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an die Ausrechnung gehen. Hat man in dieser Beziehung ver-bildete Schüler vor sich, die überall nach dem Fazit Haschen, soläßt man sie, um sie aus dieser falschen Richtung herauszu-nötigen, viele Aufgaben beurteilen und lösen, ohne die Ausrechnungbeizufügen. Dadurch ergreifen sie thatsächlich das Wesen derSache/welches nicht in der Ausrechnung, sondern in der rationellenBeurteilung liegt. In ihr ruht, das Bildende des Zahlenunter-richts und das Vergnügen an der Beschäftigung mit demselben.— Was richtig gedacht ist, trägt die Gewißheit in sich selbst.Es bedarf dann keines äußeren Probierens, welches immer aufMechanismus hinausläust. Allenfalls ist es zur Bewahrheitungder Fehlerlosigkeit einer Ausrechnung zuweilen zuzulassen.
3. Fertigkeit in der Behandlung der Zahlen istnotwendig ein Augpunkt bei dem Unterricht in derZahlenlehre, aber man beschränke die Forderungderselben auf das gehörige Maß.
Treibt inan in ursprünglich pestalozzischer Weise in derSchule fast nichts als Zahlen-, Formen- und Sprachlehre, d. h.vernachlässigt man in unverantwortlicher Weise andere, höchstwichtige Gegenstände des allgemeinen Schillunterrichts, so kam«man ohne besondere Intelligenz und ohne ausgezeichnetes äcmninclickaoticmm (wie die Alten sich ansdrückten - Lehrgabe) den Schülerneine oft bewunderte, aber eitle Fertigkeit aneignen. Aber wozu?Das Leben verlangt sie nicht, und von wem es sie verlangt, derwird sie durch Übung schon gewinnen, ist nur in der Schule einsolides Fundament gelegt; die allgemeine Menschenbildung ver-langt sie mich nicht; darum nochmals: wozu? — Eine mäßige,mit den übrigen gerechten Anforderungen an wohl unterrichteteSchüler übereinstimmende Fertigkeit, mit steter Berücksichtigungdes ganzen Standpunktes und des künftigen Berufes des Schülersist durchweg hinreichend. In einer allgemeinen Volksschule sollman es i» keinem Stücke auf ausgezeichnete, vereinzelt hervor-stechende Leistungen anlegen. Denn solche lassen sich nur mitHiutansetzung anderer wichtigen Dinge oder mit gleich tadelns-werter Berücksichtigung einzelner einseitigen Talente erzielen. Dasgewöhnliche Leben fordert von dein Menschen nicht die Lösung