 1044 (s. d.).

Aba, Kleidungsstück, Wollcnzcug, s. Abats.

Aba, Aba Sind, Name des Indus (s. d.).

Aba, St. von einiger Wichtigkeit in Central-Afrika, Königreich Bornu; mit Wall u. drei Thorenversehen. Das Innere ist mit großen Bäumenverziert, u. die Hütten haben hohe konische Dächer.Die Bewohner leben hauptsächlich von Raub- u.Kricgszügen.

Aba, Dorf im Ungar. Com. Stuhlweißcnburg,vorzützl. Ackerbau, Weberei, Heilquellen. 3000 Ew.

Abä (Aba), eine St. in der altgrichischen Land-schaft Phokis (Hellas), wo jetzt etwa Modi steht.Begründet von Colonisten aus Argos; unterAbas, Sohn des Lynkeus n. der Hypcrmncstra,war die Stadt durch einen uralten Tempel desApollon (daher sein Beiname Abäos) berühmt,dessen Orakel schon von Krösos befragt wordensein soll. Der Tempel wurde von Lcrxes, spätervon den Thcbancrn im phokäischen Kriege durchFeuer zerstört, von Hadrian durch einen kleinerenNeubau ersetzt.

Abaascn, s. Aasen (Gerb.).

Abäbdch, Ababdes oder Ababdi, ein afrikani-sches Urvolk in Oberägypten u. Nubien, zwischendem Nil u. dem Rothen Meer. Von dunkler, bisins Schwarz gehender Hautfarbe, haben sie dochebenso wenig etwas mit den Negern, wie mit denArabern gemein, nähern sich vielmehr dem europäi-schen Typus. Ihr Haar ist schwarz u. natürlich ge-lockt, aber nicht wollig. Sie reden die Begani- oderBedschanisprache, auch das Arabische Oberägyp-tens feit der Annahme des Islam; sie wohnenin Hütten von Strohmatten, stattZelten, leben meistnomadisirend, tragen ein einziges sclbstgefertigtesKleidungsstück aus grauem, grobem Wollenzcug u.Sandalen, führen Speer, Schwert und Schild,neuerdings auch Feuergewehre. Die Weiberschmücken sich mit silbernen Nascnringcn u. Arm-bändern. Die Araber nennen sie mit ihren südli-chen Nachbarn, denBischarin, znsammcnBega, dochhalten sich die A. für edler als jene; ihre Zahlwird auj 40,000 geschätzt. Früher kriegerisch u.räuberisch, gelten sie jetzt als ehrliche Führer fürdie Karawanen durch die nubische Wüste von Ko-rosko nach Abu-Hammed, überhaupt bezeichnetman sie als gutmüthig, treu und verlässig. DenKarawanenverkchr regelt ihr Scheikh, der dasganze Volk beherrscht und in Berber wohnt.Sie treiben auch Handel mit Kohlen von Akazien-holz, u. berühmt sind ihre Dromedare. Tie ge-nauere Bekanntschaft mit den A. verdankt mandem deutschen Reisenden G. Schweinfurth (Reisein die Gebirge der Ababde u. Bischarin am RothenMeer. Vgl. Pctermanns Mitthcilungen. 1864.Nr. 9, u. Limes AsoArapbigns pro 1864. Manhält dieses Volk für die Troglodyten der Alten(Strabon, Gcogr. lab. LI.).

Abacä- od. Manilahanf, s. Pisa ngfasern.

Abacaxis, Fluß in Brasilien, durchfließt den