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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Aalen !

Reingewinn aufgebracht haben. Auch in Schles-wig, Holstein, den Ostsecprovinzen u. in Hollandist großer Fang u. Handel mit A., namentlichnach England. Vgl. Coste, VoxaAs d'sxxlo-ration snr le littoral <Is Irr IHranos ob äs l'Ibalio,2. Ausg., Paris 1861; v. Siebold, Die Süß-wasserfische von Mitteleuropa, Leipz. 1863; Beta,Die Bcwirthschaftung des Wassers u. die Erntendaraus, Lpz. 1868. 4) Oonxer Meer-

aal; Nasenlöcher in kurzen Röhren längs derSchnauze. 6. vulgaris, Nord- u. Ostsee; weniggeschätzt. Elektrischer Aal, s. Zitteraal.

Aalen, Oberamt im württemb. Jagstkreisemit glcichnam. Hptst. am Einfluß der Aal in denKocher, und an der Remsthal- u. Aalen-Hciden-heimer Eisenbahn (Brenzbahn). Die Stadt hat5552 Ew., welche Draht-, Ketten- u. Bandfabri-kation, Wollweberei, Färberei u. Rothgerberei re.betreiben. Außerdem königl. Reparaturwerkstättennt ca. 600 Arbeitern und mechanische Werkstätte.Seit 1360, wo Graf Eberhard II. v. Württembergsie wegen Empörung abtreten mußte, reichsfrci,kam sie durch den Rcichsdepntationshauptschluß25. Fcbr./28. April 1803 an Württemberg. DieReformation fand 1575 Eingang. In der Näheviele Eisenwerke: Wasseralfingen mit bedeutendemWalzwerk nebst Gießerei, llnterkocheu u. Abts-gmünd, Hammerwerke.

Aalcsund, Stadt im Amt Romsdal an derWKüstc Norwegens, auf 3 kleinen Inseln erbaut.Der kleine aber sichere Hafen, ergiebige Fischereiu. Schifffahrt, Handel mit Fischen u. Bockhänteu,ließen die Stadt, die bis 1823 Borgesund hieß,schnell anwachsen; 1823 erhielt sie die Gerechtsameeines Ladeplatzes, 1848 die einer Kaufstadt. Die Zahlder Ew. stieg seit 1855 von 1860 auf nahezu 5000.

Aali, s. Ali.

Aali-Pascha (Mohammed Emir), der bedeu-tendste unter den neueren türkischen Staatsmän-nern, gcb. 1815 in Bcbek bei Constantinopel; derSohn eines Unterbeamtcn, erhielt er nur diegewöhnliche türkische Erziehung im Lesen,Schönschreiben u. Koran, erwarb sich aber durcheigene Bemühung ausgezeichnete Sprachkenntnisseund wurde, 15 Jahre alt, von Rcschid Pascha,späterem Großvezier, im Uebersetzungsburcau desAuswärtigen Amtes angestellt u. von seinem Pro-tektor im Laufe der Jahre zum Diplomaten heran-gebildct. Seine amtliche Laufbahn begann er als2. Secretär bei der türk. Botschaft in Wien, vonwo er 1836zurückkchrte u.im folgenden Jahre ersterDolmetscher des Divans ward; nach kurzer Fristward er (1838) Botschastsrath u. darauf Geschäfts-träger in London; 1840 llntcrstaatssecretär desAuswärtigen u. 1841 Botschafter in London, woer 4 Jahre blieb, während deren er seinem Cha-rakter u. seinen Principien eine feste Grundlagezu geben reichlich Gelegenheit fand. Im 1.1845kehrte er nach Constantinopel zurück u. wardinterimistischer Minister des Auswärtigen u. dannKanzler des Divans. Sein bisheriger BeschützerRefchid Pascha ward im I. 1846 Großvezier, erselbst Minister des Auswärtigen. Bis zum I.1852 theilte er als Rcschid Paschas getreuesterAnhänger dessen Gunst und Ungnade, indem erin diesem Zeitraum wiederholt mit Rcschid Pascha

