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1 (1890)
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Fällen suche inan sich zu stärken, körperlich zu beleben, die Sinnezu erfrischen, die Funktionen zu erhöhen.

Darum ist des Lehrers Lage und Erziehung zu preisen,der die rechten Mittel wählen kann.

1. Obenan steht das Leben in der freien Natur. Dieses istohnedies für keinen Menschen entbehrlich, am wenigsten für denLehrer. In ihr, der ewigen, wunderbaren Schöpfung gewinntder Körper und die Seele an: ersten die verlorene Harmoniewieder; die Dinge erscheinen uns wieder in ihren natürlichenVerhältnissen, wir erkennen die Verzerrungen des menschlichenLebens und der sozialen Zustände als solche, und wir lernen siemeiden, verringern wenigstens ihre Macht ans uns, erheben unswenigstens in Gedanken über sie.

Darum klebt an dem Land- und Gartenbau, der Obstbaum-,Bienen- und Seidenraupenzucht für den Lehrer ein wunderbarerSegen; darum treten wir ans einem Bade im frischen Wasserwie neugeboren heraus; darum allein schon hat Harnisch recht,den Lehrern besonders das Trinke» des frischen Wassers und dastägliche Waschen mit demselben zu empfehlen. Alle künstlicheReizungen durch geistige Getränke und ähnliches wirken höchstensaugenblicklich und vermehren das Übel. Was man in so künstlichaufgeregtem Zustande thut, gelingt nicht in rechten: Maße.

2. Ein zweites großes Mittel gegen Verstimmungen ist dieBeschäftigung mit der Musik, wenn sie natürlich, einfach, groß-artig ist und das Gefühl unmittelbar anspricht. Ich preise dieLehrer glücklich, daß die Anwendung desselben meist in ihre Handgegeben. Ein kräftiger, die religiösen Gefühle weckender Choral,wenn auch nur gespielt, ein Gesang von Männerstimmen re.giebt den: Geiste die verlorene Harmonie zurück. Selbst auf dieverstimmte Kindermasse wirkt ein Gesang in der wohlthätigstenWeise.

3. Ein drittes Mittel gewährt das Lesen vertranter Bücher.Was hat nicht allein in dieser Beziehung die heilige Schrift, be-sonders die Evangelien, genützt! Wie viel tausend Lehrerherzensind durch inhaltsvolle, kräftige Lieder des Gesangbuches gestärktworden! Aber auch pädagogische Schriften wirken ans den