Druckschrift 
Ueber Handel und Gewerbe, Steuren und Zoelle
Entstehung
Seite
178
Einzelbild herunterladen
 

178

gekauftentweder, daß sie die Frucht von einemOrte, wo sie wohlfeil, zu einem andern gebracht,wo sie theurer oder weil sie sie an demselbenOrte wieder verkauft, aber später,

Daß die Frucht theucr werde, daß sic daßMarimum des Preises erreiche, wo, das Verzehrenderselben so abnimmt/ daß der Verbrauch wiederein günstiges Verbältniß zum Vorratho habedas ist, wie mir oben gezeigt, das Einzigewas hilft da die Summe der Lebensmittelbis zur Erndte einmal nicht zu vermehren ist,noch die Anzahl der Essenden zu vermindern,

Wenn die Kornhandler nun von ihrem Ge--winnste die Hülfsvereine freigebig unterstützen,welche denen das Brod geben, die kcins habenund auch keins bezahlen können, so entledigen siesich ihrer Pflicht als Staatsbürger vnd alsMensch,

Cs frägt sich nun noch: in wiefern der StaatAntheil am Kornhandel nehmen könne nichtum zu gewinnen, sondern um die Armuth zu er«leichtern?

Man hat von jeher bemerkt, daß der Staatein schlechter Kaufmann und neck ein schlechtererFabrikant sey, Seine beständige Kontrolle-^seineFörmlichkeiten sein Jnstanzenzug und dielangsame Bewegung der Aktenstöße, durch dieJournale, Vortragende Räthe und Kanzelcien<machen, daß beim Schlüsse die Dinge da garpicht mehr sind, wo sie beim Anfänge waren,