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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Aachen Aalborg.

Milz, Die Kaiserstadt A. unter franz. Herrschaft,A. 1872.) 1814 besetzten es die Alliirten, u.1815 ward cs an Preußen abgetreten. 30. Sept.bis 21. Nov. 1818 der Aachener Congreß, eineZusammenkunft der Monarchen von Rußland,Österreich und Preußen u. der BevollmächtigtenFrankreichs u. Englands (Bevollmächtigte: Nessel-rode, Capodistrias, Metternich, Castlereagh, Wel-lington, Hardenberg, Berustorff, Richelieu). Frank-reich erlangte bei diesem Anlaß die Zurück-ziehung der noch in Frankreich stehenden Occupa-tiousarmce von 150,000 Mann u. eine Minderungder beim 2. Pariser Frieden ihm auferlegtcnCvntributiou, u. trat nun der Heiligen Allianzbei, die durch Protokoll vom 15. Nov. sich fürfortbcsteheud erklärte. An dem Platze, wo dieMonarchen Gott für das dadurch nun beendeteFriedenswerk gedankt hatten, wurde 1844 einMonument errichtet. 1830 im Herbst fand inFolge der Pariser Aufstände auch ein Aufruhr inA. statt, welcher aber durch die Bürger schnellunterdrückt wurde. Ähnliche Aufstände wieder-holten sich ini März 1848. Vgl. Quix, Gesch.der Stadt A., Aachen 1841,2 Bde.: Hagen, Gesch.A-s von feinen Anfängen bis zum Ausgangedes sächsischen Kaiserhauses, ebd. 1869; Benrath,A. und feine Umgebungen, 3. Aust. ebd. 1873;Nolten, Archäologische Beschreibung der Münstcr-kirche zu A., ebd. 1818; Quix, Histor. Beschrei-bung der Münsterkirche zu A., ebd. 1825; Debey,Die Münsterkirche zu A. u. ihre Wiederherstell-ung, ebd. 1851; Schervier, Die Mllusterkirchezu A. und deren Reliquien, ebd. 1853; Floß,Geschichtl. Nachrichten über die A-cr Hciligthümer,Bonn 1855; Bock, Die Reliquien im Liebfraucn-müuster, ebd. 1860; Ders., Karls d. Gr. Pfalz-kapelle u. ihre Kunstschätze, Köln 1866 f.

Aachen, Jan van (auch Achen, Aken, Jana-chcn), Historienmaler, geb. 1552 in Köln, st.1615 in Prag, bildete sich in Köln u. Italien,ward erst an den bayerischen Hof, dann vonRudolf II. nach Prag berufen, malte kirchliche,historische u. mythologische Gegenstände in glän-zender Manier. Werke in München u. Wien.

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Aachen - Münchener Feuerversicherung,

s. Versicherungswesen.

Aade, Fluß in NBrabant, auch Aa (s. u. Aa 4).

Aadorf, paritätisches Pfarrdf. u, Municipal-Gem. im schweiz. Kant. Thurgau, Bez. Fraueu-feld. Eisenbahnstation. 2120 Ew. Ackerbau,Obst, Baumwollspinnerei.

Aae;aard, Karl Frederik, Maler, geboren1833 in Odense, besuchte die Akademie zu Kopen-hagen und beschäftigte sich erst mit Decorations-arbeitcn, widmete sich aber seit 1853 der Land-schastsmalerei. Ein berühmtes Bild von ihmist eine Partie aus dem Thiergarten bei Jägers-borg auf Seeland, welches 1866 in Stockholmausgestellt war und für die Galerie zu Kopen-hagen erworben wurde.

Aahans, s. Ahaus.

Aakirke (Aakirkcby), St. auf der dän. InselBornholm, mit Brüchen schwarzen Marmors750 Ew.

Äakos, nach der griech. Sage ein Sohn desin einen Adler verwandelten Zeus u. der Ägina,einer Tochter des Flusses Asopos (oder derEuropa), geboren auf der Insel Önoue (Ägina), wo-hin Zcus.die Ägina vor dem Zorn der Juno ge-bracht. Ä. bat um Mitmenschen, da er allein aufder Insel war, nachdem (nach Ovid) eine Pest allehinweggcrasst hatte, u. Zeus schuf solche ausden Ameisen (Mhrmidonen, von mzwmsx Ameise),über die nun jener als König weise u. gerechtherrschte. Er war ein Liebling der Menschen u.Götter, welche auf seine Fürbitte einst dem vongroßer Dürre heimgesuchten Hellas Regen schenk-ten. Nach seinem Tode wurde er seiner Ge-rechtigkeit wegen mit Minos u. Rhadamanthyszum Richter der Schatten, nach A. zum Thürhüterder Unterwelt bestellt, als welcher er mit Schlüsseloder richterlichen Insignien abgebildet wird; inÄgina als Halbgott verehrt, erhielt er als Denk-mal das Äakons einen mit Mauern von weißemMarmor umgebenen Raum, mit einem von Öl-bäumen beschatteten Altar. Pindar verherrlichtihn u. seine Nachkommen, wozu auch Achilleus alssein Enkel, daher der Äakide genannt, gehört,vielfach. Er soll mit Apollon u. Poseidon Tro-jas Mauern erbaut haben. Mit Endels, TochterSkirons, hatte er zwei Söhne, Telamon u. Peleus,mit der Meeruymphe Psamathc einen dritten,Phokos, den Telamon tödtete. Auch KönigPyrrhos v. Epiros, Achilleus' Nachkomme, wirdÄakide genannt. Vgl. G. Rathgebcr, Gottheitender Aioler, Gotha 1861.

Aal, 1) falscher Bruch im Tuch. 2) Fisch, s.Aale.

Aalbach, ein Nebenfluß der Rega, welcher dieGrenze zwischen Pommern u. der Ncumark bildet.

Aalbaum, so v. w Heckenkirsche.

Aalbeere (Äalbesing), so v. w. schwarze Jo-hannisbeere.

Aalborg, alte Stadt in Jütland, Dänemark,am südl. User des Limfjord, 30 üm von dessenMündung in das Kattegat; Hauptort des Stiftesu. Amtes zu beiden Seiten des Fjord. Elfteres7241 (131--), letzteres 2918 f^Icm (53 HjM)groß, mit 160,000 resp. 87,100 Ew. ZweiAuen theilen die Stadt in zwei Kirchspiele mit2 Kirchen. Das-uralte finstere Schloß Aalborg-huus, jetzige Amthaus, verleiht derStadt im Vereinmit den vielen alterthümlichen Häusern ein eigen-thümliches Gepräge. A. ist der Sitz des Stift-amtmannes u. des luth. Bischofs, hat eine uralteKathedralschulc mit Museum und eine Stifts-bibliothek von mehr als 23,000 Bdn., eine Navi-gationsschule, ein Secmannshospital, ein Kinder-asyl, ein Gildenhaus aus dem.Jahrh. u. 11,800Ew., welche bedeutenden Handel nach England,Norwegen, Schweden re. treiben. Die Ausfuhrvon Korn u. Vieh, Heringen, Thran, Häuten,Wolle, Branntwein ist bedeutend, u. FabrikenallerArt beleben den von einer Börse u. Disconto-,Leih- u. Sparbank, Schiffsbauwerften u. Schläch-tereien für Verproviantirung der Schiffe unter-stützten Seeverkehr, der nur durch den schwerzugänglichen Hafen etwas geschmälert ist, dem aberdurch den nunmehr von der dän. Regierung derfranz. Gesellschaft Fivcs Lille übertragenen Brücken-bau über den Fjord und die dadurch hergcstellte