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Ueber Handel und Gewerbe, Steuren und Zoelle
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straßen. Dabei aus einem Lande, was eineschwache Bevölkerung hat, und wo die meistenMenschen ihr Korn selber bauen, also Nie genö-thigt sind auf dem Markte zu erscheinen, umdort Korn gegen Silber einzutauschcn.

Die Umstande waren also ganz anders wiedie unter denen die Roermonder Kornpreise festge-stellt wurden. Da Roermond an der sehr befahrncnWasserstraße derMaas liegt, und zugleich auf demLandwege die volkreiche Fabrickgegcnd von Aachenmit Getreide versorgt. Da die Fuhren gegensehr geringe Fracht nach Aachen fahren, indem sicSteinkohlen als Rückfracht nehmen,woher danndie Marktpreise in Aachen unn die in Roermondc,immer zu gleicher Zeit steigen und fallen.

Man sieht in den Padcrborner Preisen, daßin ihnen lange der Wechsel mit steigen und fallennicht statt findet, wie in den Roermonder, unddaß, wenn man hier Korn lauf lange Jahre inder Weise, magaziniren wollte, wie ich solches imvorigen Aufsatze für einen Markt wie Roermoudevorgeschlagen, man jedcsmalSchaden dabei habenwürde, eben weil die Preise sich Jahr aus Jahrein zu gleichförmig bleiben. Dieses Magazinirenkann nur an Seehafen, und an Flüssen mit Vor-theil betrieben werden, wo ein beständiges Stei-gen und Fallen der Preise ist, weil diese auchvon denjenigen Begebenheiten berührt werden, sosich in fremden Gegenden ereignen. So hat indiesem Jahre der Markt von Noermond es sehr