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Ueber Handel und Gewerbe, Steuren und Zoelle
Entstehung
Seite
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einmal die preußische Feldmesser- Ordnung amRheine anwendbar, obgleich sie von Eitelwciirentworfen ist, und erst vom Jahr 1813.

Im Regierungsbezirk Düsseldorf wohnen 8051Menschen auf der Qnabratmeile. In dem Ihri-gen vielleicht 1500. Bei Ihnen liegt der Bodenin großen Gütern, bei uns ist er in kleine Gütergethcilt, da er nie in den Banden der Unterthä-nigkeit gewesen. Nach der Landmesser-Ordnungzu urtheilcn, müssen bei ihnen auf die preußischeQnadratmcile von 22222 Magdeburger Morgennicht mehr als 1002 Parteien kommen. Bei unskommen im Durchschnitt 14400 Parteien auf dieQuadratmeilc, ja in großen Strichen wo derBoden durch fortgesetztes Theilen, Scheidemünzegeworden, gehen 40000 Parteien auf die Qua-dratmcilc, und 10 bis 20 Parteien kommen imStcuerbuche auf einen Grnndcigenthümer.

Der Ackerbau ist bei uns ein Gewerbe, wel-ches auf die mannichfachste Weise mit nnd nebenandern Gewerben getrieben wird. Zu diesengehört auch das Branutewcinbrenncn aus Kartof-feln, das auch bei uns alles Branntcwciubrcnncnans Frucht verdrängt hat welches ein unge-meiner Vvrtheil für die Gesellschaft ist, da derselbeMorgen Ackerland, mit Kartoffeln bestellt, fünfmalmehr Branutewein tragt, als wenn er mit Kornbestellt worden^ Die, ivclche das'Gewerbe desBranntcweinbrcnnens treiben, ziehen nicht alle

Kartoffeln selber, sondern kaufen diese zum großen

Handl, li. Gewerbe,- ( 15 )