Aber Verstimmungen.
Die Selbstbekenntnisse der größten Menschen sprechen vonZeiten der Abspannung und der Lähmung. In solchen Fällenmuß man die Ursachen zu entdecke!: suchen, um sie wegzuräumen.Denn an der Erreichung des Zweckes unseres Lebens, der aberdurch die Anlagen indiziert wird, ist alles gelegen, und das Be-wußtsein, mit den: wir einst vom Leben scheiden, hängt voi: den:Grade des erreichten Lebenszweckes ab. Der vernünftige Menschkann durch gewonnene Erkenntnis, durch Sachgründe und Vor-stellungen sehr viel dazu beitragen, daß er die ihn: verleideteRichtung mit Lust und Eifer wieder betrete. In dieser Beziehungmöchte ich meinen Mitlehrern mit einigen Ratschläge,:, die miroft Dienste geleistet haben, ai: die Hand gehen. Dein: auch beiLehrern ist die Verstimmung nicht selten, ja sie kehrt oft in den:Grade, als man voi: einen: Ideale oder den: Streben nach dem-selben erfüllt ist, bei uns ein, wie Lichtenberg, wenn ich nichtirre, die feine Bemerkung machte, daß eii: fiir eine Sache geradehochbegabtes Gemüt an: erste,: durch Störungen verletzt werde.Nicht jedermann ist es z. B. gegeben, mitten unter einer Scharwilder Knaben feine Meditationen zu verfolgen, was sich indessenauch bis zu einen: gewissen Grade lernen läßt.
Sehr viele Verstimmungen rühren von körperlichen: Un-wohlsein her, wenn wir auch nicht gerade bestimmte Schinerzenempfinden. Wenn nicht die Abhängigkeit des Geistes von: Körper,so ist doch der Einfluß dieses auf jenen sehr groß. In solchen