Pascha.

u. Rifaat Pascha im Auswärtigen Amte wechselte...Als im Sommer 1852 Rcschid Pascha dem öffent-lichen Unwillen gegen seine Finanzwirthschaft zumOpfer fiel, ward A., schon seit der Beilegung dergriechisch-türkischen Differenz (1848) mit dem Rangeines Muschir u. dem Paschatitcl beehrt, Großvxzier<6. Aug.). Rach nicht ganz 2 Monaten (1. Oct.)fiel auch er, weil er die von Rcschid Pascha ein-geleitete Anleihe nicht durchsetzen konnte, warddarauf Statthalter von Smyrna, nach einer län-geren unfreiwilligen Muße Statthalter von Brussa(1854), im Oct. dess. I. Vorsitzender im Tansimat-Conseil, 2 Monate später, als Rcschid Paschawieder das Großvczicrat übernommen, Ministerdes Auswärtigen. Im April 1855 wohnte erals Vertreter der Pforte den Wiener Friedens-Conferenzen bei, nach deren durch seine Bemüh-ungen namentlich in der Rajahsrage für dieTürkei günstigem Ausgang er am 2. Juli, dasGroßvezierat übernahm. In dieser Stellungpräsidirte er der Commission, welche im Vereinmit den verbündeten Mächten jene Bestimmungenfeststcllte, die im Hatt-i-Humajum voni 18. Febr.1856 ihren Ausdruck fanden: Gewährung einer Artvon bürgerlicher Gleichberechtigung der christlichenRajah des türkischen Reiches neben den Osmanlis,und brachte dies Reformdocnment als erster türk.Bevollmächtigter zu den Friedensvcrhandlungennach Paris (1856)) wo dasselbe in das'Friedcns-instrument vom 30. März ausgenommen wurde-Jedoch, wenn auch von den Alttürken als Neuererverschrieen u. verfolgt, beeilte er sich nicht mitder Ausführung dieser Reform, da er dieselbe,wenn sie übereilt würde, als verderblich für dasTürkenthum betrachtete. Als die Bestimmungendes Pariser Friedens in Betreff der Donau-fürstenthümer durch Napoleons 111. Project derVereinigung derselben umgestoßen wurde, dankteer 1. Nov. 1856 ab u. ward Minister ohne Porte-feuille und Mitglied des Großen Rathes. Nachdem Tode Rcschid Paschas (1858) trat er alsGroßvczier an dessen Stelle, jedoch im Oct. 1859schon wieder zurück, da das Drängen der Ber-tragsmächte sowie des Sultans Abd-ul-Medschidin der Reformangelcgenheit ihm durchaus nichtIrr die Türkei zweckdienlich schien. Doch schonim Dec. 1859 ward er wieder zum öffentlichenDienst berufen u. zwar wieder zum Präsidentendes Tansimatrathes, in welcher Stelle er nunauch beinahe 1-^ Jahre verblieb, nebenbei provi-sorisch das Großvczicrat öder das Auswärtigeversehend, bis der neue Sultan Abd-ul-Aziz ihmam 7. Juni 1861 das Großvczicrat übertrug;am 2. Nov. vertauschte er dasselbe mit dem Aus-wärtigen Amte, das er auch nach Fuad PaschasAbgang vom Großvezierat (Juli 1866) unterdessen conservativem Nachfolger Ruschdi Paschabeibchielt. Da sich dieser jedoch ganz unfähigerwies, dazu die Lage des Reiches immer schwie-riger wurde, zeigte sich eine umfassende Minister-Veränderung nöthig, bei welcher A.-P. wiederGroßvczier wurde (Febr. 1867). In der candio-tischen Frage legte er in Verbindung mit FuadPascha eine glänzende Probe seines politischenMuthes, aber auch seiner strengen Rechtlichkeit u..seines Patriotismus ab. Während der Reise des